The Joe Rogan Experience #1169 – Elon Musk (II)

Im zweiten Teil (Minute 20:18 – 40:40) des im September 2018 auf YouTube veröffentlichten Interviews sprechen Joe Rogan und Elon Musk über Gefahren und Chancen einer KI, Elons vergebliche Versuche, in dieser Hinsicht aufzuklären, Schimpansen und warum Bonobos in Zoos nicht willkommen sind. Um das englische Wortprotokoll und den ersten Teil oder dritten Teil des Interviews zu lesen, klicken Sie auf die Links.

Joe Rogan: (20:18) Also, warum hast Du eine fatalistischere Haltung eingenommen bzw. Dich dazu entschieden? Gab es eine bestimmte Sache oder lag es einfach an der Unvermeidbarkeit unserer Zukunft?

Elon Musk: Ich habe versucht, die Leute zu überzeugen, die Entwicklung der KI zu verlangsamen bzw. zu regulieren. Das war vergeblich. Ich habe es jahrelang versucht. Niemand hat zugehört.

Joe Rogan: Das hört sich an wie eine Szene in einem Film…

Elon Musk: Niemand hat zugehört.

Joe Rogan: … wo die Roboter verdammt noch mal die Macht übernehmen werden. Du machst mich wahnsinnig! Niemand hat zugehört?

Elon Musk: Niemand hat zugehört.

Joe Rogan: Keiner. Sind die Leute heute eher bereit zuzuhören? Es scheint ein Thema zu sein, das in den letzten Jahren häufiger angesprochen wurde als vielleicht vor fünf, zehn Jahren. Damals schien es wie Science Fiction.

Elon Musk: Vielleicht tun sie das. Bis jetzt haben sie das nicht. Ich denke, jedem ist inzwischen klar, dass die Einführung von neuen Regeln im Normalfall ausgesprochen langsam von statten geht. Normalerweise gibt es irgendeine neue Technologie, die Schaden oder Tod verursacht, es gibt einen Aufschrei, es folgt eine Untersuchung, Jahre vergehen, ein Untersuchungsausschuss wird gebildet, Regeln werden aufgestellt, es folgt die Bildung einer Aufsichtsbehörde, und schließlich werden Vorschriften erlassen. All das dauert viele Jahre. Das ist der normale Lauf der Dinge.

Wenn Sie sich zum Beispiel die Vorschriften in der Automobilindustrie ansehen. Wie lange hat es gedauert, bis Sicherheitsgurte eingeführt wurden, bis sie verbindlich vorgeschrieben waren? Die Autoindustrie kämpfte gegen die Einführung von Sicherheitsgurten mehr als ein Jahrzehnt lang, glaube ich; sie bekämpfte erfolgreich jede Vorschrift zu Sicherheitsgurten, obwohl die Zahlen nicht deutlicher sein konnten. Angeschnallt war die Wahrscheinlichkeit, zu sterben oder schwer verletzt zu werden, viel geringer. Das war unmissverständlich. Und die Industrie hat das jahrelang erfolgreich bekämpft. (22:30) Schließlich, nachdem viele, viele Menschen gestorben waren, bestanden die Aufsichtsbehörden auf dem Sicherheitsgurt. Dieser Zeitrahmen ist für die KI nicht relevant. Man kann nicht zehn Jahre von dem Punkt ausgehen, an dem es gefährlich wird. Das ist zu spät.

Joe Rogan: Wird es noch Jahrzehnte oder wird es Jahre dauern, bis es zu spät ist? Mit dieser fatalistische Einstellung, wo glaubst Du, wo wir stehen? Befinden wir uns bereits in einer Art Weltuntergangs-Countdown?

Elon Musk: Es ist nicht unbedingt ein Weltuntergangs-Countdown. Es ist ein…

Joe Rogan: …außer Kontrolle geratener Countdown?

Elon Musk: Außerhalb unserer Kontrolle, ja. Viele nennen es die Singularität und das ist wahrscheinlich eine gute Art, darüber nachzudenken. Es ist eine Singularität, sie ist schwer vorherzusagen, wie ein schwarzes Loch. Was passiert, wenn es soweit ist?

Joe Rogan: Genau. Nach der Implementierung wird es sehr schwierig, weil die KI in der Lage wäre…

Elon Musk: Wenn der Geist aus der Flasche ist, was passieren dann?

Joe Rogan: Und sie wird in der Lage sein, sich selbst zu optimieren.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Das ist der Punkt, an dem es unheimlich wird, oder? Die Idee, dass eine KI Tausende Jahre Innovation sehr, sehr schnell durchführen kann.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Und dann werden wir einfach nur lächerlich aussehen.

Elon Musk: Lächerlich.

Joe Rogan: Wir werden dieses lächerliche, biologische, scheißende, pissende Ding sein, das versucht, die Götter aufzuhalten. „Nicht aufhören. Wir mögen es, mit einer endlichen Lebensspanne zu leben und, du weißt schon, Norman Rockwell Gemälde anzuschauen.“

Elon Musk: Es könnte schrecklich sein, und es könnte großartig sein. Das ist nicht vorhersehbar.

Joe Rogan: Richtig.

Elon Musk: Aber eines ist sicher. Wir werden keine Kontrolle darüber haben.

Joe Rogan: Ist es wahrscheinlich, dass wir auf die eine oder andere Weise mit dieser Art von Technologie verschmelzen und sie uns, so wie wir jetzt sind, ergänzen wird, oder wird sie uns ersetzen?

Elon Musk: Das Emergenz-Szenario mit der KI ist dasjenige, das am besten klingt.

Joe Rogan: Für uns.

Elon Musk: Ja. Wenn du es nicht besiegen kannst, schließe dich ihm an. Von einem langfristigen, existenziellen Standpunkt aus gesehen ist das der Zweck von Neuralink; eine Schnittstelle mit hoher Bandbreite zum Gehirn zu erschaffen, so dass wir mit der KI verschmelzen können. (25:00) Denn wir haben ein Bandbreitenproblem. Man kann einfach nicht mit den Fingern kommunizieren. Es ist zu langsam.

Joe Rogan: Wo steht Neuralink im Moment?

Elon Musk: Ich denke, wir haben in ein paar Monaten etwas Interessantes zu verkünden, das mindestens doppelt so gut ist als alles andere; besser, als die meisten für möglich halten würden.

Joe Rogan: Wie viel kannst Du im Moment darüber sagen?

Elon Musk: Da möchte ich nichts vorwegnehmen.

Joe Rogan: Aber was ist das ultimative… – Was ist die Idee dahinter, was willst Du damit erreichen? Wie würde das Best-Case-Szenario aussehen?

Elon Musk: Ich denke, dass wir uns im besten Fall tatsächlich mit der KI vereinigen, wobei die KI als tertiäre Kognitionsschicht dient. Wir haben das limbische System – im Grunde eine Art primitives Gehirn. Wir haben den Kortex. Wir befinden uns also in einer symbiotischen Beziehung. Unser Kortex und das limbische System haben eine symbiotischen Beziehung. Und im Allgemeinen mögen die Leute ihren Kortex und ihr limbisches System. Ich habe noch niemanden getroffen, der sein limbisches System oder seinen Kortex löschen will. Jeder scheint beides zu mögen.

Allerdings steht der Kortex meist im Dienst des limbischen Systems. Die meisten glauben, dass der denkender Teil das Sagen hat, aber es ist hauptsächlich das limbisches System, das das Sagen hat. Und der Kortex versucht, das limbische System glücklich zu machen. Darauf ist der Großteil der Rechenleistung ausgerichtet. Wie kann ich das limbische System glücklich machen? Das ist es, was der Kortex zu tun versucht.

Nun, wenn wir eine dritte Schicht hätten, eine eigene KI-Erweiterung, dann wäre das auch symbiotisch. Und es gäbe genug Bandbreite zwischen dem Kortex und der eigenen KI-Erweiterung, so dass de facto keine Trennung von der KI stattfinden würde. Das könnte dann ein gutes Resultat ergeben und ein sehr positives Ergebnis für die Zukunft sein.

Joe Rogan: Anstatt uns zu ersetzen, wird sie also unsere Fähigkeiten radikal verändern.

Elon Musk: Ja. Dies wird jedem, der möchte, übermenschliche Kognition ermöglichen. Jedem, der das will. Das ist keine Frage des Einkommens, denn das Einkommen wäre nach der Verbindung mit der KI viel höher. Es ist also so, dass jeder, der das möchte, es einfach theoretisch tun könnte. (27:30) Das ist die Theorie. Wenn das der Fall ist und, sagen wir mal, Milliarden von Menschen sich mit der KI verbinden, dann wird das Ergebnis für die Menschheit die Summe des menschlichen Willens sein. Die Summe der Wünsche von Milliarden von Menschen für die Zukunft.

Joe Rogan: Die Milliarden von Menschen mit verbesserten kognitiven Fähigkeiten, radikal verbesserten.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Aber wie groß wäre der Unterschied zu den Menschen von heute? Wenn Du es zum Beispiel einer Person erklären müsstest, die nicht wirklich versteht, worüber Du sprichst – über wie viel Unterschied reden wir da? Wenn Du sagst, „radikal verbessert“, was meinst Du damit? Gedankenlesen?

Elon Musk: Eswird schwierig sein, den Unterschied wirklich zu schätzen. Es ist so ähnlich wie bei der Frage, wie viel schlauer man mit einem Telefon oder Computer ist als ohne. Man ist tatsächlich viel schlauer. Man kann jede Frage beantworten, wenn man mit dem Internet verbunden ist. Man kann jede Frage so gut wie sofort beantworten, jede Berechnung; das Gedächtnis unserer Telefone ist im Grunde perfekt. Sie können sich einwandfrei erinnern. Unsere Smartphones können sich Videos, Bilder und alles andere perfekt merken.

Das Telefon ist bereits eine Erweiterung von uns. Wir sind bereits Cyborgs. Wir wissen nicht einmal – nun ja, die meisten Menschen wissen nicht, dass sie bereits ein Cyborg sind. Das Smartphone ist eine Erweiterung von einem selbst. Es ist nur so, dass die Datenrate, die Kommunikationsrate zwischen uns und der kybernetischen Erweiterung von uns, also unserem Telefon und Computer, langsam ist. Sie ist sehr langsam. Das ist wie ein winziger Strohhalm des Informationsflusses zwischen unserem biologischen und digitalen Selbst. Wir müssen diesen winzigen Strohhalm zu einem riesigen Fluss machen; eine riesige Schnittstelle mit hoher Bandbreite.

Es ist ein Schnittstellenproblem, ein Datenratenproblem. Löst man das Datenratenproblem, dann könnten wir die Mensch-Maschine-Symbiose auf lange Sicht durchhalten. Und dann können die Menschen entscheiden, (30:00) ob sie ihr biologisches Selbst behalten wollen oder nicht. Ich denke, sie werden wahrscheinlich ihr biologisches Selbst erhalten wollen.

Joe Rogan: Im Gegensatz zu einer Art Ray Kurzweil-Szenario, in dem sie sich selbst in einen Computer herunterladen?

Elon Musk: Eine Fassung von Dir wird jederzeit auf einem Computer existieren. Wenn Dein biologisches Selbst stirbt, könntest Du Dich wahrscheinlich einfach in eine neue Einheit buchstäblich hochladen.

Joe Rogan: Reich mir den Whiskey rüber. Wir werden hier drüben verrückt. Das wird langsam lächerlich.

Elon Musk: Runter in den Kaninchenbau.

Joe Rogan: Nimm das, Trottel. Gib mir was davon. Das ist zu abgefahren.

Elon Musk: Darüber habe ich übrigens lange nachgedacht.

Joe Rogan: Das glaube ich Dir. Prost, übrigens.

Elon Musk: Prost. Das ist ein großartiger Whiskey.

Joe Rogan: Danke. Ich weiß nicht, wo der herkommt. Wer hat den mitgebracht?

Jamie: Ichversuche gerade, mich zu erinnern. Ich weiß nicht…

Joe Rogan: Jemand hat uns den Whiskey geschenkt. Old Camp. Wer auch immer das war,…

Elon Musk: Er ist gut.

Joe Rogan: …danke. Ja, der ist gut. Das ist einfach unausweichlich. Noch einmal zurück dazu, als Du eine etwas fatalistischere Sichtweise angenommen hast. Du hast also versucht, die Leute zu warnen, Du hast ziemlich ausführlich darüber gesprochen. Ich habe mehrere Interviews gelesen, in denen Du darüber gesprochen hast. Und dann hast Du einfach gesagt: „Okay, es ist, wie es ist“. Und, in gewisser Weise, indem Du auf das Potenzial für… – ich meine, sicher ist Deine Warnung bei einigen Leuten angekommen.

Elon Musk: Ja. Ich habe wirklich ziemlich oft gewarnt. Ich habe jeden gewarnt, den ich warnen konnte. Ich habe mich sogar mit Obama getroffen, nur aus diesem Grund.

Joe Rogan: Nur um über KI zu sprechen.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Und, was hat er gesagt? Was ist eigentlich mit Hillary? Kümmert euch zuerst um sie. Shh, seid alle still.

Elon Musk: Er hat zugehört. Er hat auf jeden Fall zugehört. Ich habe mich mit dem Kongress getroffen. Ich war bei einem Treffen mit allen 50 Gouverneuren und habe nur über die KI-Gefahr gesprochen. Ich habe mit jedem gesprochen, mit dem ich konnte. Keiner schien zu begreifen, wohin das führen wird.

Joe Rogan: Ist es das, oder gehen sie einfach davon aus, dass jemand, der schlauer ist als sie, sich bereits darum kümmert? Denn für viele ist die KI sehr abstrakt. Anscheinend ist es so schwer zu begreifen, und wenn es dann bereits passiert, ist es zu spät.

Elon Musk: Ja, ich nehme an, sie haben es nicht ganz verstanden oder dachten nicht, dass es in naher Zukunft stattfinden würde (32:30) oder waren sich nicht sicher, was sie tun sollten. Ich habe ihnen geraten, vorerst ein Kommite zu gründen, dass sich Einblicke in die Sachlage verschafft und versteht, was vor sich geht, und man nicht direkt Vorschriften erläßt. Das Kommite kann dann die Regierung über die gewonnenen Einsichten informieren, damit diese dann einige Regeln machen oder einige Regeln vorschlägt. Das wäre wahrscheinlich der sicherere Weg, die Dinge anzugehen.

Joe Rogan: Ich weiß, dass das wahrscheinlich etwas ist, was die Regierung regeln sollte, aber ich würde nicht wollen, dass die Regierung das regelt…

Elon Musk: Wen würdest Du damit beauftragen wollen?

Joe Rogan: Ich möchte, dass Du das erledigst.

Elon Musk: Oh je.

Joe Rogan: Ich habe das Gefühl, dass Du derjenige bist, der mehr Gehör bekommen würde. Denn wenn Mike Pence anfängt, über künstliche Intelligenz zu reden, sage ich: „Halt die Klappe, du weißt nichts über künstliche Intelligenz. Das sind nur Spielchen.“

Elon Musk: Aber ich habe nicht die Macht, andere Unternehmen zu regulieren. Ich weiß nicht, ob ich das machen sollte, aber Du schon.

Joe Rogan: Richtig. Aber vielleicht könnten die Unternehmen zustimmen. Vielleicht könnte es eine Art von… – Wir haben Vereinbarungen, dass man keinen Giftmüll ins Meer kippen darf, dass man bestimmte Dinge nicht tun darf, die schrecklich schädlich sein könnten, obwohl sie profitabel sind. Vielleicht gehört das hierzu. Vielleicht sollte man erkennen, dass man nicht den Schalter bei etwas umlegen kann, das in der Lage sein wird, selbst zu denken und selbst zu entscheiden, ob es überleben will oder nicht, und ob es einen für eine Bedrohung hält oder nicht, und ob es einen für nutzlos hält oder nicht.

Zum Beispiel, warum halte ich diese dumme, endliche Lebensform am Leben? Warum sollte ich das? Diese Lebensform ist einfach dumm, es verschmutzt einfach alles, sie scheißt überall hin, zündet alles an und erschießt sich gegenseitig. Warum sollte ich dieses dumme Ding am Leben lassen? Weil es manchmal gute Musik macht, weißt du. Manchmal macht es tolle Filme, manchmal macht es schöne Kunst, und manchmal ist es cool, mit ihm abzuhängen.

Elon Musk: Ja, aus all diesen Gründen.

Joe Rogan: Ja, für uns sind das tolle Gründe. Aber für alles, was objektiv draußen steht, ist das definitiv ein fehlerhaftes System. Das ist wie, wenn man in den Dschungel geht und diese Schimpansen beobachtet, wie sie Krieg führen und sich gegenseitig mit Holzstöcken schlagen…

Elon Musk: Schimpansen sind wirklich gemein.

Joe Rogan: Sie sind verdammt fies.

Elon Musk: Ich habe diesen Film „Chimpanzee“ gesehen und dachte, das wäre so ein Disney-Ding. Nun ja, ich war geschockt.

Joe Rogan: Welcher Film war das?

Elon Musk: Er heißt wörtlich „Schimpanse“.

Movie Emporium » Oscar the chimpanzee

Joe Rogan: Ist es eine Dokumentation?

Elon Musk: Ja, es ist eine Art Dokumentarfilm. Ich dachte mir: „Verdammt, diese Schimpansen sind gemein.”

Joe Rogan: Sie sind fies.

Elon Musk: Sie sind grausam.

Joe Rogan: Ja, sie sind berechnend. Sie schleichen sich gegenseitig an und…

Elon Musk: Ich wusste nicht, dass Schimpansen kalkulierte Grausamkeiten begehen. (35:00) Ich war ziemlich… Nach dem Film dachte ich nur: „Wow, das ist heftig.“

Joe Rogan: Genau. Nun, wir wissen es besser, weil wir uns weiter entwickelt haben. Aber hätten wir das nicht, würden wir sagen: „Mann, ich will nicht in einem Haus leben; ich mag den Schimpansenweg, Bruder, der Schimpansenweg, der ist‘s, Mann, Schimpansenleben.“ Du verstehst, wir hätten ein…

Elon Musk: Einfaches Schimpansenleben.

Joe Rogan: …Schimpansenleben im Moment. Aber in gewisser Weise sind wir für eine KI vielleicht wie diese Schimpansen. Wie diese blöden Wichser, die Raketen aus Drohnen abfeuern und sich gegenseitig unter Wasser abschießen. Ich meine, wir sind verrückt. Wir haben Torpedos und U-Boote und Flugzeuge, die wahllos Atombomben auf Städte abwerfen. Wir sind Arschlöcher. Sie könnte sagen: „Warum tun die das? Schaut Euch mal deren Politik an, schaut Euch mal deren Nahrungsmittelsystem an. Welche Art von Essen die sich gegenseitig in den Rachen zwingen. Die sind verrückt. Die passen nicht einmal auf sich selbst auf.“

Elon Musk: Ich weiß es nicht. Ich meine, wie viel denken wir über Schimpansen nach? Nicht viel.

Joe Rogan: Sehr wenig.

Elon Musk: Okay, die Schimpansen führen Krieg. Gruppen von Schimpansen greifen sich gegenseitig an und sie töten sich gegenseitig, und sie quälen sich gegenseitig, und das ist ziemlich mies. Sie jagen andere Affenarten. Aber das ist wahrscheinlich das … – Ich meine, wann war das letzte Mal, als Du über Schimpansen gesprochen hast?

Joe Rogan: Ich?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Die ganze Zeit.

Elon Musk: Das tust Du?

Joe Rogan: Du sprichst mit dem falschen Kerl.

Elon Musk: Okay. Nun, leider, ja.

Joe Rogan: Dieser verdammte Podcast, Alter, wir reden in jeder Folge über Schimpansen.

Elon Musk: Das ist also Schimpansenhausen? Okay.

Joe Rogan: Die Leute lachen jetzt gerade. Ja, ständig, ich bin besessen. Ich habe diese David-Attenborough-Dokumentation über Schimpansen gesehen, wo sie diese Colobus-Affen essen und sie auseinanderreißen.

Elon Musk: Ja, das ist grausam. Grausam.

Joe Rogan: Ich habe das vor vielen Jahren gesehen. Es ist jetzt etwas anderes, wenn ich sage: ‚Oh, das ist der Grund, warum die Leute so verrückt sind. Wir kommen da her‘.

Elon Musk: Ja, genau. Und dann gibt es noch die Bonobos. Die haben sozusagen eine bessere Philosophie.

Joe Rogan: Ja, sie sind wie Swinger. Ja, das sind sie wirklich. Sie scheinen viel mehr – sogar mehr als wir – viel zivilisierter zu sein.

Elon Musk: Sie scheinen einfach alles mit Sex zu lösen.

Joe Rogan: Ja, die einzigen Regeln, die sie haben, sind, dass die Mutter den Sohn nicht bumst. Das war’s.

Elon Musk: Okay.

Joe Rogan: Das ist es. Mom wird die Söhne nicht bumsen. Sie sind gute Frauen. Gute Frauen in der Bonobo-Gemeinschaft. Alle anderen bumsen nur.

Elon Musk: Ja. Ich habe den Bonobo-Film nicht gesehen.

Joe Rogan: Nun, sie stören nur in einem Zoo. Stell Dir mal vor, sie hätten Bonobos im Zoo.

Elon Musk: Sie wären einfach ständig unterwegs…

Joe Rogan: Ständig am Ficken, ja. (37:30) Das ist alles, was sie tun. Sie wollen einfach nicht aufhören. Und es ist ihnen egal, ob schwul, hetero – egal, lass uns einfach ficken. Was soll das mit diesen Etiketten?

Elon Musk: Ich habe keine Bonobos in einem Zoo gesehen. Es ist wahrscheinlich, wie …

Joe Rogan: Ich glaube, das habe ich auch nicht.

Elon Musk: Und nicht im Bereich mit Elternaufsicht.

Joe Rogan: Ja, ich glaube nicht, dass sie sie in vielen Zoos haben. Das haben wir auch schon mal nachgeschlagen, oder?

Elon Musk: Es ist wahrscheinlich ziemlich unangenehm.

Joe Rogan: Ich denke, das ist die Sache. Sie mögen es nicht, Zwergschimpansen in Zoos zu halten, weil Bonobos einfach immer wichsen und ficken.

Elon Musk: Ja.

Jaime: In San Diego.

Joe Rogan: Was ist? Die haben welche in San Diego?

Jaime: In San Diego gibt’s welche, ja.

Joe Rogan: Wirklich? Interessant.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wahrscheinlich trennen sie sie.

Elon Musk: Ich meine, wie viele da in einem Käfig sind. Ich dachte mir,…

Joe Rogan: Richtig.

Elon Musk: …das wird ziemlich heftig werden.

Joe Rogan: Ja, wir sind schon ziemlich seltsam. Unser ultimatives Ziel ist es wohl, etwas Neues zu gebären. Und deshalb sind wir so besessen von der Technologie. Denn es ist ja nicht so, dass diese Technologie wirklich…- ich meine, sie verbessert unser Leben sicherlich auf eine gewisse Art und Weise, aber, macht sie die Menschen letztendlich glücklicher im Moment? Die meisten Technologien wohl eher nicht. Du und ich haben vorhin über soziale Medien gesprochen, darüber, dass man einfach kein Instagram auf dem Handy hat und sich nicht damit beschäftigt, und man fühlt sich besser.

Elon Musk: Ja, eines der Probleme mit den sozialen Medien – darauf wurde von vielen hingewiesen – ist, dass die Leute so aussehen, als hätten sie ein viel besseres Leben, als sie es wirklich haben; insbesondere bei Instagram, denke ich.

Joe Rogan: Richtig.

Elon Musk: Also…

Joe Rogan: Mit Absicht.

Elon Musk: Ja. Die Leute posten Bilder, auf denen sie wirklich glücklich sind. Sie modifizieren diese Bilder, damit sie besser aussehen. Selbst wenn sie die Bilder nicht modifizieren, wählen sie zumindest die Bilder mit dem besten Licht, dem besten Winkel aus. So scheinen sie im Grunde viel besser auszusehen, als sie es in Wirklichkeit sind.

Joe Rogan: Stimmt.

Elon Musk: Und sie erscheinen viel glücklicher, als sie wirklich sind. Wenn man sich also all diese Personen auf Instagram anschaut, denkt man vielleicht: „Mann, da sind all diese glücklichen, schönen Menschen, und ich sehe nicht so gut aus und bin nicht glücklich. Also muss ich ätzend sein.“ Und das macht traurig; während diese Leute, von denen man denkt, sie seien super glücklich, in Wirklichkeit gar nicht so glücklich sind. Einige von ihnen sind wirklich deprimiert. Sie sind sehr traurig. Einige der am glücklichsten erscheinenden Menschen sind in Wirklichkeit einige der traurigsten Menschen. Und niemand sieht die ganze Zeit gut aus. Es spielt keine Rolle, wer man ist.

Joe Rogan: Nein, das sollte man noch nicht mal wollen. (40:00)

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Warum wollen die meisten die ganze Zeit toll aussehen?

Elon Musk: Ja, genau. Also, ich denke, so etwas kann einen ziemlich traurig machen, einfach durch den Vergleich, weil man sozusagen… – Die Leute sehen sich generell relativ zu anderen. Es ist, als würden wir unsere Erwartungen ständig neu definieren. Und man kann das sehen, wenn man zum Beispiel eine Sendung wie „Naked and Afraid“ sieht, oder wenn man einfach versucht, eine Weile allein im Wald zu leben. Man merkt sehr schnell, dass die Zivilisation ziemlich toll ist, sie hat eine Menge…- Die Leute wollen bei „Naked and Afraid“ ziemlich schnell zurück in die Zivilisation kommen. (40:40)

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