The Joe Rogan Experience #1169 – Elon Musk (V)

Dieses ist der fünfte, letzte und – mit einer knappen Stunde Laufzeit (01:39:26 – 02:36:53) – längste Teil der Übersetzung der Joe Rogan Experience #1169 mit Elon Musk. Abgesehen von der berühmten, aber recht unspektakulären Joint-Szene bietet dieses Gespräch Einblick in Ansichten über die menschliche Natur und einen sehr schönen Ansatz, wie wir besser miteinander umgehen können. Außerdem geht es unter anderem um Datenschutz, den ersten Tesla, Porsches Physik, Solarglasdächer, Uhren, Pferde, Joes merkwürdigen Traum und Elons schlaflose Nächte – alles in allem eine wilde Mischung. Zum englischen Transkript und zu Teil vier des Interviews gelangen Sie durch Klicken auf die Links.

Elon Musk: (01:39:26) Und tatsächlich, ich unterhielt mich einmal beim Abendessen vor einigen Jahren mit einem Staatsanwalt. Ich sagte: „Das muss einen doch manches Mal ziemlich runterziehen, wenn man bedenkt, was für schreckliche Menschen es gibt.“ Er stimmte dem zu. Er hatte mit einem Fall zu tun, bei dem ein paar alten Damen Menschen überfuhren, um Geld von Versicherungen zu kassieren. Das war wirklich heftig. Es ist schwer, den Glauben an die Menschheit aufrechtzuerhalten, wenn man ein Staatsanwalt ist, (01:40:00) aber es sind nur ein paar Prozent der Gesellschaft, die wirklich schlechte Menschen sind.

Und wenn man dann die Schlimmsten betrachtet, sagen wir die 0,1 % Schlimmsten der Gesellschaft, einer von tausend, einer von einer Million –  wie böse ist zum Beispiel der millionste schlechteste Mensch in den Vereinigten Staaten? Verdammt böse. Unvorstellbar böse. Einer unter einer Million ist so böse, dass die Leute sich das gar nicht vorstellen können. Aber es gibt 330 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten. Das sind also 330 Menschen irgendwo da draußen. Aber genauso gibt es auf der anderen Seite auch 330 Menschen, die unglaubliche Engel und unglaublich gute Menschen sind.

Joe Rogan: Aber wegen unserer Angst vor der Gefahr neigen wir dazu, uns auf das Worst-Case-Szenario zu konzentrieren. Und daran halten wir fest. Das ist eines der wirklichen Probleme mit Vorurteilen; ob es nun Vorurteile gegenüber verschiedenen Minderheiten sind, oder Vorurteile gegenüber Polizisten, oder irgendetwas anderes; wir betrachten das Worst-Case-Szenario und sagen: „Das ist mal wieder ein Beispiel dafür.“

So werden sogar die Geschlechter eingeordnet. Manche Männer machen das bei Frauen. Sie wurden von ein paar Frauen abgezockt und beschließen: „Alle Frauen sind böse.“ Und manche Frauen werden von ein paar Männern verarscht und sagen: „Alle Männer sind scheiße.“ Und das ist toxisch. Es ist eine sehr unausgewogene Art, die Welt zu sehen, die sehr auf Emotionen und auf eigenen anekdotischen Erfahrungen beruht. Sowas beeinflusst die Menschen um einen herum und es ist einfach gefährlich. Es ist ein gefährlicher Denkprozess und ein gefährliches Muster, das man fördert.

Elon Musk: Das ist es. Es ist ein sehr gefährliches Muster. Ich denke wirklich, dass die Menschen anderen Menschen einen Vertrauensvorschuss geben und davon ausgehen sollten, dass sie gut sind, bis das Gegenteil bewiesen ist. Und ich denke, dass die meisten Menschen eigentlich ziemlich gute Menschen sind. Niemand ist perfekt.

Joe Rogan: Sie müssen gut sein. Wenn man sich vorstellt, wie viele es von uns gibt, die ständig miteinander interagieren – wir müssen besser sein, als wir glauben, dass wir es sind. Es führt kein Weg dran vorbei.

Elon Musk: Hier sind zum Beispiel diese Waffen, aber dennoch hat vermutlich noch niemand versucht, dich damit zu ermorden.

Joe Rogan: Noch niemand.

Elon Musk: Ja, niemand. Obwohl das Schwert dort liegt.

Joe Rogan: Und der Flammenwerfer, der keiner ist.

Elon Musk: Genau.

Joe Rogan: Das ist kein Flammenwerfer. Den werde ich auch auf die andere Seite legen und den Gästen überlassen.Ich sage dann: „Also, falls ich was richtig Blödes loslasse – da liegt alles.“

Elon Musk: Es wird die Sache mit Sicherheit beleben. Sowas macht garantiert jede Party besser.

Joe Rogan: Ja. Nun, das ist die Theorie der bewaffneten Zivilisation, richtig? Eine bewaffnete Gemeinschaft ist eine sichere und höfliche Gemeinschaft. In Texas ist das sogar wahr. Die Leute in Texas sind super höflich. Weil sie bewaffnet sind.

Elon Musk: Mach besser niemanden wütend. Man weiß nicht, was passieren kann.

Joe Rogan: Es ist kein guter Schachzug, die Leute zu verärgern, wenn jeder eine Waffe haben kann.

Joe Rogan: Du solltest den anderen Autofahrer besser in deine Spur wechseln lassen.

Elon Musk: Wir haben ein großes Testgelände in Zentraltexas in der Nähe von Waco.

Joe Rogan: Ach ja? Schön.

Elon Musk: Ja, SpaceX in McGregor. Das ist etwa 15 Minuten von Waco entfernt.

Joe Rogan: Das ist ganz in der Nähe, wo Ted Nugent wohnt.

Elon Musk: Ist es?

Joe Rogan: Ein Hoch auf Ted Nugent.

Elon Musk: Okay, cool.

Also, bei uns passiert viel mit Feuer und lauten Explosionen und so, und die Leute bleiben entspannt.

Joe Rogan: Denen da draußen ist das scheißegal.

Elon Musk: Sie sind sehr kooperativ.

Joe Rogan: Man kann Feuerwerkskörper dort kaufen, wo Kinder zur Schule gehen.

Elon Musk: Es ist durchaus gefährlich.

Joe Rogan: Ja, aber es ist frei.

Elon Musk: Es ist freiheitlich.

Joe Rogan: Texas hat etwas, das sehr verlockend ist, weil es so ist. Es ist gefährlich, aber es ist auch frei.

Elon Musk: Genau. Tatsächlich mag ich Texas ganz gerne.

Joe Rogan: Ich bevorzuge es gegenüber Orten, die restriktiver, aber liberaler sind, weil man immer liberal sein kann. Nur weil die Dinge frei sind und nur weil man eine gewisse Anzahl von rechtsgerichteten Charakteren hat, heißt das nicht, dass man so sein muss. Und, ehrlich gesagt gibt es eine Menge dieser Leute, die verdammt aufgeschlossen sind und dich tun lassen, was du tun willst. Solange man sie nicht belästigt.

Elon Musk: Ja, das stimmt.

Joe Rogan: Ich setze meine Hoffnung auf die Art und Weise, wie wir heute miteinander kommunizieren können. Das unterscheidet sich radikal von früheren Generationen. Wir erkennen alle, wie Du sagst, dass die meisten Menschen gut sind.

Elon Musk: Die meisten Menschen sind gut.

Joe Rogan: Die große Mehrheit.

Elon Musk: Ja. Ich denke, wenn man den Leuten den Vorteil des Zweifels gibt, sicher.

Joe Rogan: Ich glaube, du hast Recht. Weißt du, was dabei helfen könnte? Pilze.

Elon Musk: Pilze?

Joe Rogan: Meinst du nicht?

Elon Musk: Sie sind köstlich.

Joe Rogan: Ja, genau. Sie sind auch gut für dich. Alle von ihnen. Alle Arten von ihnen.

Was siehst du hinsichtlich der Zukunft deiner Unternehmen, (01:45:00) als Engpässe? Welche Gründe gibt es, die Innovation zurückhalten könnten? Sind es Regulierungskommissionen und Leute, die die Technologie nicht verstehen, die die Politik beeinflussen? Was könnte euch im Moment möglicherweise aufhalten? Gibt es etwas, das du ändern würdest?

Elon Musk: Ja, das ist eine gute Frage. Ich wünschte, Politiker würden sich besser mit wissenschaftlichen Themen auskennen. Das würde eine Menge helfen.

Joe Rogan: Das ist ein Problem?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Es gibt keinen Anreiz für sie, gut in Naturwissenschaften zu sein.

Elon Musk: Gibt es nicht. Allerdings sind sie in China ziemlich gut in der Wissenschaft, muss ich sagen. Der Bürgermeister von Peking hat, glaube ich, einen Abschluss in Umwelttechnik, und der stellvertretende Bürgermeister hat einen Abschluss in Physik. Ich habe sie getroffen, und der Bürgermeister sagte: „Shanghai hat sehr viel Intelligenz.“

Joe Rogan: Sie sind auf dem neuesten Stand der Technik. Was hälst Du von dem Regierungsvorgehen, die Verwendung von Huawei-Telefonen zu unterbinden? Sie haben wohl Sorgen bezüglich möglicher Spionage. Die Tech-Leute, von denen ich gehört habe, denken, dass das Blödsinn ist.

Elon Musk: Ich weiß es nicht.

Joe Rogan: Die Regierung sagt: „Kaufen Sie keine Huawei-Handys.“ Bist du da überhaupt auf dem Laufenden? Nein? Sollten wir diese Idee einfach aufgeben?

Elon Musk: Wenn man mit streng geheimen Informationen zu tun hat, dann sollte man ziemlich vorsichtig sein, welche Hardware man verwendet. Aber die meisten Leute haben keine streng geheimen Sachen. Niemand interessiert sich wirklich dafür, welche Pornos man sich ansieht. Das interessiert wirklich niemanden.

Joe Rogan: Wenn sie das tun würden, wäre das nett.

Elon Musk: Nationale Spionageagenturen scheren sich einen Dreck darum, welche Pornos jemand schaut. Es interessiert sie nicht. Also, für welche Geheimnisse eines Durchschnittsbürgers interessiert sich eine nationale Spionagebehörde? Für keine.

Joe Rogan: Nun, das ist das Argument gegen das Narrativ. Die wirkliche Sorge dieser Tech-Leute ist, dass Unternehmen wie Huawei Innovation in einem radikalen Tempo betreiben. Sie möchten sie davon abhalten, sich damit in unsere Kultur einmischen zu können. Zurzeit belegen sie Platz 2 der Handy-Hersteller weltweit. Samsung ist die Nummer eins. Huawei ist die Nummer zwei. Apple ist jetzt die Nummer drei. Sie haben Apple überholt. Und das alles geschieht, ohne dass sie überhaupt in Amerika Fuß gefasst haben. Es gibt hier keinen Provider, der ihre Telefone anbietet. Man muss das Telefon separat kaufen und kann dann eine SIM-Karte reinmachen.

Und man macht sich Sorgen, dass das von der chinesischen Regierung kontrolliert wird; dass die kommunistische chinesische Regierung diese Telefone vertreibt. Ich weiß nicht, ob die Sorge dem wirtschaftlichen Einfluss gilt oder der dadurch möglichen Macht. Hast du einen Blick darauf?

Elon Musk: Nicht wirklich. Ich glaube nicht, dass wir uns zu viele Gedanken über Huawei-Telefone machen sollten. Vielleicht sollte eine nationale Sicherheitsbehörde keine Huawei-Telefone haben. Vielleicht sollte man darauf achten. Aber ich denke, für den Durchschnittsbürger spielt das keine Rolle. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die chinesische Regierung sich nicht um die Machenschaften des durchschnittlichen amerikanischen Bürgers kümmert.

Joe Rogan: Wird es deiner Meinung nach irgendwann keinen Datenschutz mehr geben, so dass es unmöglich sein wird, Informationen zurückzuhalten? Dass es keinen Datenschutz, keine Privatsphäre mehr geben wird, da jegliche Hürde zwischen Privatsphäre und ultimativer Innovation überbrückt werden musste, damit wir die nächste Stufe der technologischen Leistungsfähigkeit erreichen?

Elon Musk: Wollen die Menschen Privatsphäre? Denn sie scheinen alles ins Internet zu stellen.

Joe Rogan: Nun, im Moment sind sie verwirrt, aber wenn du über Neuralink sprichst und diese Idee, dass wir eines Tages in der Lage sein werden, Informationen zu teilen, und dass wir eine Art Ding sein werden, das symbiotisch verbunden ist?

Elon Musk: Ja. Ich denke, wir müssen uns diesbezüglich wirklich Gedanken über den Datenschutz machen. Das wird eines der Hauptthemen sein.

Joe Rogan: Aber auch darüber, was wir sein werden. Das wird etwas komplett anderes sein. Unsere Sorgen um Geld, um Status, um all diese Dinge, werden scheinbar auf der Strecke bleiben, wenn wir wirklich erleuchtet werden, wenn wir wirklich künstlich erleuchtet werden durch eine Art von KI-Schnittstelle, wo wir diese symbiotische Beziehung mit einer neuen Art von Internet-Verbindung zu Informationen haben. (01:50:00) Aber was passiert dann? Was wird wichtig sein? Was wird nicht wichtig sein? Wird Privatsphäre wichtig sein, wenn wir alle Götter sind?

Elon Musk: Nun, die Dinge, die wir jetzt privat halten wollen, werden wahrscheinlich nicht mehr…

Joe Rogan: Beschämendes, richtig? Informationen, richtig? Was verbergen wir? Emotionen? Was verstecken wir?

Elon Musk: Ich weiß nicht. Vielleicht peinliches Zeug?

Joe Rogan: Richtig, peinliches Zeug.

Elon Musk: Aber ich denke, es gibt nicht so viel, was von den Leuten privat gehalten wird, das tatsächlich relevant ist. Das andere Menschen tatsächlich interessieren würde. Man denkt nur, dass andere Leute sich dafür interessieren würden, aber sie interessieren sich nicht wirklich dafür. Und ganz sicher tun das die Regierungen nicht.

Joe Rogan: Nun, einige Leute interessieren sich dafür. Aber dann wird es seltsam, wenn es enthüllt wird. Wie bei Jennifer Lawrence, als diese Nacktbilder von ihr öffentlich wurden; ich habe den Eindruck, dass viele sie in gewisser Weise dadurch mehr mochten. Sie erkannten, dass sie nur eine Person ist. Sie ist nur ein Mädchen, das Sex mag und einfach nur lebt, und einen Freund hat und ihm Nachrichten schickt. Und dann haben alle zu sehen bekommen, was sie nicht zu sehen bekommen sollten; aber jemand hat es online gestellt.

Elon Musk: Es scheint ihr gut zu gehen.

Joe Rogan: Sie ist eine Person. Sie ist wie du und ich. Wir sehen sie nur normalerweise an einem seltsamen Ort, wo sie auf einem 35 Fuß hohen Bildschirm ist und jedes Mal Musik spielt, wenn sie spricht.

Elon Musk: Ja. Ich bin mir sicher, dass sie nicht glücklich darüber war, aber es geht ihr offensichtlich gut.

Joe Rogan: Aber wenn diese Schnittstelle erst einmal vollständig realisiert ist, wo wir wirklich zu etwas viel Mächtigerem werden, was unsere kognitiven Fähigkeiten angeht, unsere Fähigkeit, irrationale Gedanken zu verstehen und sie abzuschwächen, und wenn wir alle auf eine verrückte Art und Weise miteinander verbunden sind – was wären unsere Gedanken über Reichtum, unsere Gedanken über sozialen Status? Wie viel davon löst sich einfach in Luft auf? Vielleicht wird unser Bedürfnis nach Privatsphäre der ultimative Engpass sein, den wir überwinden müssen.

Elon Musk: Ich denke, die Dinge, die wir jetzt für wichtig halten, werden in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr wichtig sein, aber es wird Dinge geben, die wichtig sind. Es werden nur ganz andere Dinge sein.

Joe Rogan: Was wird wichtiger werden?

Elon Musk: Ich weiß es nicht. Möglicherweise gibt es noch ein paar weitere Ideen. Ich glaube nicht, dass Darwin verschwinden wird. Darwin wird immer da sein. Es wäre nur eine andere Arena.

Joe Rogan: Eine digitale Arena.

Elon Musk: Eine andere Arena. Darwin wird nicht verschwinden.

Joe Rogan: Was hält dich nachts wach?

Elon Musk: Nun, es ist ziemlich schwer, Unternehmen zu führen. Besonders Autofirmen, würde ich sagen. Das ist ziemlich herausfordernd.

Joe Rogan: Das Autogeschäft ist das härteste von allem, was du tust?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Weil es ein verbraucherorientiertes Geschäft ist, im Gegensatz zu SpaceX?

Elon Musk: SpaceX ist kein Spaziergang. Aber eine Autofirma am Leben zu erhalten ist verdammt schwierig. Es gibt nur zwei US-Autofirmen in der Geschichte, die nicht bankrott gegangen sind, und das sind Ford und Tesla. Das war’s.

Joe Rogan: Ja, Ford hat diesen verrückten Sturm überstanden. Sie sind die Einzigen.

Elon Musk: Mit Ach und Krach.

Joe Rogan: Ein Hoch auf den Mustang. Ja, mit knapper Not. Das ist interessant, oder?

Elon Musk: Das Gleiche bei Tesla, wir haben kaum überlebt.

Joe Rogan: Wie nahe wart ihr einem Zusammenbruch?

Elon Musk: Sehr nah. 2008 war keine gute Zeit, eine Autofirma zu gründen, besonders eine Elektroautofirma. Das war wie Dummheit zum Quadrat.

Joe Rogan: War das, als ihr diesen coolen Roadster mit dem T-Top hattet?

Elon Musk: Ja. Das war ein stark modifiziertes Elise-Chassis. Die Karosserie war komplett anders. Das war übrigens eine total dämliche Strategie, die wir da verfolgt haben.

Joe Rogan: Warum war das dämlich?

Elon Musk: Es basierte auf zwei falschen Prämissen. Eine falsche Prämisse war, dass wir in der Lage sein würden, den Lotus Elise billig umzubauen und ihn als Autoplattform zu nutzen. Zudem nahmen wir an, dass wir in der Lage sein würden, die Technologie dieser kleinen Firma namens AC Propulsion für den elektrischen Antriebsstrang und die Batterie zu nutzen.

Das Problem war, dass die AC-Antriebstechnologie in der Produktion nicht funktionierte und wir auf lange Sicht nichts davon verwenden konnten. Nichts davon. Wir mussten auf alles verzichten. Und wenn man dann ein Batteriepaket und einen Elektromotor zum Auto hinzufügt, wird es schwerer. Es wurde 30 % schwerer. Das machte die gesamte Struktur unbrauchbar. (01:55:00) Alles musste neu gemacht werden. Ich glaube, wir konnten insgesamt weniger als 7 % der Teile vom Chassis und von der Technik übernehmen.

Joe Rogan: 7 %?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Alles? Einschließlich Reifen und Räder, Schrauben, Bremsen?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Lenkrad? Sitz?

Elon Musk: Ich glaube, das Lenkrad war fast das gleiche. Ja, und die Windschutzscheibe.

Joe Rogan: Die war auch anders?

Elon Musk: Nein, die Windschutzscheibe ist die gleiche. Wir konnten die Windschutzscheibe beibehalten.

Joe Rogan: Weniger als 7 %. Also, das ist im Grunde…

Elon Musk: Jedes Karosserieteil ist anders. Die gesamte Struktur war anders. Wir konnten das HVAC-System, die Klimaanlage, nicht verwenden. Es war eine riemengetriebene Klimaanlage. Also brauchten wir etwas, das elektrisch angetrieben wurde. Wir brauchten einen neuen Kompressor dafür.

Joe Rogan: Und all das geht auch zu Lasten der Akkulaufzeit, richtig?

Elon Musk: Ja. Wir brauchten eine kleine, hocheffiziente Klimaanlage, die in ein winziges Auto passt und elektrisch betrieben wurde, nicht über einen Riemen. Das war sehr schwierig.

Joe Rogan: Wie viel wiegen diese Autos, der Roadster?

Elon Musk: Ich glaube, es waren 2.700 Pfund.

Joe Rogan: Das ist immer noch sehr leicht.

Elon Musk: 2.700. Je nachdem, welche Version, 2.650 bis 2.750 Pfund, so ungefähr.

Joe Rogan: Und wie war die Gewichtsverteilung?

Elon Musk: Ungefähr 50 – Nun, es gab verschiedene Versionen des Autos. Also, es waren etwa 55 % am Heck.

Joe Rogan: Das ist nicht schlecht.

Elon Musk: Er hatte eine Tendenz zum Heck.

Joe Rogan: Genau, aber nicht schlecht. Wenn man bedenkt, dass ein 911er einer der beliebtesten Sportwagen aller Zeiten ist. Starke Tendenz zum Heck.

Elon Musk: Nun, ich meine, ja. Ohne Quatsch, der 911 ist ein Meisterstück, obwohl Newton nicht auf seiner Seite ist. Wenn man gegen Newton kämpft, ist es sehr schwierig. Die Trägheitsmomente bei einem 911er machen keinen Sinn.

Joe Rogan: Das tun sie, sobald man sie versteht. Wenn man sie einmal verstanden hat…

Elon Musk: Man sollte den Motor nicht an den Hintern hängen. Das ist kein kluger Schachzug.

Joe Rogan: Man sollte nicht vom Gas gehen, wenn man in einer Kurve ist.

Elon Musk: Wenn der Motor über der Hinterachse oder hinter der Hinterachse montiert ist, wird das polare Trägheitsmoment grundlegend vermasselt. Das kann man nicht lösen. Man hat grundsätzlich verloren, wenn man das Auto wie einen Kreisel auslegt.

Ich habe übrigens versprochen, dass ich in dieser Sendung nicht fluchen werde.

Joe Rogan: Wirklich?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wem?

Elon Musk: Einem Freund.

Joe Rogan: Sag dem Freund, er soll sich ficken. Wer hat dir gesagt, dass du nicht fluchen sollst?

Elon Musk: Ein Freund.

Joe Rogan: Das ist kein guter Freund.

Elon Musk: Ich sagte, ich würde nicht fluchen.

Joe Rogan: Mach dir klar, dass du der verdammte Elon Musk bist. Du kannst machen, was du willst, Mann. Wenn du jemals verunsichert sein solltest, ruf mich an.

Elon Musk: Ich kann privat fluchen.

Joe Rogan: Okay, sag einfach „Mist“. Das ist eine lustige Art. Es ist wie bei alten Hausmüttern. Ehefrauen und so, die Kinder haben, „Oh, dieses Mist-Ding.“

Elon Musk: Okay.

Aber es ist unglaublich, wie gut sich dieser Porsche fährt, wenn man die Physik bedenkt. Das Trägheitsmoment ist so verkorkst. Dass es trotzdem funktioniert, ist unglaublich.

Joe Rogan: Nun, wenn man weiß, wie man sich in einer Kurve verhält, wenn man sich erst einmal an das Gefühl gewöhnt hat, dann hat das tatsächlich Vorteile. Es gibt einige Vorteile.

Elon Musk: Das Auto, das ich vor Tesla hatte, war ein 911er.

Joe Rogan: 997?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Tolles Auto, Mann.

Elon Musk: Ja. Ich meine, vor allem hatte der Porsche nicht die variablen Schaufeln am Turbo, und er hatte nicht das Turboloch. Das war wirklich großartig. Dieses Turboloch – du weißt schon – man gibt Gas, telefoniert dann erst einmal, ruft Mama an – und etwa eine Stunde später beschleunigt das Auto.

Joe Rogan: Das ist auch wirklich gefährlich, denn dann drehen die Räder durch. Aber es macht einfach Spaß, zu spüren, wie das hintere Gewicht herumwirbelt. Und wieder…

Elon Musk: Nein, es ist großartig.

Joe Rogan: … es ist nicht effizient.

Elon Musk: Das ist ein gutes Gefühl.

Joe Rogan: Das meinte ich vorhin mit dem kleinen Auto, das ich habe, den ’93er 911. Er ist nicht schnell. Es ist nicht das Auto mit dem besten Handling, aber es ist befriedigender als jedes andere Auto, das ich habe, weil es so mechanisch ist. Man bekommt dieses ganze Feedback, jedes Schlagloch, jede Unebenheit. Ich fahre damit zum Comedy Store, denn wenn ich dort ankomme, bin ich hellwach und vollkommen da. Es ist wie eine Strategie für mich, dass ich jetzt wirklich aufhöre, mit anderen Autos dorthin zu fahren. Ich fahre mit diesem Auto nur fürs Hirn, nur wegen der Interaktion.

Elon Musk: Du solltest mal das Model S P100D ausprobieren.

Joe Rogan: Ich werde es versuchen.

Elon Musk: Das wird dich umhauen.

Joe Rogan: Okay. Sag mir, was ich bestellen soll, und ich werde es bestellen.

Elon Musk: Model S P100D. (02:00:00)

Joe Rogan: Okay. Jamie, schreib das auf.

Elon Musk: Das ist das Auto, das ich fahre.

Joe Rogan: Okay, ich hole das Auto, das du fährst.

Elon Musk: Es wird dir den Verstand aus dem Schädel pusten.

Joe Rogan: Wie weit kann ich damit fahren?

Elon Musk: Etwa 300 Meilen.

Joe Rogan: Das ist gut. Für normale LA-Tage ist das gut.

Elon Musk: Du wirst dir nie Gedanken über die Batterie machen.

Joe Rogan: Niemals?

Elon Musk: Niemals.

Joe Rogan: Wie schwer ist es, einen dieser komischen Stecker in meinem Haus zu installieren? Ist das schwierig?

Elon Musk: Nein, das ist total einfach. Das ist wie ein Trockner-Stecker. Wie eine Trockner-Steckdose.

Joe Rogan: Habt ihr euch nicht diese verrückten Dachziegel ausgedacht, die mit Solarzellen bestückt sind?

Elon Musk: Ja, ich habe jetzt sowas auf meinem Dach. Ich probiere es gerade aus. Die Sache ist die, dass es eine Weile dauert, um Dächer zu testen, weil die Dächer eine lange Zeit halten müssen. Man möchte gerne, dass ein Dach etwa 30 Jahre hält.

Joe Rogan: Kann man sowas über einem normalen Dach installieren?

Elon Musk: Nein. Also, es gibt zwei Versionen. Es ist wie mit den Solarzellen, die man auf dem Dach anbringt. Es hängt davon ab, ob Ihr Dach neu oder alt ist. Wenn das Dach neu ist, will man es nicht ersetzen. Man wird also Solarzellen auf dem Dach anbringen, sozusagen eine Nachrüstung. Und wir versuchen, diese Paneele wirklich schön aussehen zu lassen.

Dann kam das neue Produkt auf den Markt: Wenn man ein Dach entweder neu eindeckt oder erneuern muss, dann nimmt man die Ziegel mit integrierten Solarzellen. Das ist eine ziemlich knifflige Sache, weil man die Solarzelle hinter dem Glasziegel nicht sehen soll. Man muss also wirklich mit dem Glas, den verschiedenen Beschichtungen und den Schichten arbeiten, damit man die Solarzellen hinter dem Glas nicht sieht. Sonst sieht es nicht gut aus. Das ist wirklich knifflig.

Joe Rogan: Da ist es. Jaime zeigt es gerade. Mann, das sieht gut aus.

Elon Musk: Wenn du genau hinschaust, kannst du es sehen. Wenn du heranzoomst, kannst du die Zelle sehen. Aber wenn du herauszoomst, siehst du die Zelle nicht.

Joe Rogan: Richtig, aber es sieht trotzdem cool aus. Unsichtbare Solarzellen.

Elon Musk: Das ist schwer. Das ist wirklich schwer, weil man das Sonnenlicht dazu bringen muss, hindurchzugehen. Aber wenn es zurück reflektiert wird, wird die Tatsache verborgen, dass es dort drinnen eine Zelle gibt.

Joe Rogan: Sind diese bereits für den Verbraucher verfügbar? Die auf dem Dach dort?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Das ist erstaunlich. Oh, das sieht gut aus. Oh, das gefällt mir.

Elon Musk: Dieses da ist schwierig.

Joe Rogan: Also, man bekommt auch diese Art spanisches Flair. Ich mag das.

Elon Musk: Das ist französischer Schiefer.

Joe Rogan: Das ist der Grund, warum die Leute in Connecticut Pfeife rauchen. Seht euch das an.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Das ist unglaublich, Mann. Also, jetzt…

Elon Musk: Die funktionieren tatsächlich alle.

Joe Rogan: Das glaub ich dir. Also, die Solarmodule auf dem Haus, das wir uns gerade angesehen haben – reichen die aus, um das gesamte Haus mit Strom zu versorgen?

Elon Musk: Ja. Also, im Allgemeinen, ja. Ich würde sagen, es ist wahrscheinlich für die meisten genug. Es wird variieren, aber irgendwo zwischen mehr als man braucht und vielleicht der Hälfte, die man benötigt. Sagen wir, die Hälfte bis zum 1,5-fachen der Energie, die man braucht, je nachdem, wie viel Dach man im Verhältnis zur Wohnfläche hat.

Joe Rogan: Und wie lange du fernsiehst.

Elon Musk: Fernsehgeräte sind kein Problem. Klimaanlagen sind das Problem. Wenn man eine effiziente Klimaanlage hat, und man nicht die Räume klimatisiert, wenn es nicht nötig ist – was allerdings sehr häufig vorkommt, weil die entsprechende Programmierung eine Qual ist, ähnlich wie das Programmieren eines Videorekorders. Man kriegt nur eine blinkende 12:00. Also sagen die Leute: „Zum Teufel damit. Ich werde es einfach den ganzen Tag auf diese Temperatur einstellen.“

Joe Rogan: Sie haben kein Smart Home, bei dem es kühl bleibt, wenn man im Raum ist, richtig?

Elon Musk: Ja, so ein Smart Home sollte vorhersagen, wann man zu Hause sein wird, und dann die Räume kühlen, die wahrscheinlich benutzt werden. Das sollte ohne Aufwand möglich sein. Wir reden hier nicht von einem genialen Haus. Wir reden von elementarem Grundwissen. Man könnte das ins Auto integrieren, um die Heimkehr vorzubereiten. Es macht keinen Sinn, das ganze Haus kühl zu halten, wenn man nicht da ist. Aber es könnte erkennen, dass man nach Hause kommt; und es könnte die richtige Temperatur erreicht haben, wenn man dort ankommt.

Joe Rogan: Habt ihr eine App für eure Solarmodule, oder etwas in der Art?

Elon Musk: Ja, das haben wir. Aber wir müssten das an die Klimaanlage anschließen, damit die Klimaanlage wirklich funktioniert.

Joe Rogan: Hast du darüber nachgedacht, eine Klimaanlage zu entwickeln? Ich weiß, dass du das hast. Fangfrage.

Elon Musk: Ich kann keine Fragen über die Zukunft möglicher Produkte beantworten.

Joe Rogan: Okay. Lassen wir es einfach gut sein. Wir machen mit der nächsten Sache weiter.

Elon Musk: Es wäre eine interessante Idee.

Joe Rogan: Ja, ich würde sagen, Fußbodenheizung und all das, gute Ideen. Wenn man über die Effizienz dieser Häuser nachdenkt und über die Implementierung von Solarenergie und Batteriestrom, gibt es da noch etwas, das die Leute übersehen? Gibt es noch etwas anderes… Ich habe zum Beispiel gerade eine Smartwatch gesehen, die durch die Wärme des menschlichen Körpers betrieben wird. Das ist eine neue Technologie. (02:05:00)

Elon Musk: Ist sie in der Lage, auf diese Weise sie gesamte Leistung zu erbringen?

Joe Rogan: Das weiß ich nicht. Schau mal, diese Uhr hier, das ist eine Casio. Sie heißt Pro Trek. Es ist eine Art Outdoor-Uhr, und sie ist solarbetrieben. Sie kann also eine gewisse Zeit lang mit Solarenergie laufen. Also, wenn sie Sonne abbekommt, könnte sie für eine bestimmte Zeit solarbetrieben laufen.

Elon Musk: Ja. Nun, es gibt zum Beispiel Automatikuhren, die ein Gewicht in der Uhr haben. Wenn man das Handgelenk bewegt, bewegt sich das Gewicht von einer Seite zur anderen und zieht damit die Uhr auf. Das ist eine ziemlich coole Sache.

Joe Rogan: Das Erstaunliche an der Rolex ist, dass alles mechanisch gemacht wird. Da sind keine Batterien drin. Nichts.

Elon Musk: Ja. Sie könnten das Gleiche tun. Sie schaffen ein kleines Ladegerät, das auf der Bewegung des Handgelenks basiert. Es hängt wirklich davon ab, wie viel Energie diese Uhr verbraucht.

Joe Rogan: Weißt du, was daran ärgerlich ist? Wir akzeptieren ein gewisses Maß an Minderwertigkeit bei diesen Uhren. Zum Beispiel meine Uhr – ich habe eine Rolex, die mir mein Freund Lorenzo geschenkt hat, und ich brachte sie in den Uhrenladen und sagte: „Das Ding geht immer vor.“ Ich sagte: „Nach ein paar Monaten geht sie immer fünf Minuten vor.“ Und die sagten: „Jep.“

Elon Musk: Wirklich?

Joe Rogan: „Das ist so.“

Elon Musk: Okay.

Joe Rogan: Ich sagte: „Warte mal. Sie wollen mir also sagen, dass sie einfach immer vorgeht?“ Und die meinten: „Ja. Alle paar Monate muss sie neu eingestellt werden.“

Elon Musk: Es scheint, als sollten sie das Ding neu kalibrieren.

Joe Rogan: Das können sie nicht. Sie haben es versucht. Sie sagen, alle paar Monate, egal ob es vier Monate sind, oder fünf Monate, oder sechs Monate – sie wird ein paar Minuten vorgehen.

Elon Musk: Okay. Es scheint, als ob sie die wirklich neu kalibrieren sollten, denn wenn sie immer vorgeht, können sie diese Minuten einfach löschen.

Joe Rogan: Du solltest das machen. Du musst verdammt noch mal die Tür bei Rolex eintreten und sagen: „Ihr Schlampen seid faul.“

Elon Musk: Es ist irgendwie erstaunlich, dass man mit diesen winzig kleinen Zahnrädern auf einer Armbanduhr mechanisch die Zeit erfassen kann.

Joe Rogan: Es ist erstaunlich. Ich meine, der ganze Luxusuhrenmarkt ist faszinierend. Ich bin da nicht so involviert, da ich sie nicht kaufe. Ich habe sie aber als Geschenk gekauft. Ich kaufe sie nicht für mich selbst. Aber wenn ich sie mir online ansehe, dann gibt es da jetzt Millionen-Dollar-Uhren, die wie kleine rotierende Monde und Sterne aussehen. Wie, schau Dir das Ding an, wie viel kostet die, Jaime?

Jaime: Ich weiß nicht. Ich habe einfach eine ausgewählt.

Joe Rogan: Das ist einfach absurd.

Elon Musk: Ich mag Zahnräder.

Joe Rogan: Ich liebe sie.

Elon Musk: Ja, sie sind wunderschön.

Joe Rogan: Aber es gibt einige dieser Leute, die das gar nicht schätzen. Sie kaufen diese Uhren für etwa 750.000 Dollar, um zu sagen: „Ja, das ist eine Timex, Junge.“ Niemand sieht das. Sie ist nicht besser als irgendeine Casio, die man einfach online kaufen kann. Nun, die Sache ist die. Wenn du ein Mensch bist, der nicht nur die Zeit wissen will, sondern auf Handwerkskunst Wert legt – du willst einen handwerklichen Touch, du willst Innovation in Bezug auf eine Person, die herausgefunden hat, wie die Zahnräder und Rädchen perfekt ineinander greifen, so dass jedes Mal, wenn eines sich umdreht, es im Grunde eine Sekunde dauert.

Ich meine, das ist einfach… Da steckt diese Kunst dahinter. Es geht nicht nur darum, die Zeit abzulesen. Ich mag meine Uhr sehr, aber wenn sie von einem Stein getroffen werden würde, wäre ich nicht traurig. Sie ist nur zum Ablesen der Zeit. Sie ist ein Massenprodukt, das mit einer Quarzbatterie läuft. Aber diese Dinger da, da steckt Kunst drin.

Elon Musk: Stimmt, sowas ist wunderschön. Ich liebe es.

Joe Rogan: Ja. Es ist etwas Erstaunliches daran, weil es die menschliche Kreativität repräsentiert. Es ist nicht nur eine elektronische Innovation. Da ist etwas. Es ist die Arbeit eines Menschen darin.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Du hast keine Uhr an.

Elon Musk: Nein.

Joe Rogan: Niemals?

Elon Musk: Ich hatte mal eine Uhr.

Joe Rogan: Was ist passiert?

Elon Musk: Mein Telefon zeigt die Zeit an.

Joe Rogan: Das ist ein guter Punkt. Nun, und wenn du dein Telefon verlierst? Warte… Warte einen Moment. Lass mich raten, du bist jemand, der keine Schutzhülle für sein Telefon hat.

Elon Musk: Das ist richtig. Ein Gefahrensucher. Ein Gefahrensucher ohne Schutzhülle fürs Telefon.

Joe Rogan: Neil deGrasse Tyson. Neil deGrasse Tyson war letzte Woche hier. Ich bin erstaunt über seine Fähigkeit, ohne eine Schutzhülle durchs Leben zu kommen.

Elon Musk: Das ist richtig.

Joe Rogan: Weißt du, er nimmt sein Telefon zwischen die Finger, wie ein Soldat es mit seinem Gewehr machen würde. Er rollt den Scheiß einfach zwischen seinen Fingern. Das ist großartig. Er sagt, das ist der Grund, warum sie das tun. Er sagte: „Würdest du dir jemanden ansehen, der ein Gewehr hat? Warum sollte er das tun? Warum sollte er es so herumdrehen?“ Es ist so, wenn es runterfällt, haben sie es in der Hand. Sie fangen es schnell auf. Also, das ist es, was er mit seinem Telefon macht. Er schnippt sein Telefon einfach die ganze Zeit herum.

(Joe fällt auf, dass Elon sich einen kleinen Gegenstand genauer ansieht) Das habe ich in Mexiko bekommen. Ich hatte gehofft, dass ein Joint dort hereinpasst.

Elon Musk: Macht es etwas? Man kann es aufklappen.

Joe Rogan: Nein.

Elon Musk: Oh, es ist hohl. Man könnte dort etwas reintun.

Joe Rogan: Ja. Versuch mal, einen Joint da reinzustecken. (reicht ihm etwas) Mach es zu. Man macht nur einen Stummel darein. Einen, das wirkt prätentiös. Weißt du, das ist die Idee dahinter. Ich kaufte es, als ich in Mexiko war, weil ich dachte, es hätte eine gute Größe für einen Joint (nimmt einen Joint und zündet ihn an) (02:10:00)

Elon Musk: Ist das ein Joint? Oder ist das eine Zigarre?

Joe Rogan: Es ist Marihuana in einem Tabakblatt.

Elon Musk: Okay. Also, so eine Art Luxusteil, teilweise Tabak und Gras.

Joe Rogan: Ja. Hast du das schon mal probiert?

Elon Musk: Ja. Ich glaube, ich habe mal einen ausprobiert.

Joe Rogan: Komm schon, Mann. Du kannst wahrscheinlich nicht wegen der Aktionäre, richtig?

Elon Musk: Ich meine, es ist doch legal, oder?

Joe Rogan: Völlig legal. (reicht Elon den Joint)

Elon Musk: Okay.

Joe Rogan: Wie funktioniert das? Werden die Leute wütend auf dich, wenn du bestimmte Dinge tust?

(Elon schaut skeptisch auf den Joint) Da ist nur Tabak und Marihuana drin. (Elon nimmt einen Zug davon und gibt ihn Joe zurück) Das ist alles. Die Kombination von Tabak und Marihuana ist wunderbar. (reicht den Joint an Jaime weiter)

Jaime: Plus Whiskey.

Elon Musk: Genau.

Joe Rogan: Perfekt. Das gleicht es aus.

Elon Musk: Alkohol ist eine Droge, die einen Bestandsschutz genießt.

Joe Rogan: Nun, es ist nicht nur eine Droge. Es ist eine Droge, die einen schlechten Ruf hat. Denn wenn man nur ein wenig Alkohol genießt, ist es großartig. Ein kleiner Schluck hier und da, und die Hemmungen sind gelöst, und es zeigt das wahre Ich. Und man ist hoffentlich fröhlicher und freundlicher und glücklich, und alles ist gut. Die wirkliche Sorge sind die Leute, die damit nicht umgehen können. Die wirkliche Sorge sind die Leute, die nicht mit Autos umgehen können und in 1,9 Sekunden von 0 auf 60 beschleunigen oder so.

Hast du jemals über etwas nachgedacht, das… Stell dir vor, dass eines Tages jeder ein Auto hat, das mindestens auf dem gleichen technologischen Stand ist wie eines eurer Autos, und alle sind sich einig, dass es klug wäre, nicht nur Stoßstangen zu haben, sondern vielleicht eine Art magnetisches Abweisungsgerät, irgendetwas, ein elektromagnetisches Feld um die Autos herum, so dass die Autos, wenn sie sich einander nähern, automatisch radikal abgebremst werden, aufgrund von Magneten oder so.

Elon Musk: Nun, ich meine, unsere Autos bremsen automatisch.

Joe Rogan: Bremsen? Wenn sie Dinge sehen?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Aber, eine physische Barriere, wie…

Elon Musk: Die Räder funktionieren ziemlich gut.

Joe Rogan: Ja, die Räder.

Elon Musk: Sie funktionieren ziemlich gut. Abbremsen bei  1,1 bis 1,2 G, so etwas in der Art.

Joe Rogan: Befürchtest du, dass eines Tages alle deine Autos auf den Straßen unterwegs sein werden und es dann in 20-30 Jahren immer noch normale Leute mit normalen Autos gibt, die in den Mix geraten und das Hauptproblem darstellen?

Elon Musk: Ja. Ich denke, es wäre so ähnlich wie der Übergang von Pferd zu Automobilen, als diese gleichzeitig auf der Straße waren. Das war schon ziemlich seltsam.

Joe Rogan: Das wäre das Verrückteste.

Elon Musk: Ja, Pferde waren knifflig. Rechne mal aus, als Manhattan etwa 300.000 Pferde hatte, und wenn ein Pferd 15 Jahre lebt, dann fallen jedes Jahr 20.000 Pferde tot um. Jedes Jahr 20.000 Pferde.

Joe Rogan: Damals in den Tagen von „Gangs of New York„, dieser Film.

Elon Musk: Ja. Das sind eine Menge toter Pferde. Man brauchte ein Pferd, um ein totes Pferd zu bewegen, und sie werden wahrscheinlich ziemlich ausflippen, wenn sie ein totes Pferd bewegen müssen.

Joe Rogan: Glaubst du, sie wissen, was los ist? Glaubst du, das macht ihnen was aus?

Elon Musk: Ja. Ich meine, das muss schon ziemlich seltsam sein.

Joe Rogan: Wahrscheinlich.

Elon Musk: Also, wenn ich ein Pferd wäre und ein anderes totes Pferd herumschleppen müsste. Könnte schon sein, dass sie das nicht mögen.

Joe Rogan: Hälst Du jemals inne und denkst über deine Rolle in der Zivilisation nach, in der Kultur? Denn ich als jemand, der dich bis heute noch nie getroffen hat, sehe dich immer als so eine Art verrückten Erfinder, der sich immer irgendwie neuen Scheiß einfallen lässt. Aber es gibt nicht viele von dir da draußen. Ich meine, offensichtlich verdienst du eine Menge Geld, und es gibt eine Menge Leute, die eine Menge Geld verdienen.

(Joe sieht, dass Elon etwas betrachtet) Gefällt dir die Uhr?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Ziemlich krass, oder?

Elon Musk: Das ist eine tolle Uhr.

Joe Rogan: Willst du eine? Ich besorge dir eine.

Elon Musk: Sicher.

Joe Rogan: Okay, gemacht.

Elon Musk: Ich mag solche ungewöhnlichen Dinge.

Joe Rogan: Oh, das ist das Coolste. Das ist TGT Promotion. Was ist das? TGT Studios?

Jaime: Ja.

Joe Rogan: Ja. Also, ein Gentleman, der das alles von Hand macht.

Elon Musk: Ja, das ist wirklich cool. Mein Arbeitszimmer ist voll mit ungewöhnlichen Gegenständen.

Joe Rogan: Nun, mach dich bereit für einen weiteren.

Elon Musk: Alles klar.

Joe Rogan: Ich schicke es dir zu.

Elon Musk: Cool.

Joe Rogan: Du willst auch einen Werwolf? Ich werde dir einen besorgen.

Elon Musk: Na gut. Ich nehme einen.

Joe Rogan: Okay. Also, einen Werwolf und eine Uhr.

Denkst du über deine Rolle in der Kultur nach? Denn ich, als jemand, der dich bis heute nie getroffen hat, habe dich immer angeschaut und gedacht: „Wow, wie kann dieser Typ nur immer wieder etwas erfinden?“ Wie kommst du nur immer wieder auf all diese neuen Sachen? Hast du jemals darüber nachgedacht, wie ungewöhnlich… – Ich hatte zum Beispiel einmal einen Traum, dass es eine Million Teslas gibt. Anstelle von einem Tesla gab es eine Million Teslas. Nicht nur das Auto, sondern Nikola.

Elon Musk: Oh, ja, sicher.

Joe Rogan: Und dass es zu seiner Zeit (02:15:00) eine Million Menschen wie ihn gab, die radikal innovativ waren. Es war ein seltsamer Traum, Mann. Es war so seltsam. Und ich hatte ihn mehr als einmal.

Elon Musk: Das würde zu einer sehr schnellen technologischen Weiterentwicklung führen. Das ist sicher.

Joe Rogan: Es ist einer der einzigen Träume meines Lebens, den ich mehr als einmal hatte.

Elon Musk: Okay, wow.

Joe Rogan: Zum Beispiel, wo ich aufgewacht bin, und ich war in demselben Traum. Und in diesem Traum sind es die 1940er, 1950er Jahre, aber alle sind sehr fortschrittlich. Es gibt fliegende Luftschiffe mit LCD-Bildschirmen an der Seite. Und alles ist bizarr und seltsam. Das blieb bei mir hängen, warum auch immer – ich meine, offensichtlich ist das nur ein dummer Traum. Aber aus welchem Grund auch immer, all die Jahre blieb das bei mir hängen, dass es nur eine Person wie Nikola Tesla geben musste, um mehr als hundert Erfindungen zu haben, die patentiert wurden. Ich meine, er hatte ein paar verdammt erstaunliche Ideen. Aber zu seiner Zeit gab es nur sehr wenige Leute wie ihn.

Elon Musk: Ja, das stimmt.

Joe Rogan: Was wäre, wenn es eine Million gäbe?

Elon Musk: Die Dinge würden sich sehr schnell entwickeln.

Joe Rogan: Genau, aber es gibt nicht eine Million Elon Musks. Es gibt nur diesen einen Wichser. Denkst du darüber nach, oder versuchst du, das zu verdrängen?

Elon Musk: Ich glaube nicht, dass du unbedingt ich sein wolltest.

Joe Rogan: Nun, was ist das Schlimmste an dir?

Elon Musk: Ich hätte nie gedacht, dass den Leuten das so sehr gefallen würde.

Joe Rogan: Den meisten Leute würde es nicht gefallen, aber sie können eh nicht du sein. Also, das ist wie so ein Superhelden-Scheiß. Weißt du, wir würden nicht Spiderman sein wollen. Ich würde lieber in Gotham City fest schlafen und hoffen, dass er da draußen seinen Job macht.

Elon Musk: Es ist sehr schwer, es abzuschalten.

Joe Rogan: Ja. Was ist der schwierigste Teil?

Elon Musk: Es mag toll klingen, wenn es eingeschaltet ist, aber was ist, wenn man es nicht ausschalten kann?

Joe Rogan: Nun, ich habe dir den Isolationstank gezeigt, und du hast das noch nie erlebt. Das könnte beim Abschalten ein wenig helfen, zumindest für die Nacht.

Elon Musk: Okay.

Joe Rogan: Ja. Das würde dir helfen, ein wenig zu schlafen. Es ist auch das Magnesium im Wasser, das einen leichter schlafen lässt; das Wasser enthält Bittersalze. Das wäre vielleicht eine Art Strategie, um deine biologische Erholungszeit zu verbessern. Vielleicht findest du einen Weg, sei es durch Meditation oder andere Möglichkeiten, dieses Ding nachts abzuschalten. Du musst doch einen ständigen Strom von Ideen haben, der dir die ganze Zeit durch den Kopf geht.

(Elon schaut auf sein Handy) Du bekommst Textnachrichten von Mädels?

Elon Musk: Nein. Ich bekomme Textnachrichten von einem Freund, der sagt: „Was zum Teufel soll das, dass du Gras rauchst?“.

Joe Rogan: Ist das schlecht für dich? Es ist legal.

Jaime: Ja.

Joe Rogan: Es ist von der Regierung genehmigt.

Elon Musk: Weißt du, ich rauche nicht regelmäßig Gras.

Joe Rogan: Wie oft rauchst du?

Elon Musk: Fast nie.

Joe Rogan: Wie fühlt es sich jetzt an?

Elon Musk: Ich merke eigentlich nichts.

Joe Rogan: Tja, da hast du‘s. Ich glaube, es war Ramdas oder jemand – er hatte mal einem buddhistischen Mönch einen Haufen LSD gegeben. Der nahm es ein und es hatte keine Wirkung auf ihn.

Elon Musk: Das bezweifle ich.

Joe Rogan: Das würde ich auch sagen, aber ich habe auch nie auf dem Niveau einiger dieser Leute meditiert, die ständig den ganzen Tag meditieren. Sie haben keine materiellen Besitztümer. Und all ihre Energie wird darauf verwendet, eine bestimmte Geisteshaltung zu erreichen. Ich würde das gerne zynisch verneinen. Ich würde gerne zynisch sagen: „Hey, komm schon, denk genauso wie ich.“ Sie hängen nur in Flip-Flops rum und machen komische Geräusche, aber vielleicht ist da auch mehr dran.

Elon Musk: Ich weiß, dass viele Gras mögen, und das ist in Ordnung. Aber es ist nicht gut für die Produktivität.

Joe Rogan: Für dich.

Elon Musk: Nicht für meine Produktivität.

Joe Rogan: Ja, das kann ich mir vorstellen. Du trinkst wohl eher Kaffee, richtig.

Elon Musk: Ja. Das ist eher das Gegenteil von einer Tasse Kaffee.

Joe Rogan: Was ist das?

Elon Musk: Es ist wie eine Tasse Kaffee im Rückwärtsgang.

Joe Rogan: Gras?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Nein, ich will damit sagen, dass du mehr bräuchtest. Mehr wäre von Vorteil für dich. Es wäre wie Kaffee.

Elon Musk: Ich mag es, Dinge zu erledigen. Ich mag es, nützlich zu sein. Das ist eines der schwierigsten Dinge, die man tun kann: nützlich zu sein.

Joe Rogan: Was gibt dir die Befriedigung beim Erledigen von Dingen? Wenn du ein Projekt abschließt, wenn etwas, das du erfunden hast, Früchte trägt und du siehst, wie es den Leuten gefällt? Dieses Gefühl?

Elon Musk: Ja, etwas Nützliches für andere Menschen zu tun, was ich selber gerne mache.

Joe Rogan: Das für andere Leute interessant ist?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Glaubst du, dass du vielleicht auf diese Weise erkennst (02:20:00), dass du diese ungewöhnliche Position in der Kultur hast, durch die du bestimmte Dinge auf einzigartige Weise beeinflussen kannst? Ich meine, du hast im Grunde eine Gabe. Man könnte meinen, es sei ein Fluch, und ich bin mir sicher, dass diese Gabe durch viele, viele Jahre der Disziplin und des Lernens genährt worden ist. Aber du hast eine Gabe, diesen Kreativitätsmotor, wenn es um Innovation und Technologie geht. Es ist, als ob du einfach mit sehr hoher Drehzahl laufen würdest.

Elon Musk: Die ganze Zeit. Das hört nicht auf.

Joe Rogan: Wie ist das so?

Elon Musk: Ich weiß nicht, was passieren würde, wenn ich in einen Tank mit sensorischer Deprivation käme.

Joe Rogan: Lass es uns versuchen.

Elon Musk: Das klingt ein wenig beunruhigend.

Joe Rogan: Aber warum?

Elon Musk: Es ist, als würde man den Motor ohne Widerstand laufen lassen.

Joe Rogan: Ist es das wirklich? Vielleicht ist es das nicht.

Elon Musk: Vielleicht ist es in Ordnung. Ich weiß es nicht. Ich werde es ausprobieren. In Ordnung.

Joe Rogan: Hast du jemals meditiert oder ähnliches?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Was machst du, oder eher, was hast du gemacht?

Elon Musk: Einfach nur dasitzen und still sein und dann ein Mantra wiederholen, das als Anker dient. Es beruhigt den Geist. Es beruhigt den Verstand, aber ich fühle mich nicht oft dazu hingezogen.

Joe Rogan: Denkst du, dass vielleicht Produktivität für dich attraktiver ist als Erleuchtung oder sogar als das Konzept von dem, was auch immer Erleuchtung bedeutet. Was versuchst du zu erreichen, wenn du die ganze Zeit meditierst? Bei dir scheint es fast so, als gäbe es diesen Kreativitätsdrang, der aus diesem Brennofen kommt. Und damit du das Ding beruhigen kannst, musst du vielleicht zu viel Wasser draufschütten.

Elon Musk: Es ist wie eine nicht enden wollende Explosion.

Joe Rogan: Wie kann ich mir das vorstellen? Bitte versuche, es einer dummen Person wie mir zu erklären. Was ist da los?

Elon Musk: Nicht enden wollende Explosionen.

Joe Rogan: Es springen einfach ständig Ideen in deinem Kopf herum?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Verdammt. Also, wenn alle unterwegs sind, sitzt Elon alleine zu Hause rum, putzt sich die Zähne, und ein Haufen Ideen schwirren einfach in seinem Kopf herum.

Elon Musk: Ja, so ist es die ganze Zeit.

Joe Rogan: Wann hast du erkannt, dass das bei den meisten Menschen so nicht der Fall ist?

Elon Musk: Ich glaube, als ich, ich weiß nicht, fünf oder sechs oder so war. Ich dachte, ich sei verrückt.

Joe Rogan: Warum dachtest du das?

Elon Musk: Weil mir klar wurde, dass das bei anderen Menschen nicht so war. Ihr Verstand explodierte nicht die ganze Zeit vor Ideen.

Joe Rogan: Also, die anderen haben es nicht ausgedrückt. Sie haben nicht den ganzen Tag darüber gesprochen. Und als du fünf oder sechs Jahre alt warst, hast du gemerkt, dass die anderen gar nicht in der Lage waren, das zu verstehen, was du verstehst.

Elon Musk: Nein. Es war einfach seltsam. Es war wie: „Hm, irgendwie seltsam.“ Das war meine Schlussfolgerung –  irgendwie seltsam.

Joe Rogan: Aber hast du dich dadurch in irgendeiner Weise beeinträchtigt gefühlt? Zum Beispiel zu wissen, dass das eine seltsame Sache ist, die man anderen wahrscheinlich besser nicht mitteilt, weil sie einen nicht verstehen würden.

Elon Musk: Ich hoffte, dass sie es nicht herausfinden, weil sie mich vielleicht dann einsperren würden oder so.

Joe Rogan: Das hast du gedacht?

Elon Musk: Für kurze Zeit, ja.

Joe Rogan: Als du klein warst?

Elon Musk: Ja. Sie sperren Leute weg. Was, wenn sie mich einsperren?

Joe Rogan: Das hast du geglaubt, als du noch klein warst?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wow, du dachtest: „Ich bin so vollkommen anders als all die anderen. Wenn sie bloß nicht herausfinden, was in meinem Kopf passiert.“

Elon Musk: Ja.Aber weiß du, ich war wahrscheinlich erst so fünf oder sechs.

Joe Rogan: Könntest du dir vorstellen, dass das sowas ist wie – ich meine, es gibt biologische Ausreißer. Es gibt Menschen, die 2,35 Meter groß sind, es gibt Menschen, die riesige Hände haben, es gibt Menschen mit einer ungewöhnlichen Sehstärke. Es gibt immer Ausreißer. Hast du das Gefühl, dass das bei dir sowas ist? Ich meine, denk nur an die verschiedenen Dinge, die du in einer sehr kurzen Zeitspanne erreichen konntest, und du machst das ständig. Du bist eine ungewöhnliche Person, richtig?

Elon Musk: Richtig, da stimme ich zu.

Joe Rogan: Ja. Zum Beispiel, was wäre, wenn es eine Million Elon Musks gäbe?

Elon Musk: Nun, das wäre sehr, sehr seltsam.

Joe Rogan: Wow.

Elon Musk: Ja, das wäre ziemlich seltsam. Finde ich auch. Was wäre, wenn es eine Million Joe Rogans gäbe?

Joe Rogan: Wahrscheinlich gibt es die. Es gibt wahrscheinlich zwei Millionen. (02:25:00) Das wird bei vielen Leuten so sein.

Elon Musk: Nun, mein Ziel ist es, nützliche Dinge zu tun, die Wahrscheinlichkeit zu maximieren, dass die Zukunft gut wird, die Zukunft aufregend zu machen, etwas zu erschaffen, auf das man sich freut. Mit Tesla versuche ich, Dinge zu erschaffen, die die Leute lieben. Wie viele Dinge kann man kaufen, die man wirklich liebt, die einem wirklich Freude bereiten? Das ist so selten. Ich wünschte, es gäbe mehr solcher Dinge. Das ist es, was wir versuchen zu tun. Einfach Dinge zu erschaffen, die andere lieben. Das ist wirklich schwierig.

Joe Rogan: Denkst du dann speziell darüber nach, welche Dinge die Erfahrung der Menschen verbessern würden, was die Art und Weise verändern würde, wie Menschen mit dem Leben umgehen, was sie entspannter oder glücklicher machen würde? Sind das deine Überlegungen? Wie könnte ich den Menschen zu helfen bei dem, was sie vielleicht selber nicht herausfinden können?

Elon Musk: Ja. Was sind die Dinge, die man tun kann, um die Zukunft besser zu machen? Eine Zukunft, in der wir eine raumfahrende Zivilisation sind und da draußen zwischen den Sternen, ist sehr aufregend. Auf so eine Zukunft freue ich mich. Das bringt mich dazu, diese Zukunft zu wollen. Weißt du, es muss Dinge geben, auf die man sich freut, wenn man morgens aufwacht. Man wacht auf, man freut sich auf den Tag, man freut sich auf die Zukunft.

Und eine Zukunft, in der wir eine raumfahrende Zivilisation sind und da draußen zwischen den Sternen, ist meiner Meinung nach sehr aufregend. Das ist eine Sache, die wir wollen; wohingegen, wenn wir wüssten, dass wir keine raumfahrende Zivilisation sein werden, sondern für immer auf die Erde beschränkt sind, wäre das keine gute Zukunft. Das wäre sehr traurig, denke ich. Ich will keine traurige Zukunft.

Joe Rogan: Es wäre so traurig in Bezug auf die endliche Lebensspanne der Erde und des Sonnensystems selbst. Aber auch wenn es möglich sein wird – ich meine, wie lange werden die Sonne und das Sonnensystem wohl noch existieren? Wie viele Hunderte von Millionen Jahren?

Elon Musk: Du meinst, wann die Sonne die Ozeane zum Kochen bringen wird?

Joe Rogan: Richtig.

Elon Musk: Etwa in 500 Millionen Jahren.

Joe Rogan: Also, du willst sagen, dass es traurig wäre, wenn wir diesen Planeten niemals verlassen könnten, weil das in 500 Millionen Jahren passieren wird? Ist es das, was du sagen willst?

Elon Musk: Nein. Ich denke nur, wenn wir die Wahl haben, dann sollten wir eine Zukunft wählen, bei wir da draußen zwischen den Sternen sind. Wir sollten das wahr machen, was wir in Science-Fiction-Filmen und -Büchern gesehen und gelesen haben, die guten Dinge darin. Wir sollten diese Raumschiffe bauen und andere Planeten erkunden und zu einer multiplanetaren Spezies werden. Wir sollten die Reichweite unseres Bewusstseins über viele Zivilisationen und Planeten und Sternensysteme erweitern. Das ist eine große Zukunft. Das ist etwas Wunderschönes. Und das ist es, wonach wir streben sollten.

Joe Rogan: Aber das ist biologisches Reisen. Das sind Zellen, die physisch an einen anderen Ort reisen.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Glaubst du, dass wir uns definitiv in diese Richtung bewegen?

Elon Musk: Nein.

Joe Rogan: Das glaube ich auch nicht. Früher habe ich das gedacht. Und jetzt denke ich, dass es weniger wahrscheinlich ist als je zuvor. Es wird fast jeden Tag weniger wahrscheinlich.

Elon Musk: Wir können definitiv zum Mond und zum Mars fliegen.

Joe Rogan: Glaubst du, dass wir sie kolonisieren werden?

Elon Musk: Ich denke, wir werden in den Asteroidengürtel gehen. Und wir können zu den Monden des Jupiters, des Saturns und sogar zum Pluto fliegen.

Joe Rogan: Das wäre der verrückteste Ort überhaupt, wenn wir den Mars kolonisieren, ihn bewohnbar machten und in ein großes Jamaika verwandeln würden.

Elon Musk: Ich denke, wir sollten das tun. Das wäre großartig.

Joe Rogan: Es ist möglich, oder?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wir könnten die ganze Sache in Cancún verwandeln.Ich meine, mit der Zeit.

Elon Musk: Es wäre nicht einfach, aber ja. Man könnte den Mars aufwärmen.

Joe Rogan: Ja, man kann ihn aufwärmen. Man kann Luft hinzufügen. Man kann etwas Wasser dazugeben. Ich meine, im Laufe der Zeit, über Hunderte von Millionen Jahren oder wie lange auch immer es dauern würde.

Elon Musk: Wir werden eine multiplanetare Spezies sein.

Joe Rogan: Ja, das wäre fantastisch.

Elon Musk: Wir sind eine multiplanetare Spezies. Das ist es, was wir sein wollen. Ich bin pro Mensch.

Joe Rogan: Ich auch. Ja, ich auch.

Elon Musk: Ich liebe die Menschheit. Ich denke, sie ist großartig.

Joe Rogan: Wir sind als Roboter froh, dass du die Menschen liebst, denn wir lieben dich auch, und wir wollen nicht, dass du uns tötest und isst.

Elon Musk: Seltsamerweise gibt es viele, die die Menschheit nicht mögen und sie als eine Plage ansehen; aber ich nicht.

Joe Rogan: Nun, viele kämpfen sich durch. Und wenn Menschen kämpfen, assoziieren sie ihren Kampf (02:30:00) mit anderen Menschen. Sie verinnerlichen ihre Probleme nicht. Sie schauen nur auf die anderen, die sie zurückhalten, und diese Leute finden sie scheiße, und sie mögen sie nicht. Es ist einfach ein nie endender Kreislauf. Aber nicht immer. Wie schon gesagt, die meisten Menschen sind wirklich gut. Die meisten Menschen, die große Mehrheit.

Elon Musk: Das mag kitschig klingen.

Joe Rogan: Es klingt wirklich kitschig.

Elon Musk: Aber Liebe ist die Antwort.

Joe Rogan: Das ist die Antwort.

Elon Musk: Jep.

Joe Rogan: Ja, das ist es. Es klingt kitschig, weil wir alle Angst haben. Wir haben alle Angst davor, andere zu lieben und dann zurückgewiesen zu werden. Oder dass jemand einen Vorteil aus dir zieht, weil du versuchst, liebevoll zu sein. Was wäre, wenn wir uns alle einfach entspannen und einander lieben könnten?

Elon Musk: Es würde nicht schaden, wenn es mehr Liebe auf der Welt gäbe.

Joe Rogan: Es würde definitiv nicht schaden.

Elon Musk: Ja, das sollten wir tun.

Joe Rogan: Ja, ich stimme zu, Mann.

Elon Musk: Ich meine, wirklich.

Joe Rogan: Wie willst du das hinbekommen? Gibt es da eine Liebesmaschine, an der du arbeitest?

Elon Musk: Nein, aber vielleicht funktioniert’s, wenn man mehr Zeit mit Freunden und weniger Zeit in den sozialen Medien verbringt.

Joe Rogan: Wenn du also diese Apps auf deinem Telefon löschst, würde dir das einen 10 %igen Glücksschub geben? Wie hoch wäre der Prozentsatz?

Elon Musk: Wahrscheinlich so etwas in der Art, ja. Ich meine, das Einzige, was ich beibehalten habe, ist Twitter, weil ich gerne eine Möglichkeit habe, um eine Nachricht zu verbreiten. Das war’s dann aber auch schon. So weit, so gut.

Joe Rogan: Interessanterweise gehst du zum Teil auf die Leute auf Twitter ein. Inwieweit ist das eine gute Idee?

Elon Musk: Gute Frage.

Joe Rogan: Wahrscheinlich 10 %, richtig? Es ist eher schlecht.

Elon Musk: Ich denke, unterm Strich ist es mehr gut als schlecht, aber es gibt definitiv auch Schlechtes dabei. Also, hoffentlich überwiegt das Gute das Schlechte.

Joe Rogan: Hast du jemals darüber nachgedacht, warum man dieses seltsame Gefühl bekommt, wenn jemand etwas Beschissenes zu dir auf Twitter sagt, und man es liest? Dieses seltsame Gefühl. Dieser seltsame kleine negative Ruck. Es ist wie ein subjektiver negativer Energieschub, den man nicht wirklich braucht, aber man tut es trotzdem. Wie: „Ich würde dem jetzt am liebsten die Fresse polieren.“

Elon Musk: Nun, es gibt eine Menge Negativität auf Twitter.

Joe Rogan: Die gibt es, aber sie ist seltsam in ihrer Form. Zum Beispiel die Art und Weise, wie man sie wahrnimmt, mit dem Versuch eines distanzierten Blickes und dem Gedanken, wie seltsam das ist. Und ich rege mich sogar darüber auf, wenn eine fremde Person etwas Gemeines zu mir sagt, was noch nicht einmal stimmt.

Elon Musk: Die große Mehrheit der negativen Kommentare ignoriere ich einfach. Aber von Zeit zu Zeit wird man doch hineingezogen. Das ist nicht gut. Man macht Fehler.

Joe Rogan: Ja, man kann Fehler machen.

Elon Musk: Wir können einige Fehler machen.

Joe Rogan: Wir sind alle Menschen. Wir können Fehler machen. Ja, das ist hart. Und die Leute lieben es, wenn du etwas sagst und du es zurücknimmst und sie sagen: „Fick dich. Wir haben es für immer gespeichert. Ich mache einen Screenshot von dem Scheiß, Schlampe. Du hattest diesen Gedanken. Du hattest diesen Gedanken.“ Und ich sage: „Nun, ich habe es gelöscht.“ „Nicht gut genug. Du hattest den Gedanken. Ich bin besser als du. Ich hatte nie diesen Gedanken. Du hattest diesen Gedanken, du Stück Scheiße. Schau, ich habe ihn gespeichert. Ich habe ihn in meinen Blog gestellt. Böser Gedanke.“

Elon Musk: Ja. Ich bin mir nicht sicher, warum die Leute glauben, dass das Löschen eines Tweets ihn verschwinden lässt. Es ist wie: „Hallo, ich bin schon eine Weile im Internet.“ Alles bleibt für immer.

Joe Rogan: Ja. Es ist sogar so, dass sie nicht wollen, dass man es löschen kann. Das ist ein Problem. Denn wenn man seine Meinung geändert hat und die frühere Aussage nicht löschen kann, dann kommen die Leute und sagen: „Ach, leck mich doch. Ich habe das da drüben. Ich werde das einfach nehmen. Ich werde mich nicht um den Scheiß kümmern, den du darunter geschrieben hast.“

Elon Musk: Es steht unlöschbar in deiner Akte.

Joe Rogan: Ja. Es ist für immer wie ein Tattoo.

Elon Musk: Wie in der High School: „Wir werden das in deiner Akte notieren.“

Joe Rogan: Ja. Es ist wie eine Tätowierung. Man behält es.

Es gibt da diesen Mangel an Mitgefühl. Es ist ein Problem des fehlenden Mitgefühls. Viele sind einfach absichtlich scheiße zueinander. Sie sind die ganze Zeit online und versuchen, mich zu erwischen. Sie versuchen mehr als jeder Polizist, möglichst viele Leute zu verhaften. Es ist, als ob sie eher versuchen, dich für etwas zu erwischen, als dass sie es logisch betrachten und denken, dass es eine schlechte Sache ist, die du getan hast, oder dass es eine Idee ist, mit der sie nicht so sehr einverstanden sind, so dass sie dich beleidigen mussten. Sie versuchen, dich zu fangen.

Elon Musk: Ja, ich meine, es ist viel einfacher, in den sozialen Medien fies zu sein als in Person.

Joe Rogan: Es ist seltsam. Es ist keine normale Art der menschlichen Interaktion. (02:35:00) Es ist Betrug. Man sollte nicht in der Lage sein, so einfach zu interagieren, wenn die Leute einen nicht ansehen. Das würde man sonst nie tun. Man ist nicht so gemein, wenn man jemandem in die Augen schaut. Wenn du das tun würdest, würdest du dich beschissen fühlen.

Elon Musk: Die meisten Menschen.

Joe Rogan: Ja, man würde sich schrecklich fühlen, es sei denn, man wäre ein Soziopath.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Elon Musk, es war mir ein Vergnügen.

Elon Musk: Ja, gleichfalls.

Joe Rogan: Das war eswirklich.

Elon Musk: Es war mir eine Ehre. Danke, dass ich dabei sein durfte.

Joe Rogan: Ich danke dir, denn ich weiß, dass du nicht viele von diesen langen Formaten machst. Ich hoffe, ich habe dich nicht verärgert, und ich hoffe, du bist nicht sauer, weil du Gras geraucht hast. Es ist nicht schlimm. Es ist legal. Wir sind in Kalifornien. Das ist genauso legal wie der Whiskey, den wir getrunken haben.

Elon Musk: Richtig.

Joe Rogan: Dann ist doch alles gut, oder?

Elon Musk: Prost.

Joe Rogan: Prost. Vielen Dank. Gibt es noch eine andere Botschaft, die du uns mit auf den Weg geben möchtest, außer dass Liebe die Antwort ist – denn ich denke, damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen?

Elon Musk: Die Menschen sollten netter zueinander sein und anderen mehr Vertrauen entgegenbringen und nicht annehmen, dass sie gemein sind, bis man weiß, dass sie es tatsächlich sind. Weißt du, es ist einfach, Leute zu verteufeln. Meistens liegt man damit aber falsch. Die Menschen sind netter, als man denkt. Gebt anderen einen Vertrauensvorschuss.

Joe Rogan: Ich könnte nicht mehr zustimmen. Und ich möchte dir nicht nur für all die verrückten Innovationen danken, die du dir ausgedacht hast, und für deinen ständigen Fluss an Ideen, sondern auch dafür, dass du diese Ansicht öffentlich äußerst, was dich sehr verletzlich macht, aber sehr ehrlich ist und ich dir zustimme. Und ich glaube es.

Elon Musk: Es ist richtig.

Joe Rogan: Ich glaube auch, dass es richtig ist. Also, ich danke dir.

Elon Musk: Gern geschehen.

Joe Rogan: All ihr Arschlöcher da draußen, seid nett. Sei nett, Schlampe. Also gut. Vielen Dank, Leute. Ich danke dir, Elon.

Elon Musk: Alles klar, danke.

Joe Rogan: Gute Nacht, alle zusammen. (02:36:53)

Ein Kommentar zu „The Joe Rogan Experience #1169 – Elon Musk (V)

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