The Joe Rogan Experience #1169 – Elon Musk (IV)

Der vierte Teil der Joe Rogan Experience #1169 (Minute 1:10:56 – 1:39:26) bietet viel Physik, garniert mit Tesla in Wasser und auf Eis. Viel Spaß mit der deutschen Übersetzung des Gesprächs mit Elon Musk. Zum englischen Transkript und Teil 3 des Interviews gelangen Sie durch Klicken auf die Links.

Joe Rogan: (01:10:56) Gibt es keine Möglichkeit, irgendetwas Magnetisches zu erschaffen, das einem erlaubt zu schweben?

Elon Musk: Technisch gesehen, ja. Man könnte einen Magneten benutzen, der stark genug ist, aber dieser Magnet wäre so stark, dass man eine Menge Ärger verursachen würden.

Joe Rogan: Er würde einfach Autos in mein Auto saugen? Achsen und solche Sachen?

Elon Musk: Ich meine, man müsste Material vom Boden abstoßen oder, in einer wirklich schrägen Situation, sogar Material vom Gravitationsfeld der Erde, und das irgendwie unglaublich leicht machen. Aber ein solcher Magnet würde sehr viel Zerstörung verursachen. Da ist man mit einem Hubschrauber besser dran.

Joe Rogan: Also, wenn es eine Art Magnetstraße gäbe, z.B. zwei Magnete, die sich gegenseitig abstoßen; wenn man eine Art Magnetstraße hätte, die unter einem wäre, und man könnte sich auf dieser Magnetstraße fortbewegen – würde das funktionieren?

Elon Musk: Ja, man könnte eine Magnetbahn bauen.

Joe Rogan: Eine Magnetbahn. Ist das zu lächerlich?

Elon Musk: Nein, es würde funktionieren. Also, man könnte das tun. Ich würde es nur nicht empfehlen.

Joe Rogan: Es gibt eine Menge Dinge, die ich nicht empfehle.

Elon Musk: Ich würde das auf keinen Fall empfehlen. Das wäre nicht gut; nicht klug, denke ich.

Joe Rogan: Nein?

Elon Musk: Nein, definitiv nicht. Das würde eine Menge Ärger verursachen.

Joe Rogan: Du hast also bereits Zeit und Überlegung in diese Sache gesteckt, anders als ich mit meinen töricht wiedergegebenen Gedanken. (1:12:30) Du glaubst also, dass Tunnel der richtige Weg sind?

Elon Musk: Oh, das wird funktionieren, ganz sicher.

Joe Rogan: Das wird funktionieren?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Und diese Tunnel, die ihr im Moment baut, sind im Grunde nur Testversionen deiner ultimativen Idee?

Elon Musk: Es ist nur ein Loch im Boden.

Joe Rogan: Genau. Wir haben Videos davon abgespielt, wo man in dieses Loch in den Boden herabgelassen wird. Und dort befindet man sich dann auf einem Schlitten, und der Schlitten fährt sehr schnell, so 100 Meilen pro Stunde und mehr.

Elon Musk: Ja, das kann sehr schnell fahren. Man kann so schnell fahren, wie man will. Und wenn man lange Strecken zurücklegen möchte, könnte man einfach die Luft aus dem Tunnel absaugen und dabei sicherstellen, dass der Tunnel wirklich gerade ist.

Joe Rogan: Luft aus dem Tunnel absaugen?

Elon Musk: Ja, es ist eine Art Vakuumtunnel, weil die — Je nachdem, wie schnell man fahren will, könnte man (… 1:13:15) diese Räder verwenden, oder man könnte Luftlager benutzen, je nach dem Umgebungsdruck im Tunnel; oder man könnte es als Magnetschwebebahn fahren lassen, wenn man extrem schnell sein will.

Joe Rogan: Also, eine Magnetstraße?

Elon Musk: Ja, eine unterirdische Magnetbahn. Andernfalls würde man eine Menge Ärger verursachen, denn es gibt Dinge aus Metall.

Joe Rogan: Oh. Also, die Magnetstraße wäre der richtige Weg, nur unterirdisch.

Elon Musk: Wenn man sich extrem schnell unter der Erde fortbewegen wollte, wäre eine Magnetschwebebahn in einem Vakuumtunnel die richtige Wahl.

Joe Rogan: Mit Raketenantrieb?

Elon Musk: Nein, ich würde keine Abgase im Tunnel empfehlen.

Joe Rogan: Genau. Man müsste sie herauspumpen, und man hätte wahrscheinlich von vornherein eine begrenzte Menge an Luft. Könnte man dort atmen? Müsste man Sauerstoff in die Kabinen der Transportmittel pumpen?

Elon Musk: Nein. Wir wollen Druckkapseln nutzen. Das sind im Grunde so etwas wie winzige unterirdische Raumschiffe.

Joe Rogan: Wie in einem Flugzeug, in dem man bereits Luft hat. Es kommt keine neue Luft herein.

Elon Musk: Es kommt.

Joe Rogan: Es kommt?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Die haben so etwas wie ein kleines Loch?

Elon Musk: Ja, sie haben eine Pumpe.

Joe Rogan: Wirklich?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Das heißt, die Luft kommt von außen?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wow, das habe ich nicht gewusst.

Elon Musk: Es ist so, als ob die Luft… Flugzeuge haben es leicht, weil man im Grunde… sie sind ziemlich undicht, aber…

Joe Rogan: Jesus.

Elon Musk: Ja, aber das ist kein Problem, so lange die Pumpe mit einer anständigen Geschwindigkeit arbeitet. Sie haben Reservepumpen, drei Pumpen, oder vier Pumpen, oder so. Die Luft entweicht durch das Auslassventil und durch nicht perfekte Dichtungen. Normalerweise dichtet die Tür im Flugzeug nicht richtig ab. (1:15:00) Also gibt es eine kleine Leckage um die Tür herum. Aber die Pumpen übersteigen die Ausflussrate. Und dadurch wird der Druck in der Kabine aufgebaut.

Joe Rogan: Hast Du Dir jemals Flugzeuge angesehen und gedacht: „Ich kann das optimieren. Ich habe einfach nur nicht die Zeit dazu.“

Elon Musk: Ja. Ich habe einen Entwurf für ein Flugzeug.

Joe Rogan: Wirklich?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Ein besseres Design?

Elon Musk: Wahrscheinlich. Ich denke, das ist es, ja.

Joe Rogan: Mit wem hast Du darüber gesprochen?

Elon Musk: Ich habe mit Freunden gesprochen.

Joe Rogan: Ich bin dein Freund. Du kannst es mir sagen. Was hast du? Was ist hier los?

Elon Musk: Nun, ich meine, das Spannendste wäre die Möglichkeit, senkrecht zu starten und zu landen mit Elektroantrieb; so eine Art Überschalljet.

Joe Rogan: Senkrechtes Starten und Landen bedeutet, dass man keine Landebahn braucht. Man steigt einfach gerade nach oben.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wie würde man das machen? Ich meine, sie machen das mit einigen Militärflugzeugen, richtig?

Elon Musk: Ja. Die Angelegenheit ist, dass man in den Horizontalflug übergehen muss. Das, was man für Senkrechtstart und -landung verwenden würden, ist nicht für den Hochgeschwindigkeitsflug geeignet.

Joe Rogan: Also zwei verschiedene Systeme? Der Senkrechtstart ist ein System?

Elon Musk: Ich habe sehr viel darüber nachgedacht.Man möchte mit einem Elektroflugzeug so hoch wie möglich fliegen, aber man braucht eine bestimmte Energiedichte im Akkupack, weil man die potenzielle Energie im Gravitationsfeld überwinden muss. Sobald man die potentielle Energie im Gravitationsfeld überwunden hat und sich in großer Höhe befindet, ist der Energieverbrauch im Reiseflug sehr gering.

Und dann kann man einen großen Teil der potenziellen Energie auf dem Weg nach unten wieder zurückgewinnen. Sie brauchen also wirklich keinen Reservetreibstoff, wenn Sie so wollen, denn Sie haben die Energie der Höhe, die potenzielle Energie im Gravitationsfeld. Das ist eine Menge Energie.

Sobald man also hoch hinaus kann, geht es um ein Kräftegleichgewicht – also, ein Flugzeug, das nicht beschleunigt, ist ein neutrales Kräftegleichgewicht. Man hat die Schwerkraft, man hat die Auftriebskraft, man hat die Tragflächen. Dann hat man die Kraft der Antriebsvorrichtung, also des Propellers oder der Turbine, oder was auch immer es sein mag. Und man hat den Luftwiderstand.

Je höher man fliegt, desto geringer ist der Luftwiderstand. (1:17:30) Die Luftdichte sinkt exponentiell, aber der Luftwiderstand steigt im Quadrat, und exponentiell schlägt Quadrat. Je höher man kommt, desto schneller wird man also mit der gleichen Energiemenge. Und ab einer bestimmten Höhe kann man in Überschallgeschwindigkeit mit weniger Energie pro Meile fliegen, mit ziemlich viel weniger Energie pro Meile, als ein Flugzeug auf 35.000 Fuß, weil es nur eine Kraftbilanz ist.

Joe Rogan: Ich bin zu dumm für diese Unterhaltung.

Elon Musk: Es macht aber Sinn.

Joe Rogan: Nein, ich bin sicher, das tut es.

Nun, wenn Du über diese neue Idee des Designs nachdenkst, wenn Du diese Ideen zur Verbesserung von Flugzeugen hast, fragst du dann irgendjemanden, das genauer zu prüfen?

Elon Musk: Nun, ich habe eine Menge zu tun.

Joe Rogan: Genau. Das ist es, was ich sagen will. Ich weiß nicht, wie du das machst, was du jetzt machst, aber du kommst immer wieder mit so etwas. Allerdings muss es auch schwer sein, diese jemand anderem zu überlassen, so in der Art.: „Hey, geh und mach einen guten Job mit diesem vertikalen Start- und Landesystem, das ich in reguläre Flugzeuge implementieren will.“

Elon Musk: Das Flugzeug, das Elektroflugzeug, ist im Moment nicht notwendig. Elektroautos sind wichtig.Solarenergie ist wichtig. Stationäre Speicherung von Energie ist wichtig. Diese Dinge sind viel wichtiger, als elektrische Überschallflugzeuge zu entwickeln (… 1:18:54). Außerdem ist das Flugzeug natürlich – Man will wirklich diese Energiedichte im Gravitationsfeld für ein Flugzeug, und das verbessert sich mit der Zeit.

Es ist wichtig, dass wir den Übergang zu nachhaltiger Energie beschleunigen. Deshalb ist es wichtig, ob Elektroautos früher oder später kommen. Wir spielen hier wirklich ein gefährliches Spiel mit der Atmosphäre und den Ozeanen.

Wir holen riesige Mengen an Kohlenstoff aus dem Untergrund und befördern sie in die Atmosphäre. Das ist verrückt. Wir sollten das nicht tun. Es ist sehr gefährlich. Also sollten wir den Übergang zu nachhaltiger Energie beschleunigen. Das Bizarre daran ist, dass uns das Öl auf lange Sicht ausgehen wird. Es gibt nur eine begrenzte Menge Öl, die wir fördern und verbrennen können. Das ist völlig logisch. (1:20:00) Wir müssen auf lange Sicht Energietransport und -infrastruktur nachhaltig gestalten.

Wir wissen, dass das der Endpunkt ist. Wir wissen das. Warum also dieses verrückte Experiment durchführen, bei dem wir Billionen Tonnen Kohlenstoff aus dem Untergrund holen und in die Atmosphäre und die Ozeane befördern? Das ist ein verrücktes Experiment. Es ist das dümmste Experiment in der Geschichte der Menschheit. Warum machen wir das? Es ist verrückt.

Joe Rogan: Glaubst Du, dass dies ein Produkt der Eigendynamik ist? Dass wir damit angefangen haben, als es nur ein paar Motoren waren, ein paar hundert Millionen Gallonen Treibstoff auf der ganzen Welt und nicht so eine große Sache? Und dann, langsam aber sicher, über ein Jahrhundert, geriet es außer Kontrolle. Und jetzt ist es nicht nur unser Treibstoff. Fossile Brennstoffe sind in so vielen verschiedenen elektronischen Geräten enthalten, in so vielen verschiedenen Dingen, die Menschen kaufen. Es ist einfach dieses ständige Verlangen nach fossilen Brennstoffen, der ständige Bedarf an Öl ohne Rücksicht auf die Nachhaltigkeit.

Elon Musk: Nun ja, Dinge wie Öl, Kohle, Gas, das ist leicht verdientes Geld.

Joe Rogan: Hast du schon von der sauberen Kohle gehört? Der Präsident hat darüber getwittert. Es muss echt sein. CLEAN COAL, alles in Großbuchstaben. Hast Du das gesehen? Er hat alles in Großbuchstaben geschrieben. Saubere Kohle.

Elon Musk: Nun, es ist sehr schwierig, das CO2 wieder in den Boden zu bringen. Es mag es nicht, in einem festen Zustand zu sein.

Joe Rogan: Hast du schon einmal über so etwas nachgedacht?

Elon Musk: Man bräuchte eine Menge Energie.

Joe Rogan: Wie eine Art Filter, ein riesiger gebäudegroßer Filter, der den Kohlenstoff in der Atmosphäre heraussaugt? Ist das möglich?

Elon Musk: Nein, das ist nicht möglich.

Joe Rogan: Nein?

Elon Musk: Nein, definitiv nicht.

Joe Rogan: Also, sind wir am Arsch?

Elon Musk: Nein, wir sind nicht am Arsch. Allerdings ist das eine ziemlich komplexe Frage. Je mehr Kohlenstoff wir aus dem Boden holen und in die Atmosphäre einbringen, und ein großer Teil davon dringt in die Ozeane ein, desto gefährlicher ist es. Ich glaube nicht, dass wir im Moment… Ich glaube, im Moment geht es noch. Wir können wahrscheinlich sogar noch etwas mehr hinzufügen, aber der Schwung in Richtung nachhaltige Energie ist zu langsam.

Es gibt eine riesige Industriebasis, ein riesiges Transportsystem. Es gibt zweieinhalb Milliarden Autos und LKWs auf der Welt. Und die Neuproduktion von Lkws und Autos (1:22:30) – wenn sie zu 100% elektrisch wäre, ergäbe das nur etwa 100 Millionen pro Jahr. Wenn man mit den Fingern schnippen und sofort alle Autos und LKWs elektrisch betreiben könnte, würde es immer noch 25 Jahre dauern, um die Transportbasis auf elektrisch umzustellen. Das macht Sinn, denn wie lange halten Autos und LKWs bevor sie auf dem Schrottplatz landen und verschrottet werden? Etwa 20 bis 25 Jahre.

Joe Rogan: Gibt es eine Möglichkeit, diesen Prozess zu beschleunigen, zum Beispiel durch Subventionen oder eine finanzielle Unterstützung durch die Regierung?

Elon Musk: Nun, die Sache, die im Moment vor sich geht, ist, dass es eine inhärente Subventionierung in jedem Öl-verbrennenden Gerät gibt. Jedes Kraftwerk oder Auto verbraucht im Grunde die Kohlenstoffkapazität der Ozeane und der Atmosphäre, oder sagen wir einfach kurz Atmosphäre. Man kann also sagen, dass es eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, dass etwas Schlimmes passiert, wenn eine bestimmte Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre überschritten wird.

Es gibt also einen unsicheren Schwellenwert, bei dem, wenn wir zu viel Kohlenstoff in die Atmosphäre einbringen, die Dinge überhitzen, die Ozeane sich erwärmen, die Eiskappen schmelzen, Meeresgrundstücke viel weniger wertvoll werden, wenn etwas unter Wasser liegt; jedoch ist nicht klar, wie hoch dieser Schwellenwert ist. Aber der wissenschaftliche Konsens ist überwältigend.

Ich kenne keinen einzigen seriösen Wissenschaftler, der nicht denkt, dass wir einem ziemlich ernsten Klimarisiko gegenüberstehen. Und so gibt es im Grunde genommen eine Subventionierung bei jeder Sache, die fossile Brennstoffe verbrennt: Kraftwerke, Flugzeuge, Autos, offen gesagt sogar Raketen. Sie verbrennen Treibstoff. Aber bei Raketen gibt es leider keine andere Möglichkeit, in den Orbit zu gelangen. Es ist also der einzige Weg.

Aber bei Autos gibt es definitiv einen besseren Weg mit Elektroautos. (1:25:00) Und die Energie erzeugt man mit Photovoltaik, denn wir haben einen riesigen Atomreaktor am Himmel, der Sonne heißt. Sie ist großartig. Sie taucht sozusagen jeden Tag auf, sehr zuverlässig. Wenn man also Energie aus Sonnenkollektoren erzeugen kann, die in Batterien gespeichert wird, ist man 24 Stunden am Tag mit Energie versorgt.

Man könnten diese Energie mit Hochspannungsleitungen zu den Polen bzw. in den Norden senden. Die meisten der nördlichen Teile der Welt nutzen zusätzlich eine Menge Wasserkraft. Aber wie auch immer, alle mit fossilen Brennstoffen betriebenen Dinge haben eine inhärente Subvention, nämlich ihren Verbrauch der Kohlenstoffkapazität der Atmosphäre und der Ozeane.

Viele fragen sich, warum Elektrofahrzeuge eine Subvention haben sollten, aber sie berücksichtigen nicht, dass alle mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeuge im Grunde durch die Kosten, die Umweltkosten für die Erde, subventioniert werden, aber niemand zahlt dafür. Wir werden dafür bezahlen, offensichtlich. In der Zukunft werden wir dafür bezahlen. Es wird nur im Moment nicht bezahlt.

Joe Rogan: Was ist der Engpass in Bezug auf Elektroautos und LKWs und solche Dinge? Ist es die Batteriekapazität?

Elon Musk: Ja. Die Produktion muss hochgefahren werden. Das Auto muss überzeugen, es muss besser sein als Benzin- oder Dieselautos.

Joe Rogan: Soll es weitere Strecken zurücklegen können?

Elon Musk: Ja, man wird in der Lage sein, weit genug zu fahren und schnell wieder aufzuladen.

Joe Rogan: Und der Roadster? Du rechnest mit 600 Meilen. Ist das korrekt?

Elon Musk: Ja, 600 Meilen.

Joe Rogan: Jetzt schon? Ist schon einer 600 Meilen lang gefahren worden?

Elon Musk: Nein. Wir könnten jetzt schon ein Auto bauen, das 600 Meilen schafft, aber das ist zu teuer.

Joe Rogan: Wie viel teurer?

Elon Musk: Nun, man braucht nur einen 200-Kilowattstunden-Akku, und man kann 600 Meilen weit fahren.

Joe Rogan: Richtig, im Vergleich dazu, was hat er jetzt?

Elon Musk: 330 Meilen Reichweite. Das reicht für die meisten Menschen.

Joe Rogan: 330 Meilen Reichweite. Und was bedeutet das in Bezug auf Kilowatt?

Elon Musk: Nun, das wäre für das Model S ein 100-Kilowattstunden-Pack; das schafft etwa 330 Meilen, vielleicht 335. Aber einige Leute haben es bis auf 500 Meilen ‚hypermiled‘.

Joe Rogan: ‚Hypermiled‘? Was bedeutet das? 45 Meilen pro Stunde oder so? (1:27:30)

Elon Musk: Ja, etwa 30 Meilen pro Stunde oder so. Also, auf ebenem Boden, mit wirklich gut aufgepumpten Reifen und auf einer glatten Oberfläche; dann kann man ziemlich lange fahren. Aber auf jeden Fall schafft man bequem 300 Meilen. Das ist für die meisten Menschen in Ordnung. Normalerweise sind 200 oder 250 Meilen in Ordnung. Bei 300 Meilen denkt man nicht einmal mehr über die Reichweite nach, wirklich.

Joe Rogan: Gibt es eine Möglichkeit, dass man eines Tages Solarenergie auf direktem Weg für die Autos nutzen könnte, besonders in Los Angeles? Ich meine, Du hast gerade diesen riesigen Atomreaktor erwähnt, der eine Million Mal größer als die Erde ist und einfach am Himmel schwebt. Ist es möglich, dass man eines Tages in der Lage sein wird, all diese Autos nur mit Solarenergie zu betreiben? Ich meine, wir haben nie bewölkte Tage, und wenn doch, dann sind es vielleicht drei.

Elon Musk: Nun, die Oberfläche eines Autos ist – ohne dass das Auto wirklich klotzig aussieht oder irgendwelche-

Joe Rogan: Wie eine G-Klasse.

Elon Musk: Ja, mit einer großen Solarfläche, oder vielleicht mit ausklappbaren Solarzellen oder so.

Joe Rogan: Wie deine E-Klasse. Sowas braucht man.

Elon Musk: Der E-Type?

Joe Rogan: Ja, der Jaguar E-Type mit dieser riesig langen Motorhaube; das könnte ein riesiges Solarpanel sein.

Elon Musk: Nun, zu Beginn wollte ich dieses Ding mit den ausklappbaren Solarzellen haben. Man hätte einen Knopf gedrückt, die Solarpanelen hätten sich entfaltet, und das Auto hätte beim Parken aufgeladen werden können. Ja, das könnten wir machen, aber ich denke, es ist wahrscheinlich besser, das einfach auf einem Hausdach zu montieren.

Joe Rogan: Richtig, ja.

Elon Musk: Und dann müsste es die ganze Zeit der Sonne zugewandt sein. Ansonsten könnte Ihr Auto im Schatten stehen. Sie wissen schon, es könnte im Schatten stehen, es könnte in einer Garage stehen oder so etwas.

Joe Rogan: Hatte der Fisker sowas nicht auch auf dem Dach? Der Fisker Karma New Generation für – ich glaube, es war nur für das Radio. Ist das korrekt?

Elon Musk: Ja, aber ich denke, es könnte immerhin zwei Meilen pro Tag oder so aufladen.

Joe Rogan: Hast du gelacht, als sie anfingen zu explodieren, nachdem sie mit Wasser in Berührung kamen? Kannst du dich daran erinnern?

Elon Musk: Sie haben was?

Joe Rogan: Ja, sie hatten ein Autohaus oder…

Elon Musk: Oh ja.

Joe Rogan: Die Fisker Karmas waren dort geparkt.

Elon Musk: Ist das so ähnlich wie bei der Überschwemmung in Jersey?

Joe Rogan: Ja,als der Hurrikan kam, wurden sie mit Wasser überflutet und fingen alle an zu explodieren. Es gibt ein verdammt gutes Video davon. Hast du das Video gesehen?

Elon Musk: Ich habe mir das Video nicht angeschaut, aber ich habe ein paar Bilder gesehen.

Joe Rogan: An deiner Stelle würde ich mir das Video ansehen und mich kaputtlachen. Sie sind alle hochgegangen. Sie wurden nass und sind explodiert. Das war nicht gut.

Elon Musk: Wir haben unsere Batterie wasserdicht gemacht, damit das nicht passiert.

Joe Rogan: Kluger Schachzug.

Elon Musk: Da war ein Typ in Kasachstan, der (1:30:00) – ich glaube, es war Kasachstan – der einfach durch einen gefluteten Tunnel gefahren ist. Er hat mit Rädern gelenkt und das Gaspedal gedrückt, und er ist einfach durch diesen Tunnel geschwommen.

Joe Rogan: Wow.

Elon Musk: Und er konnte um die anderen Autos herumgesteuern.

Joe Rogan: Das ist erstaunlich.

Elon Musk: Das ist im Internet.

Joe Rogan: Was passiert, wenn ein Tesla ein wenig seitwärts schlittert, z. B. wenn man im Schnee fährt? Wenn der Autopilot eingeschaltet ist und man in Denver ist und es schneit und das Auto fängt an zu schlittern, korrigiert es sich dann selbst?

Elon Musk: Oh ja. Es hat eine tolle Traktionskontrolle.

Joe Rogan: Aber weiß es auch, wie man es richtig macht? Wie man gegensteuert, wenn zum Beispiel das Heck seitlich ausbricht?

Elon Musk: Oh, ja. Das kann es wirklich gut.

Joe Rogan: Es weiß, wie man das macht?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wow. Wenn man also seitwärts wegrutscht, weiß das Auto, wie es sich selbst korrigiert?

Elon Musk: Es wird normalerweise nicht zur Seite wegrutschen.

Joe Rogan: Wird es nicht?

Elon Musk: Nein.

Joe Rogan: Warum nicht?

Elon Musk: Es wird sich selbst korrigieren, bevor es seitwärts geht.

Joe Rogan: Auch bei Glatteis?

Elon Musk: Ja. Es gibt Videos, in denen man das sehen kann.Das Traktionskontrollsystem ist sehr gut. Damit fühlt man sich wie Superman. Es ist großartig. Es gibt einem das Gefühl, ein unglaublicher Fahrer zu sein.

Joe Rogan: Das glaube ich. Wie programmiert man das?

Elon Musk: Wir machen Tests auf einem Eissee in Schweden.

Joe Rogan: Ach wirklich?

Elon Musk: Ja. Und in Norwegen, und Kanada, und ein paar anderen Orten.

Joe Rogan: Porsche macht das auch oft.

Elon Musk: Sie machen das auch.

Joe Rogan: Sie machen einen Teil ihrer Fahrschule auf diesen gefrorenen Oberflächen. Das Auto fährt seitwärts, ob du es willst oder nicht. Und man muss lernen, wie man in die Kurven rutscht und wie man es ausgleicht.

Elon Musk: Ja. Elektroautos haben eine wirklich tolle Traktionskontrolle, weil die Reaktionszeit so schnell ist.Bei einem Benziner hat man eine große Verzögerung. Es dauert eine Weile, bis der Motor reagiert, aber bei Elektromotoren ist es unglaublich präzise. Stell dir vor, du hättest einen Drucker oder so etwas. Du möchtest keinen Drucker mit Benzinmotor. Das wäre ziemlich seltsam. Oder ein chirurgisches Gerät. Ein chirurgischen Gerät wie auch ein Drucker haben immer einen Elektromotor. Ein Benzinmotor würde nur vor sich hin tuckern. Er hat nicht die Reaktionszeit.

Aber ein Elektromotor (1:32:30) arbeitet auf Millisekunden-Ebene. Also kann er die Traktion innerhalb von Zentimetern ein- und ausschalten, wenn man z.B. auf einer Eisfläche fährt. Er schaltet die Traktion aus und schaltet sie ein paar Zentimeter nach dem Eis wieder ein, zum Beispiel bei einer kleinen Eisfläche, weil man sich in der Wahrnehmung des Elektromotors unglaublich langsam bewegt. Man ist wie eine… Man ist eine Schnecke. Man bewegt sich nur so langsam, weil der Elektromotor es mit 1.000 Bildern pro Sekunde wahrnimmt. Und während man einmal ‚Mississippi‘ sagt, hat er bereits tausendmal über die Dinge nachgedacht.

Joe Rogan: Also, das Auto hat erkannt, dass die Räder keine Traktion bekommen. Es versteht, dass man sich auf einer rutschige Oberfläche befindet.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Und es macht Anpassungen in Echtzeit.

Elon Musk: Ja, in Millisekunden.

Joe Rogan: Das wäre so viel sicherer als ein normales Auto.

Elon Musk: Ja, das ist es.

Joe Rogan: Allein schon deshalb möchte man, dass seine Liebsten einen Tesla fahren. Ich bin an Bord. Scheiß auf Motoren. Kumpel, scheiß auf normale Motoren.

Elon Musk: Model S, X und 3 haben die geringste Verletzungswahrscheinlichkeit aller Autos, die jemals von der US-Regierung getestet wurden.

Joe Rogan: Wow.

Elon Musk: Ja, aber es ist ziemlich verrückt. Die Leute verklagen uns immer noch. Wenn sie zum Beispiel einen Unfall mit 60 Meilen pro Stunde hatten und sich dabei den Knöchel verstauchen, verklagen sie uns. In jedem anderen Auto wären sie tot, aber sie verklagen uns trotzdem.

Joe Rogan: Aber das war doch zu erwarten, oder?

Elon Musk: Das war zu erwarten.

Joe Rogan: Betrachtest Du das mit dem gleichen fatalistische Unterton, also sozusagen: „Es ist wie es ist. So sind die Menschen halt?“

Elon Musk: Ich habe ziemlich großen Respekt vor dem Justizsystem. Die Richter sind sehr klug. Bis jetzt habe ich Richter als sehr gut in der Justiz empfunden, und die Geschworenen sind auch gut. Die sind wirklich gut. Man liest über gelegentliche Fehler im Justizsystem. Lass mich dir sagen, die meiste Zeit über sind sie sehr gut.

Der Typ, den ich erwähnt habe, der im Auto eingeschlafen ist und einen Radfahrer überfahren hat; was mich überzeugt hat, den Autopiloten so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen. (1:35:00) Dieser Typ hat uns verklagt.

Joe Rogan: Er hat euch verklagt, weil er eingeschlafen sind?

Elon Musk: Ja. Ich mache keine Witze. Er hat es auf den Geruch des neuen Autos geschoben.

Joe Rogan: Was?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Er hat das Einschlafen auf den Neuwagengeruch geschoben?

Elon Musk: Das ist wirklich passiert.

Joe Rogan: Irgendwo ist ein Anwalt, der das vor seinem Laptop durchdacht hat, bevor er diese Klage aufgesetzt hat.

Elon Musk: Ja, er hat sich einen Anwalt genommen und uns verklagt, und der Richter hat gesagt: „Das ist verrückt. Hören Sie auf, mich zu belästigen. Nein.“

Joe Rogan: Gott sei Dank. Gott sei Dank gibt es da draußen einen Richter, der ein Gehirn hat.

Elon Musk: Ich sage dir, die Richter sind sehr gut.

Joe Rogan: Einige von ihnen. Was ist mit dem Richter, der all diese Jungs in Pennsylvania in den Bau geschickt hat, der diese Kinder verkauft hat? Du weißt von dieser Geschichte?

Elon Musk: Nein.

Joe Rogan: Der Richter hat kleine Jungen an Gefängnisse verkauft.

Elon Musk: Was?

Joe Rogan: Ja, buchstäblich, für Bestechungsgelder.

Elon Musk: War das ein gewählter Richter? Weil man manchmal einen Richter hat, der eigentlich ein Politiker ist.

Joe Rogan: Nein, er war ein gewählter Richter. Die Geschichte ist sehr bekannt.

Elon Musk: Okay.

Joe Rogan: Er ist jetzt im Gefängnis, ich glaube, für den Rest seines Lebens. Er steckte zum Beispiel einen kleinen Jungen, der so etwas wie einen Ladendiebstahl beging, für fünf Jahre in den Knast. Etwas lächerlich Ungeheuerliches. Sie untersuchten seine Vergangenheit und fanden heraus, dass er buchstäblich bestochen wurde.

(zu Jamie) Waren das private Gefängnissen? War das der Deal? Wie auch immer, dieser Richter ist…

Jamie: Tatsächlich waren es zwei Richter.

Joe Rogan: Zwei Richter?

Jamie: Zwei Richter. ‚Kids-for-cash‘ Skandal wurde es genannt.2008, ja. Richter des ordentlichen Rechtswesens. Also, ich denke, sie wurden gewählt.

Joe Rogan: Und wer hat sie bezahlt? Jemand – es wurde bewiesen, dass jemand sie bezahlt hat, um mehr Köpfe in diesen privaten Gefängnissen einsitzen zu lassen.

Jamie: Es ging um Millionenzahlungen vom Erbauer und Miteigentümer von zwei gewinnorientierten Haftanstalten.

Joe Rogan: Millionen-Dollar-Zahlungen?

Jamie: Ja.

Elon Musk: Ich denke schon, dass diese Sache mit den privaten Gefängnissen einen schlechten Anreiz schafft.

Joe Rogan: Das ist finster.

Elon Musk: Das stimmt. Aber, dieser Richter ist im Gefängnis.

Joe Rogan: Gott sei Dank.

Elon Musk: Aber den Leuten, die denken, dass das Justizsystem vielleicht nur aus solchen Richtern besteht, möchte ich versichern, das ist nicht der Fall. Die große Mehrheit der Richter ist sehr gut.

Joe Rogan: Da stimme ich zu.

Elon Musk: Sie kümmern sich um Gerechtigkeit, dabei hätten sie viel mehr Geld verdienen können als Prozessanwalt. Stattdessen kümmerten sie sich um die Gerechtigkeit, und sie verdienten weniger Geld, weil ihnen die Gerechtigkeit etwas bedeutet. (1:37:30) Das ist der Grund, warum sie Richter sind.

Joe Rogan: Das empfinde ich auch bei Polizeibeamten so.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Ich habe das Gefühl, dass es so viele Interaktionen von so vielen verschiedenen Menschen mit Polizeibeamten gibt, dass die wenigen, die herausstechen und schrecklich sind, uns dazu bewegen zu denken: „Das ist der Beweis, dass alle Polizisten korrupt sind.“ Und ich denke, das ist irre.

Elon Musk: Nein. Die meisten Polizisten sind sehr ehrlich.

Joe Rogan: Ja.

Elon Musk: Wie das Militärpersonal, das ich kenne. Das sind sehr ehrenhafte, ethische Menschen. Oft viel ehrenhafter und ethischer als der Durchschnittsmensch. Das ist mein Eindruck.

Joe Rogan: Ich stimme zu. Das ist auch mein Eindruck.

Elon Musk: Das soll nicht heißen, dass wir selbstgefällig sein und davon ausgehen sollen, dass jeder ehrlich und ethisch ist. Und natürlich, wenn jemand einen vertrauenswürdigen Platz in der Gesellschaft einnimmt, wie z. B. ein Polizist oder ein Richter, und er ist korrupt, dann müssen wir besonders wachsam gegenüber solchen Situationen sein und Maßnahmen ergreifen. Aber wir sollten nicht denken, dass dies irgendwie allgemein für Menschen in diesem Beruf zutrifft.

Joe Rogan: Ich könnte nicht mehr zustimmen. Ein Problem ist sicherlich auch, dass Polizisten, Staatsanwälten und jeder, der versucht, andere zu verurteilen oder zu verhaften, das irgendwann als eine Art Spiel sieht. Und bei Spielen wollen die Leute gewinnen.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Und manchmal schummeln die Leute.

Elon Musk: Nun ja, wenn man Staatsanwalt ist, sollte man nicht immer gewinnen wollen. Es gibt Zeiten, in denen man sagen sollte: „Okay, ich sollte diesen Fall einfach nicht gewinnen wollen“, und den Fall einfach abgeben. Manchmal wollen die Leute zu sehr gewinnen. Das ist wahr.

Ich glaube, es ist auch schwierig. Wenn man Staatsanwalt ist, neigt man dazu, eine Menge Krimineller zu sehen. Und dann kann die Sicht auf die Welt negativ werden. Man kann eine negative Sicht auf die Welt bekommen, wenn man ausschließlich mit einer Menge Krimineller zu tun hat. Aber eigentlich besteht der Großteil der Gesellschaft nicht aus Kriminellen.

Joe Rogan: Richtig. (01:39:26)

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