The Joe Rogan Experience #1470 – Elon Musk

Am 07. Mai 2020, drei Tage nach der Geburt seines Sohnes X, war Elon Musk zum zweiten Mal zu Gast bei Joe Rogan. Themen dieses auf YouTube veröffentlichten zweistündigen Podcasts sind unter anderem der Name des neugeborenen Kindes, warum Elon Musk den größten Teil seines privaten Besitzes veräußert, wie man sich das denn nun genau mit dem Neuralink vorstellen kann, warum Sprache, so wie wir sie kennen, ein sehr unvollkommenes Kommunikationsmittel ist, warum Sprachlosigkeit nicht schlecht sein muss, wie eine Welt in Symbiose mit einer KI aussehen könnte, Covid und welche Auswirkungen der Versuch der Eindämmung der Pandemie auf die Gesellschaft hat und warum eine korrekte Berichterstattung für ein Weiterkommen in dieser Lage so wichtig ist, wie es sein kann, dass eine Stahlkugel eine Autoscheibe zerbricht, und – last but not least –  was das Tolle daran ist, wenn sich intelligente Leute gegenseitig an die Kehle gehen. Um zum englischen Transkript zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Link.

Joe Rogan: (00:00) Willkommen zurück.

Elon Musk: Jetzt geht’s wieder los.

Joe Rogan: Schön, dich zu sehen, und herzlichen Glückwunsch.

Elon Musk: Vielen Dank.

Joe Rogan: Du wirst nie vergessen, was auf der Welt vor sich ging, wenn du an die Geburt deines Kindes zurückdenkst. Dir wird immer bewusst sein, in was für einer verrückten Zeit dein Kind geboren wurde.

Elon Musk: Das ist sicher.

Joe Rogan: Das ist ganz sicher. Wahrscheinlich in der verücktesten Zeit, an die ich mich erinnern kann.

Elon Musk: Ja, und er wurde am 4. Mai geboren.

Joe Rogan: Das ist auch lustig. Möge der Vierte mit ihm sein.

Elon Musk: Ja, genau.

Joe Rogan: Das muss er.

Elon Musk: Hoffentlich. Ich hoffe es sehr.

Joe Rogan: Perfekt.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Ich meine, das war der perfekte Tag für dich. Wie spricht man den Namen aus? Ist es ein Platzhalter?

Elon Musk: Zunächst einmal ist mein Partnerin diejenige, die eigentlich den größten Teil zu dem Namen beitrug.

Joe Rogan: Glückwunsch an sie.

Elon Musk: Ja. Sie ist großartig, wenn es um Namen geht. Also, man spricht es einfach X [ɛks], der Buchstabe X, und dann wird das ‚Æ‘ wie „ash“ [æʃ] ausgesprochen. Und A-XII ist mein Beitrag.

Joe Rogan: Oh, warum A-XII?

Elon Musk: Archangel 12, der Vorläufer der SR-71. Das coolste Flugzeug aller Zeiten. Wirklich.

Joe Rogan: Ich stimme dir einfach mal zu. Ich kann da nicht mitsprechen. Ich bin damit nicht so vertraut. Ich weiß aber, was die SR-71 ist.

Elon Musk: Die SR-71 entstand aus einem CIA-Programm namens Archangel. Es war das Archangel-Projekt.

Joe Rogan: Oh wow, was für ein cooles Flugzeug. Für jemanden, der sich wie du intensiv mit der Fliegerei beschäftigst, ist das perfekt.

Elon Musk: Es ist wirklich cool.

Joe Rogan: Ja, echt toll.

Fühlt es sich seltsam an, Vater zu werden, während dieser Wahnsinn läuft? Fühlt es sich genauso an wie die anderen Male, oder ist das noch seltsamer?

Elon Musk: Tatsächlich denke ich, dass es besser ist, älter zu sein, wenn man ein Kind bekommt. Ich schätze es mehr. Ja, Babys sind fantastisch.

Joe Rogan: Sie sind ziemlich fantastisch.

Elon Musk: Sie sind fantastisch. Ja.

Joe Rogan: Als ich noch keine eigenen Kinder hatte, habe ich die Kinder anderer Leute gesehen, und es war nicht so, dass ich sie nicht mochte, aber ich fühlte mich nicht zu ihnen hingezogen. Aber jetzt, wenn ich kleine Kinder sehe, habe ich sie als diese kleinen Liebespakete vor Augen.

Elon Musk: Ja, kleine Liebeskäfer.

Joe Rogan: Ja, man hat eine ganz andere Vorstellung von ihnen hat, wenn man sieht, wie sie auf die Welt kommen und dann wachsen und schließlich anfangen, mit einem zu reden.  Die ganze Vorstellung, was ein Baby ist, ändert sich.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Jetzt, da du es als älterer und reiferer Mensch mehr zu schätzen weißt, muss es wirklich ziemlich wunderbar sein.

Elon Musk: Ja. Großartig. Wunderbar. Es ist großartig. Nun, Babys sind großartig. Ich habe auch viel Zeit mit KI und neuronalen Netzen verbracht und so kann man sehen, wie sich das Gehirn entwickelt, was … Ein neuronales Netz versucht im Grunde zu simulieren, was ein Gehirn tut. Man kann sehen, wie es sehr schnell lernt. Weißt du, es ist einfach unglaublich.

Joe Rogan: Du sprichst über das neuronale Netz; du sprichst nicht über ein Baby, richtig?

Elon Musk: Ich spreche nicht von einem Baby.

Joe Rogan: Aber von beidem zusammen.

Elon Musk: Ja. Der Ausdruck ‚neuronales Netz‘ bezieht sich auf das Gehirn. Es ist wie ein Netz aus Neuronen. Der Mensch ist der ‚original Gangster‘ des neuronalen Netzes.

Joe Rogan: Das ist eine schöne Art, es zu sagen.

Wenn ihr künstliche Intelligenz programmiert, wenn ihr an der künstlichen Intelligenz arbeitet, versucht ihr dann speziell, den Entwicklungsprozess eines menschlichen Gehirns zu imitieren?

Elon Musk: In vielerlei Hinsicht. Es gibt einige Möglichkeiten, die anders sind. Eine Analogie, die oft verwendet wird, ist, dass wir ein U-Boot nicht wie einen Fisch schwimmen lassen, aber wir nehmen die Prinzipien der Hydrodynamik und wenden sie auf das U-Boot an.

Joe Rogan: Ich habe mich als Laie immer gefragt: Versucht ihr, die gleichen Ergebnisse wie die eines menschlichen Gehirns zu erzielen, aber mit anderen Methoden? Oder versucht ihr, die Art und Weise zu kopieren, mit der ein menschliches Gehirn Ergebnisse erzielt?

Elon Musk: Die wesentlichen Elemente eines neuronalen Netzes der KI sind einem neuronalen Netz des menschlichen Gehirns wirklich sehr ähnlich. Es hat mehrere Schichten von Neuronen und Backpropagation. All diese Dinge sind das, was ein Gehirn tut. Man hat eine Neuronen-Schicht, die eine Reihe von Zwischenschritten durchläuft, um schließlich zu einer Erkenntnis zu gelangen, und dann kehrt es diese Schritte um und geht vor und zurück und geht überall hin. Das ist sehr interessant.

Joe Rogan: Ja, das kann ich mir vorstellen. Der Gedanke, etwas zu programmieren, das irgendwann schlauer sein wird als wir, so dass es eines Tages fragen wird: (05:00) „Warum hast du das so gemacht?“ Wenn eine künstliche Intelligenz empfindungsfähig wird, dann wird sie erkennen: „Oh, du hast versucht, dich selbst zu imitieren. – Dieses hier ist ein so viel besserer Prozess. Lass diesen ganzen Unsinn weg.”

Elon Musk: Wie ich schon sagte, es gibt Elemente, die gleich sind. Aber auch ein Flugzeug fliegt nicht wie ein Vogel.Es schlägt nicht mit den Flügeln, aber die Flügel, die Art und Weise, wie die Flügel funktionieren und Auftrieb erzeugen, ist die gleiche wie bei einem Vogel.

Joe Rogan: Zurzeit verkaufst du all deine Häuser. Du sagst, dass du keine materiellen Besitztümer mehr möchstest. Ich habe sehr viel darüber gehört, und es ist mir wirklich ein Anliegen, mit dir darüber zu sprechen. Weil es eine interessante Sache ist, die von einem Typen wie dir kommt. Also, warum tust du das?

Elon Musk: Eigentlich bin ich etwas traurig darüber.

Joe Rogan: Wenn dich das traurig macht, warum tust du es dann?

Elon Musk: Ich denke, dass Besitztümer einen irgendwie belasten und eine Art Angriffsvektor darstellen. Sie sagen: „Hey, Milliardär, du hast so viel Zeug.“ Nun, jetzt habe ich aber kein Zeug mehr. Was sagt ihr nun?

Joe Rogan: Angriffsvektor bedeutet, gezielte Angriffe von Menschen?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Interessant, ja. Wirst du eine Wohnung mieten?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Okay. Und alles loswerden außer Kleidung?

Elon Musk: Nein, ich habe ‚fast alles‘ gesagt, also…

Joe Rogan: Behälst du ein paar Teslas?

Elon Musk: Muss ich ja irgendwie, um das Produkt zu testen und so. Und es gibt Dinge, die einen sentimentalen Wert haben, die behalte ich auf jeden Fall. Ich meine, was ist das Schlimmste, was passieren könnte? Ich meine, es geht mir gut.

Joe Rogan: Ja, wenn es dir nicht gefällt, kannst du dir ja wieder was Neues kaufen.

Elon Musk: Davon gehe ich aus.

Joe Rogan: Nun, vom Verkaufserlös kannst du dir neue Sachen kaufen. Hast du den Eindruck, dass die Menschen dich über deinen Reichtum definieren, und das auf eine abwertende Weise?

Elon Musk: Mit Sicherheit. Ich meine, nicht jeder. Aber ja, in den letzten Jahren ist die Bezeichnung „Milliardär“ abwertend geworden, als wäre das eine schlechte Sache. Was meiner Meinung nach in den meisten Fällen nicht sehr logisch ist. Wenn man im Grunde ein Unternehmen organisiert…- Wie entsteht dieser Reichtum? Wenn man ein Unternehmen so gut organisiert, dass es bessere Produkte und Dienstleistungen anbietet als bisher dagewesen, und man einen gewissen Anteil an diesem Unternehmen hat, dann gibt einem das im Grunde das Recht, mehr Kapital zu besitzen. Es gibt eine Verbindung zwischen Konsum und Kapitalallokation.

Nimm zum Beispiel Warren Buffet. Ehrlich gesagt bin ich nicht sein größter Fan, aber weißt du, er hat gerne die volle Kapitalzuweisung, und er liest eine Menge Jahresberichte von Unternehmen und die ganze Buchhaltung, und das ist wirklich ziemlich langweilig. Er versucht herauszufinden, ob Coke oder Pepsi mehr Kapital verdient?

Ich meine, es ist ein ziemlich langweiliger Job, wenn man mich fragt. Aber es ist dennoch wichtig, das herauszufinden. Zum Beispiel, welche Firma verdient es, mehr oder weniger Kapital zu erhalten. Sollte diese Firma wachsen oder expandieren? Stellt das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen her, die besser als andere sind oder schlechter? Wenn ein Unternehmen überzeugende Produkte und Dienstleistungen herstellt, sollte es mehr Kapital bekommen, und wenn nicht, sollte es weniger bekommen oder das Geschäft aufgeben.

Joe Rogan: Nun, es gibt auch einen großen Unterschied zwischen jemandem, der unglaublich viel Geld damit verdient, fantastische Produkte zu entwerfen und zu entwickeln, und jemandem, der unglaublich viel Geld damit verdient, in Unternehmen zu investieren oder Geld an der Börse zu bewegen oder Dinge in dieser Richtung zu tun. Das ist eine andere Sache, und sie alle in die gleiche Kategorie zu stecken, scheint sehr einfach zu sein. Wie du schon gesagt hast, es ist ein Angriffsvektor.

Elon Musk: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, dass es vor allem in den USA eine Überallokation von Talenten im Finanz- und Rechtswesen gibt. Im Grunde genommen gehen zu viele kluge Leute in den Finanz- und Rechtsbereich. Das ist sowohl ein Kompliment als auch eine Kritik. Ich denke, wir sollten weniger Leute haben, die sich mit Recht und Finanzen beschäftigen, und mehr Leute, die Sachen machen.

Joe Rogan: Nun, das wäre sicherlich besser für alle Beteiligten, wenn sie bessere Sachen herstellen und anbieten würden.

Elon Musk: Ja, absolut. Früher hatte die Fertigung in den USA einen hohen Stellenwert, heute hat sie es nicht mehr. Man schaut oft auf sie herab, was meiner Meinung nach falsch ist.

Joe Rogan: Ja. Nun, ich denke, dass viele inzwischen verstehen,  – besonders (10:00) im Hinblick auf diese ganze Pandemie und unserer Beziehung zu China –  dass der Fertigung und der Fertigung in den USA ein hoher Stellenwert zukommt.

Elon Musk: Ja. Jemand muss die richtige Arbeit machen. Ein Auto zu bauen, das ist eine ehrliche Arbeit, ganz gewiss. Irgendetwas herzustellen, oder eine wertvolle Dienstleistung anzubieten, wie gute Unterhaltung, gute Informationen – das sind alles wertvolle Dinge, die man tun sollte. Ja, es sollte mehr davon geben.

Joe Rogan: Zurück zum Verkauf deiner Besitztümer – hat sich diese Idee im Laufe der Zeit aufgebaut oder war da ein Moment der Erkenntnis, in dem dir das klar wurde?

Elon Musk: Ich hatte schon eine Weile darüber nachgedacht. Zum Teil, da ich eine Menge Häuser habe, aber nicht viel Zeit in den meisten von ihnen verbringe. Das scheint mir keine gute Verwendung des Vermögens zu sein. Andere könnten sich wahrscheinlich an diesen Häusern erfreuen und sie besser nutzen als ich.

Joe Rogan: Gehört dir nicht das Haus von Gene Wilder?

Elon Musk: Das gehört mir.

Joe Rogan: Das ist unglaublich.

Elon Musk: Es ist fantastisch.

Joe Rogan: Wow.

Elon Musk: Ja. Es ist genau das, was man erwarten würde.

Joe Rogan: Hast du darum gebeten, dass der Käufer es nicht versaut?

Elon Musk: Ja, das ist eine Voraussetzung.

Joe Rogan: Oh, eine Voraussetzung? Das ist eine gute Voraussetzung.In diesem Fall, in diesem Haus.

Elon Musk: Ja, es wird sich wahrscheinlich für weniger verkaufen, aber trotzdem, das ist mir egal.

Joe Rogan: Oh, er ist eine Legende. Er wollte bestimmt seine Seele, seine Essenz in diesem Haus haben.

Elon Musk: Und sie ist da.

Joe Rogan: Ist sie das?

Elon Musk: Es ist ein wirklich skurriles Haus, ja.

Joe Rogan: Wie kommen du darauf, dass sie da ist? Was gibt dir das Haus?

Elon Musk: Ich meine, alle Schränke sind wie handgefertigt, und sie haben seltsame Formen, und es gibt Türen ins Nirgendwo und seltsame Korridore und Tunnel und seltsame Gemälde an der Wand.

Joe Rogan: Hast du jemals darin gewohnt?

Elon Musk: Es ist sehr skurril. Ich habe kurz darin gewoht, ja.

Joe Rogan: Aber warum kaufst du Häuser? Du besitzt all diese Häuser. Bist du irgendwie gelangweilt und sagst: „Ich glaube, das möchte ich auch haben“?

Elon Musk: Nun, ich hatte ein Haus, und das Gene Wilder Haus steht direkt gegenüber von meinem Haupthaus. Es sollte verkauft und dann abgerissen und für drei Jahre in eine große Baustelle verwandelt werden. Daher wollte ich es kaufen, den Geist von Gene Wilder bewahren und keine riesige Baustelle haben.

Dann bekam ich Probleme mit meiner Privatsphäre, weil manche einfach zu meinem Haus kamen und anfingen, über die Mauern zu klettern und so. Daher kaufte ich einige Häuser, die an mein Haus grenzten und irgendwann kam mir die Idee, selbst ein Haus zu bauen. Ich habe ein paar Grundstücke oben an der Somera Road erworben, von wo aus man eine tolle Aussicht hat, und ich dachte mir, okay, da gibt es viele kleine, ältere Häuser, die werden sowieso bald abgerissen. Wenn ich diese kleinen Häuser sammle, dann kann ich etwas, ich weiß nicht, Künstlerisches bauen; so etwas wie ein Traumhaus.

Joe Rogan: Was ist ein Traumhaus für Elon Musk? So eine Art Tony Stark Tower?

Elon Musk: Ja, definitiv. Ja, genau. Man muss diese Kuppel haben, die sich mit dem Tarnkappenhubschrauber öffnet und solche Sachen. Unbedingt.

Joe Rogan: Verdammt ja.

Elon Musk: Auf jeden Fall.

Aber dann fragte ich mich, ob es wirklich Sinn, dass ich Zeit damit verbringe, ein Haus zu entwerfen und zu bauen. Und ich würde zudem ganz bestimmt eine Art Zwangsstörung bei den kleinen Details und dem Design bekommen. Sollte ich nicht diese Zeit darauf verwenden, uns zum Mars zu bringen? Ich sollte wahrscheinlich das Letztere tun. Also, was ist wichtiger? Mars oder ein Haus? Und ich sagte mir, dass der Mars wichtiger ist.

Joe Rogan: Sind das deine Gedankengänge? Es wäre besser, eine Reise zum Mars zu planen oder Menschen zum Mars zu bringen?

Elon Musk: Ja, definitiv. Ich meine, man kann nur eine bestimmte Anzahl an Dingen tun.

Joe Rogan: Richtig. Nun, ich weiß sowieso nicht, wie du tust, was du tust. Ich verstehe nicht, wie du The Boring Company, Tesla, SpaceX, all diese verschiedenen Dinge, die du ständig machst, betreiben kannst. Ich verstehe das nicht. Ich meine, du hast das letzte Mal, als du hier warst, erklärt, wie du dir deine Zeit einteilst und wie hektisch und verrückt das ist. Ich verstehe es immer noch nicht… die Produktivität ist rätselhaft. Es macht einfach keinen Sinn, wie du so viel schaffen kannst.

Elon Musk: Nun, ich denke, ich habe eine hohe Produktivität, aber selbst damit kostet es immer noch Zeit, ein Haus zu bauen (15:00). Und selbst, wenn es ein wirklich großartiges Haus wäre, ist das immer noch keine gute Nutzung der Zeit im Vergleich zur Entwicklung der Raketen, die notwendig sind, um uns zum Mars zu bringen und zu helfen, nachhaltige Energie möglich zu machen. SpaceX und Tesla verbrauchen bei weitem die meiste Gehirnkapazität. Die Boring Company nimmt weniger als 1% ein. Und dann Neuralink, das ist, ich weiß nicht, vielleicht sind es 5 % und dann…

Joe Rogan: 5 %? Das ist ein guter Batzen.

Elon Musk: Es ist ein guter Brocken. Ja.

Joe Rogan: Wir haben das letzte Mal darüber gesprochen. Zu dem Zeitpunkt habt ihr versucht auszurechnen, wann es tatsächlich live gehen wird, wann es tatsächlich verfügbar sein wird. Testet ihr es gerade an Menschen?

Elon Musk: Nein, wir testen noch nicht an Menschen, aber es wird wahrscheinlich nicht mehr allzu lange dauern. Ich denke, dass wir in der Lage sein könnten, eine neuronale Verbindung in weniger als einem Jahr bei einer Person zu implantieren.

Joe Rogan: Gibt es irgendwelche Tests, die ihr zuvor machen müsst, um zu sehen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßung dieses Dings beim menschlichen Körper liegt? Gibt es ein Potenzial für eine Abstoßung?

Elon Musk: Es gibt ein sehr geringes Potenzial für eine Abstoßung. Ich meine, man kann es vergleichen mit Herzfrequenzmessgeräten und Geräten, die bei epileptische Anfälle und für die tiefe Hirnstimulation eingesetzt werden, und natürlich mit künstlichen Hüften und Knien und solchen Dingen. Die Wahrscheinlichkeit… Ich meine, es ist bekannt, was zu einer Abstoßung führen wird und was nicht. Es ist definitiv schwieriger, wenn man etwas hat, das sozusagen Neuronen liest und schreibt, das einen Stromimpuls erzeugt und Stromimpulse liest. Das ist ein bisschen schwieriger als, sagen wir, ein passives Gerät, aber es ist immer noch sehr machbar. Es gibt Leute, die im Moment primitive Geräte in ihren Gehirnen haben.

Joe Rogan: Welche Art von Geräten?

Elon Musk: Nun, zum Beispiel die tiefe Hirnstimulation, die für Parkinson zur Verfügung gestellt wurde, hat wirklich das Leben der Menschen in großem Maße verändert, was irgendwie bemerkenswert ist, weil es eine Art Zappen des Gehirns ist. Es ist wie ein Tritt gegen den Fernseher. Man denkt: „Mann, gegen den Fernseher zu treten sollte nicht funktionieren.“

Joe Rogan: Das tut es manchmal. Bei den alten Fernsehgeräten.

Elon Musk: Das hat es.

Joe Rogan: Mein Opa hat immer oben drauf gehauen.

Elon Musk: Aber sicher. Ja.

Joe Rogan: Es hat manchmal funktioniert.

Elon Musk: Also, dieses Gerät zur tiefen Hirnstimulation, das in das Gehirn implantiert wird, hat das Leben der Menschen grundlegend zum Besseren verändert.

Joe Rogan: Nun, lass uns darüber reden, worüber Du bezüglich Neuralink reden kannst, denn das letzte Mal, als du hier warst, konntest du nicht wirklich darüber reden. Dann gab es, glaube ich, eine Pressemitteilung oder so etwas, die irgendwie umriss…

Elon Musk: Oh ja, sicher.

Joe Rogan: Ja, das war einige Zeit, nachdem du das letzten Mal hier warst. Was genau ist das? Was passiert, wenn jemand letztendlich einen neuralen Link installiert bekommt? Was findet dann statt?

Elon Musk: Nun, die ersten Version des Gerätes würde nur in den Schädel implantiert werden. Es wäre bündig mit dem Schädel, so dass man genau genommen ein Stück des Schädels herausnimmt und das Neuralink-Gerät dort hineinsetzt. Man würde die Elektrodenfäden sehr vorsichtig in das Gehirn einführen, und dann würde man es zunähen, und man würde nicht einmal wissen, dass jemand es hat. Es kann im Grunde überall im Gehirn angeschlossen werden. Es könnte zum Beispiel dazu genutzt werden, die Sehkraft wieder herzustellen, auch wenn man den Sehnerv verloren hat.

Joe Rogan: Wirklich?

Elon Musk: Ja, absolut. Hören… – So ziemlich alles, was…- Es könnte im Prinzip fast alles reparieren, was mit dem Gehirn nicht stimmt. Es könnte die Funktionalität von Gliedmaßen wiederherstellen. Wenn man also eine Schnittstelle zum motorischen Kortex hat und dann ein Implantat, eine Art Mikrocontroller in der Nähe von Muskelgruppen, könnte man eine Art neuronalen Shunt schaffen, der jemandem, der querschnittsgelähmt ist, die volle Funktionalität wiedergibt. Er könnte wieder ganz normal herumlaufen.

Joe Rogan: Wow.

Elon Musk: Ja, oder vielleicht etwas besser.

Joe Rogan: Ein bisschen besser?

Elon Musk: Mit der Zeit, ja.

Joe Rogan: Du meinst, mit zukünftigen Iterationen?

Elon Musk: Wie der, du weißt schon, ‚Six Million Dollar Man‘. (20:00) Obwohl das heutzutage nicht mehr nach viel klingt.

Joe Rogan: Genau, das ist ziemlich billig. ‚Six Billion Dollar Man‘.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Das Loch würde also klein sein. Wie groß wäre das Loch, das man bohren muss und dann durch dieses Teil ersetzt? Ist es nur ein Loch?

Elon Musk: Nun ja, das Gerät, an dem wir gerade arbeiten, hat etwa einen Durchmesser von einem Zoll. Dein Schädel ist übrigens ziemlich dick.

Joe Rogan: Meiner ist es auf jeden Fall.

Elon Musk: Das könnte tatsächlich so sein, buchstäblich. Ich meine, wenn du ein großer Kerl bist, ist dein Schädel tatsächlich ziemlich dick. Ein Schädel ist etwa sieben bis 14 Millimeter dick.

Joe Rogan: Bei mir wahrscheinlich ein paar Zentimeter.

Elon Musk: Ein halber Zoll. Einen halben Zoll dicken Schädel. Ja, das ist ein ganzes Stück wie… Wir haben hier eine ziemliche Kokosnuss. Das ist nicht wie eine Eierschale.

Joe Rogan: Oh ja, das glaube ich dir.

Elon Musk: Ja, man implantiert das Gerät sozusagen.

Joe Rogan: Das ist also ein ein Zoll großes Quadrat? Ein Zoll im Durchmesser, also ein ein Zoll Kreis?

Elon Musk: Ja, stell dir eine Smartwatch oder so etwas in der Art vor.

Joe Rogan: Oh, okay.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Okay, also entnimmst du diesen einen Zoll Durchmesser wie beim Eisfischen, richtig? Warst du jemals Eisfischen?

Elon Musk: Nein, aber ich würde es gerne.

Joe Rogan: Es ist großartig. Es macht wirklich Spaß. Man nimmt einen Bohrer und bohrt durch die Eisoberfläche und schafft ein kleines Loch, in das man seine Schnur eintauchen kann. So ist das. Man angelt auf der Schädeldecke, und dann verkorkt man sie.

Elon Musk: Ja, und man ersetzt dieses, sagen wir, ein Zoll große Stück Schädel durch das Neuralink-Gerät, das eine Batterie, Bluetooth und ein induktives Ladegerät hat. Dann setzt man auch die Elektroden ein. Die Elektroden werden sehr vorsichtig mit einem Roboter eingesetzt, den wir dafür entwickelt haben. Er führt die Elektroden sehr vorsichtig ein und vermeidet dabei jegliche Venen oder Arterien, so dass kein Trauma entsteht.

Joe Rogan: Durch dieses Gerät mit einem Durchmesser von einem Zoll werden die Elektroden eingeführt, und sie finden ihren Weg…

Elon Musk: Das sind an sich winzige Drähte.

Joe Rogan: Und die finden ihren Weg zu bestimmten Bereichen des Gehirns, um sie zu stimulieren?

Elon Musk: Nein, man bringt sie buchstäblich dort an, wo sie hingehören.

Joe Rogan: Oh, okay. Wie lang werden diese Drähte sein?

Elon Musk: Sie gehen normalerweise, je nachdem, wo es ist, etwa zwei oder drei Millimeter hinein.

Joe Rogan: Sie finden einfach die Stellen?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wow.

Elon Musk: Dann setzt man das Gerät ein, und das ersetzt das kleine Stück des Schädels, das herausgenommen wurde. Danach näht man das Loch zu, und es bleibt nur eine kleine Narbe zurück, das war’s.

Joe Rogan: Wäre das austauschbar oder umkehrbar? Zum Beispiel, wenn jemand es nicht mehr aushält? „Ich bin zu schlau, ich halte es nicht aus.“

Elon Musk: Ja, man kann es wieder herausnehmen.

Joe Rogan: Abgesehen von der Wiederherstellung der Gliedmaßfunktion, des Sehvermögens und des Gehörs, was alles erstaunlich ist, gibt es irgendwelche kognitiven Vorteile, die du dir von so etwas versprichst?

Elon Musk: Im Prinzip ist es eine Möglichkeit für die Behebung jeder Art von Hirnverletzung oder schwerer Epilepsie oder etwas in der Art. Es könnte die Epilepsie sozusagen aufhalten. Es könnte es in Echtzeit erkennen und dann einen Gegenimpuls abfeuern und die Epilepsie stoppen.

Ich meine, es gibt eine ganze Reihe von Hirnverletzungen. Wenn man z. B. einen Schlaganfall hat, kann man die Fähigkeit zu sprechen verlieren, und das könnte auch repariert werden. Wenn man einen Schlaganfallschaden hat oder man verliert, sagen wir, die Muskelkontrolle über einen Teil des Gesichts oder so etwas in der Art. Und dann, wenn man älter wird, neigt man dazu… – wenn man Alzheimer oder so etwas bekommt, dann verliert man das Gedächtnis, und das könnte einem dabei helfen, das Gedächtnis wiederherzustellen und solche Dinge.

Joe Rogan: Die Wiederherstellung des Gedächtnisses – wie wird das ermöglicht? Diese Drähte, diese kleinen Drähte stimulieren also diese Bereiche des Gehirns. Ist es so, dass diese Bereiche des Gehirns eine Art elektrische Kraft verlieren? Was passiert da?

Elon Musk: Man kann sich das als einen Haufen Schaltkreise vorstellen, und es gibt einige Schaltkreise, die kaputt sind, und wir können diese Schaltkreise reparieren. Es ist ein Ersatz für diese Schaltkreise.

Joe Rogan: Läuft dort eine bestimmte Frequenz durch?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Ist der Prozess, herauszufinden, wie viel oder wie wenig… – (25:00) wie viel diese Bereiche des Gehirns hochgepusht werden müssen?

Elon Musk: Ja. Es gibt noch eine Menge Arbeit zu tun. Wenn ich sage, dass wir eine Chance haben, es wahrscheinlich innerhalb eines Jahres in eine Person einzusetzen, dann ist das genau das, was ich meine. Ich denke, wir haben eine Chance, einen Neuralink einzusetzen und dadurch eine Person gesund zu bekommen und einige Funktionen wiederherzustellen, die sie verloren hatte.

Joe Rogan: Die Befürchtung ist, dass man irgendwann den ganzen Kopf abschneiden und ein neues Oberteil mit einer ganzen Reihe von Drähten anbringen muss, wenn man die echte Turbo-Version haben will. Der P100D der Hirnstimulation.

Elon Musk: Ich meine, wenn man letztendlich eine vollständige KI-Symbiose anstrebt, wird man wahrscheinlich so etwas machen wollen.

Joe Rogan: Symbiose ist ein gruseliges Wort, wenn es um KI geht.

Elon Musk: Es ist optional.

Joe Rogan: Das hoffe ich doch. Es ist nur, ich meine, wenn man einmal den Lebensstil von Doctor Manhattan genossen hat, wenn man einmal ein Gott geworden ist, scheint es sehr unwahrscheinlich, dass man wieder dumm sein will. Du könntest buchstäblich die Art und Weise, wie die Menschen miteinander umgehen, grundlegend verändern.

Elon Musk: Ja. Sie bräuchten nicht zu reden.

Joe Rogan: Ich habe solche Angst davor, bin aber gleichzeitig so aufgeregt darüber. Ist das seltsam?

Elon Musk: Nun, die KI wird besser und besser. Nehmen wir mal an, es ist so etwas wie ein gutartiges KI-Szenario. Selbst in einem gutartigen Szenario sind wir irgendwie zurückgeblieben. Wir sind nicht mit von der Partie. Wir sind einfach zu dumm.

Joe Rogan: Richtig.

Elon Musk: Wie soll man da mithalten? Wenn du sie nicht schlagen kannst, mach bei ihr mit. Wir sind bereits bis zu einem gewissen Grad ein Cyborg, richtig? Denn du hast dein Telefon, du hast deinen Laptop, deine elektronischen Geräte. Wenn du heute dein Telefon nicht dabei hast, ist es, als hättest du das „Missing-Limb-Syndrom“. Es fühlt sich an, als würde wirklich etwas fehlen. Wir sind bereits teilweise ein Cyborg oder ein KI-Symbiont, im Wesentlichen.

Es ist nur so, dass die Datenrate zur Elektronik langsam ist. Vor allem bei der Ausgabe, da man ja nur die Daumen benutzt. Ich meine, wie hoch ist deine Datenrate? Optimistisch betrachtet, 100 Bits pro Sekunde. Das ist großzügig gerechnet. Jetzt kann der Computer mit hundert Terabyte kommunizieren. Bestimmt ist dir bewusst, dass Gigabits an diesem Punkt trivial sind.

Im Grunde kann dein Computer Dinge eine Million Mal schneller erledigen. Ab einem bestimmten Punkt ist es, als würde man mit einem Baum sprechen. Okay? Das ist langweilig. Man redet mit einem Baum – das ist nicht sehr unterhaltsam. Wenn man das Problem der Datenrate lösen kann, vor allem bei der Ausgabe, aber auch bei der Eingabe, dann kann man die Symbiose, die bereits zwischen Mensch und Maschine besteht, verbessern.

Joe Rogan: Also, ihr könnt das verbessern – wenn du sagst, man muss nicht mehr miteinander reden. Wir haben immer darüber gescherzt. Ich habe in diesem Podcast schon eine Million Mal darüber gescherzt, dass es eines Tages in der Zukunft eine Zeit geben wird, in der man die Gedanken des anderen lesen kann. Man wird in der Lage sein, auf eine Art nonverbale, nicht-physische Weise miteinander in Kontakt zu treten und Daten hin und her zu übertragen, ohne dass man den Mund benutzen muss, um Geräusche zu machen.

Elon Musk: Genau, also wenn man… Was passiert, wenn man, sagen wir mal, eine komplexe Idee hat, die man jemandem vermitteln will – wie macht man das? Nun, das Gehirn betreibt eine Menge Aufwand, um ein komplexes Konzept in Worte zu fassen, und dabei entsteht eine Menge Verlust, Informationsverlust, der auftritt, wenn man ein komplexes Konzept in Worte fasst. Dann sagt man diese Worte, und diese Worte werden dann interpretiert, dann werden sie von der Person, die zuhört, dekomprimiert. Diese Person wird im besten Fall ein sehr unvollständiges Verständnis von dem bekommen, was man zu vermitteln versucht hat. Es ist sehr schwierig, ein komplexes Konzept präzise zu vermitteln, denn es gibt eine Kompression, eine Dekompression, (30:00) es kann sein, dass man nicht einmal alle Worte richtig verstanden hat, und so ist die Kommunikation schwierig. Was wir hier haben, ist ein Versagen in der Kommunikation. Cool Hand Luke.

Joe Rogan: Ja. Großartiger Film.

Elon Musk: Ja, der war gut.

Joe Rogan: Es gibt auch einen Interpretationsfaktor. Man kann bestimmte Wortfolgen auf unterschiedliche Weise interpretieren, und das hängt vom Tonfall ab, von sozialen Hinweisen, sogar vom Gesichtsausdruck, von Sarkasmus. Es gibt eine Menge Variablen.

Elon Musk: Sarkasmus ist schwierig. (30:34)

Joe Rogan: (30:36) Ich denke, dass möglicherweise eine universelle Sprache durch Computer geschaffen wird, die besonders Kinder sehr schnell lernen würden. Meine Kinder sind zum Beispiel bei TikTok und all diesen Kram, und ich weiß nicht, wie das geht. Sie wissen, wie man es macht, und sie wissen, wie man es wirklich schnell macht. Sie lernen so schnell und zeigen mir, wie man sowas bearbeitet.

Es ist, als würde man einem Kind von der ersten Klasse an eine neue universelle Sprache beibringen, im Grunde wie ein Rosettastein, und etwas, das damit gemacht wird, interpretiert die Gedanken und man kann Gedanken ohne Raum für Interpretation glasklar vermitteln, so dass man weiß, was eine Person sagt. Man könnte kommunizieren, ohne Geräusche mit dem Mund machen zu müssen. Man braucht keine dieser akzeptierten Arten, die wir entwickelt haben, um Geräusche zu machen, denen wir alle durch unser kulturelles Wörterbuch zustimmen. Wir könnten das alles umgehen.

Elon Musk: Man kann es immer noch aus sentimentalen Gründen tun.

Joe Rogan: Wie Lagerfeuer.

Elon Musk: Ja, genau. Man braucht kein Lagerfeuer. Man muss keine Marshmallows rösten, um Spaß zu haben.

Joe Rogan: Richtig.

Elon Musk: Also, ja, ich denke, im Prinzip wäre man in der Lage, sehr schnell und mit viel mehr Präzision Ideen zu kommunizieren. Ich bin mir nicht sicher, was mit der Sprache passieren würde. In einer solchen Situation wäre man in der Lage, einfach… – es wäre ein bisschen wie in ‚Matrix‘. Wenn man eine andere Sprache sprechen möchte – kein Problem. Lade einfach das Programm herunter.

Joe Rogan: Richtig. Also zumindest für die ersten Iterationen, die ersten paar Iterationen. Ich weiß, dass Google…- einige ihrer Pixel Buds haben die Fähigkeit, Sprachen in Echtzeit zu übersetzen. Man kann zuhören, und es spielt einem die Übersetzung in der Sprache vor, die man wählt. Also wäre es etwas in dieser Richtung? Für die ersten paar Iterationen?

Elon Musk: Nun, die ersten paar Iterationen sind… – wovon ich spreche, dauert noch eine Weile und es steckt eine Menge Entwicklung darin. Bei den ersten paar Versionen werden wir ausschließlich versuchen, Gehirnverletzungen zu heilen. Also keine Sorge, es wird sich nicht an Dich heranschleichen. Das wird eine Weile dauern.

Joe Rogan: Wie viele Jahre? Bevor man nicht mehr reden muss?

Elon Musk: Wenn sich die Entwicklung weiter beschleunigt, dann vielleicht in fünf Jahren. Fünf bis zehn Jahre.

Joe Rogan: Das ist schnell. Das ist wirklich schnell.

Elon Musk: Das ist das Best-Case-Szenario.

Joe Rogan: In fünf Jahren wird nicht mehr geredet.

Elon Musk: Im besten Fall, aber zehn Jahre sind wahrscheinlicher.

Joe Rogan: Ich habe immer spekuliert, dass Außerirdische möglicherweise die Menschheit in der Zukunft sein könnten, denn sie haben sehr große Köpfe, sehr wenig Muskeln und benutzen ihren Mund nicht mehr. Ich meine den Archetyp eines Aliens, den man in „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ sieht – sie sind wie, wenn man den Australopithecus oder einen alten Hominiden mit uns vergleicht. Die Unterschiede sind weniger Haare, weniger Muskeln, größerer Kopf.

Und wenn man dann in die Zukunft denkt. Tausend, eine Million, was auch immer Jahre; oder fünf Jahre. Was auch immer passiert, sobald Neuralink online geht, und wir dann langsam beginnen, uns an diese neue Art des Seins anzupassen, bei der wir unsere Muskeln nicht mehr benutzen. Wir haben diesen gigantischen Kopf; wir können ohne Worte sprechen.

Elon Musk: Man könnte auch den Status sichern.

Joe Rogan: Den Status sichern?

Elon Musk: „Save state“, also den Zustand des Gehirns speichern, wie ein gespeichertes Spiel in einem Videospiel.

Joe Rogan: Wow. Zum Beispiel, wenn man von Windows 95 wechseln will.

Elon Musk: Na ja, hoffentlich ein bisschen besser als das. Aber, ja.

Joe Rogan: Ich glaube, wir sind im Moment Windows 95.

Elon Musk: Aus einer zukünftigen Perspektive, wahrscheinlich. Aber ja, ich meine, man könnte den Zustand speichern (35:00) und diesen Zustand im Prinzip in einem biologischen Wesen wiederherstellen, wenn man das in der Zukunft wollte. Vom Standpunkt der Physik aus gibt es nichts, was uns daran hindert. Man wäre ein bisschen anders, aber man ist auch ein bisschen anders als gestern, wenn man morgens aufwacht. Und man ist tatsächlich anders, wenn man sich mit seinem Ich vor fünf Jahren vergleicht; das ist ein ziemlich großer Unterschied. Du wärst also im Wesentlichen Du selbst. Ich meine, Du würdest sicherlich denken, dass Du Du selbst bist.

Joe Rogan: Man könnte sich also selbst abspeichern, das dann in eine Art biologischen Zustand verwandeln, und mit seinem 30-jährigen Ich herumhängen?

Elon Musk: Die Möglichkeiten sind endlos.

Joe Rogan: Es ist so seltsam.

Elon Musk: Ich meine, man kann zum Beispiel Videos mit dem Telefon aufnehmen. Es gibt keine Möglichkeit, sich so genau an ein Video zu erinnern, wie ein Telefon oder eine Kamera das kann. Also, mit einer fortgeschrittenen Version von Neuralink könnte man sich genauso gut an alles erinnern – als wäre es ein Film.

Joe Rogan: Kristallklar.

Elon Musk: Einschließlich der gesamten sensorischen Erfahrung.

Joe Rogan: Emotionen, alles.

Elon Musk: Man könnte alles abspielen lassen und tatsächlich könnte man es auch bearbeiten.

Joe Rogan: Es bearbeiten?

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Man könnte also seine Vergangenheit ändern?

Elon Musk: Man könnte es den Vorstellungen Deiner Vergangenheit entsprechend verändern. Ja.

Joe Rogan: Nun, wenn man also ein traumatisches Erlebnis hatte?

Elon Musk: Diese ganze Sache jetzt könnte eine nachgespielte Erinnerung sein.

Joe Rogan: Das könnte sein. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies eine nachgespielte Erinnerung ist? Falls Du eine Vermutung hast. Mehr als 50 %?

Elon Musk: Es gibt keine Möglichkeit, hier eine Wahrscheinlichkeit mit Genauigkeit anzugeben.

Joe Rogan: Genau. Aber grob gesagt, so aus dem Bauch heraus.

Elon Musk: Nun, ich habe keinen Neuralink in meinem Gehirn, also würde ich sagen, im Moment 0 %. Aber ab dem Zeitpunkt, an dem man einen Neuralink hat, steigt die Wahrscheinlichkeit über 0 %.

Joe Rogan: Die Vorstellung, dass wir eine Art konservierte Erinnerung erleben, ist, obwohl sie immer noch dieselbe ist, nicht tröstlich. Oder? Aus irgendeinem Grund sprechen die Leute, wenn sie über die Simulationstheorie sprechen, über die Möglichkeit, dass dies momentan eine Simulation ist. Auch wenn Dein Leben wunderbar sein mag, Du magst verliebt sein, Du magst Deine Karriere lieben, Du magst großartige Freunde haben, aber es ist nicht tröstlich zu wissen, dass diese Erfahrung auf die eine oder andere Weise nicht in einer materiellen Form existiert, die man anfassen kann. (klopft auf den Tisch)

Elon Musk: (klopft auch auf den Tisch) Es fühlt sich real an, nicht wahr?

Joe Rogan: Es fühlt sich real an. Aber die Vorstellung, dass es das nicht ist, ist aus irgendeinem seltsamen Grund beunruhigend.

Elon Musk: Ja. Ich bin sicher, dass es beunruhigend sein sollte, denn wenn das nicht real ist, was dann? Aber es gibt dieses alte Gedankenexperiment: Woher weiß man, dass man nicht ein Gehirn in einem Bottich ist? Ich meine, hier ist die Sache: Du bist ein Gehirn in einem Bottich, und dieser Bottich ist dein Schädel. Alles, was Du siehst, fühlst, hörst, alles, alle Deine Sinne sind elektrische Signale, alles. Alles ist ein elektrisches Signal an ein Gehirn in einem Bottich, wobei der Bottich Dein Schädel ist.

Joe Rogan: Alle Hormone, alle Neurotransmitter, all diese Dinge sind Drogen. Adrenalin ist eine Droge. Dopamin ist eine Droge. Du bist eine Drogenfabrik. Du veränderst ständig Deinen Zustand mit Liebe und Oxytocin und Schönheit. Alles verändert Deinen Zustand. Großartige Musik verändert Deinen Zustand.

Elon Musk: Auf jeden Fall. Doch hier ist noch eine andere interessante Idee. Wie ist das Bewusstsein entstanden? Nun, angenommen, man glaubt der Physik, die sich als wahr erweist, dann begann das Universum im Grunde als Quarks und Leptonen, und es wurde schnell Wasserstoff und Helium, Lithium – im Grunde die Elemente des Periodensystems, aber hauptsächlich Wasserstoff. Dann, über einen langen Zeitraum hinweg, 13,8 Milliarden Jahre später, wurde dieser Wasserstoff empfindungsfähig. Wo auf dem Weg hat das Bewusstsein… – Wo oder wann wurde aus dem nicht Bewusstseins unser Bewusstsein auf dem Weg zwischen Wasserstoff und hier?

Joe Rogan: Ab wann nennen wir es Bewusstsein? Ich habe mir heute ein Video angesehen, das wir vorhin in einem Podcast gespielt haben, in dem ein Affe auf einem Motorrad die Straße entlangfährt, vom Motorrad springt und versucht, ein Baby zu stehlen.

Elon Musk: Ja. Das habe ich gesehen. Es ging viral.

Joe Rogan: Hat der Affe ein Bewusstsein? Es scheint so zu sein. Es scheint, als hätte er einen Plan gehabt. Er fuhr ein verdammtes Motorrad und sprang dann vom Motorrad, um zu versuchen, ein Baby zu stehlen.

Elon Musk: Wo er das Baby ziemlich weit die Straße runtergeschleppt hat? (40:00)

Joe Rogan: Ja. Er scheint sich ziemlich bewusst zu sein, oder?

Elon Musk: Da ist definitiv ein gewisses Maß an Bewusstsein vorhanden.

Joe Rogan: Ja. Es ist nicht wie bei einem Wurm. Das scheint eine andere Ebene zu sein. Und es wird weitergehen. Das ist die wirkliche Sorge, wenn man über die möglichen zukünftigen Versionen des Menschen nachdenkt. Besonders, wenn man die symbiotische Beziehung zur künstlichen Intelligenz in Betracht zieht, die nicht wiederzuerkennen sein wird. Das wird eines Tages so weit von dem entfernt sein, was wir heute sind. Wir werden darauf zurückblicken, so wie wir jetzt auf einfache Organismen zurückblicken, aus denen wir uns entwickelt haben. Dieser Blick zurück wird nicht sehr weit in der Zukunft liegen, befürchte ich.

Elon Musk: Nun, ich hoffe, dass sich das Bewusstsein in der Zukunft ausbreitet und immer ausgefeilter und komplexer wird und dass es die Fragen versteht, die man über das Universum stellen muss.

Joe Rogan: Denkst Du, dass das der Fall sein wird? Als menschliches Wesen, als Du selbst, versuchst Du ganz klar, bewusste Entscheidungen zu treffen, um eine bessere Version von Dir selbst zu sein. Zum Beispiel die Idee, Dich von Deinen Besitztümern zu trennen; zu versuchen, das, was man nicht mag, zu verbessern; zu versuchen, eine bessere Version der Art und Weise, wie man mit der Realität interagiert, zu erlangen.

Wenn man sich in eine Richtung bewegt, in der man versucht, die Dinge zu verbessern, wird man sich immer an diesen neuen Ort bewegen, an dem man auf den alten Ort zurückblickt und sagt: „Ich habe es damals falsch gemacht.“ Das hier ist also eine beschleunigte Version davon. Eine super beschleunigte Version.

Elon Musk: Man kann sich nicht immer verbessern, aber man kann danach streben, sich zu verbessern, oder man kann danach streben, weniger falsch zu liegen. Wie in der Physik, deren Werkzeuge sehr mächtig sind. Gehe einfach davon aus, dass Du falsch liegst und strebe danach, weniger falsch zu liegen. Ich glaube nicht, dass es einem jeden Tag gelingen wird, weniger falsch zu liegen, aber wenn es einem gelingt, die meiste Zeit weniger falsch zu liegen, dann ist man auf einem guten Weg.

Joe Rogan: Das ist eine tolle Art, es auszudrücken. Strebe danach, weniger falsch zu liegen. Aber wenn die Leute nostalgisch auf einfachere Zeiten zurückblicken – das gibt es auch. Es ist sehr romantisch und aufregend, auf das Lagerfeuer zurückzublicken.

Elon Musk: Aber man könnte trotzdem ein Lagerfeuer haben.

Joe Rogan: Ja. Aber kann man es schätzen, wenn man ein Super-Nerd ist? Wenn man sich ans Netz anschließt, und eine Art Schädelplatte anstelle der Oberseite des Kopfes hat, und die internationale Sprache benutzt, mit der der Rest des Universums jetzt kommuniziert?

Elon Musk: Ja. Sicher. Ich denke schon. Ja. Ich mag Lagerfeuer.

Joe Rogan: Ich bin einfach besorgt. Ich meine, jeder hat immer Angst vor Veränderungen, aber ich habe Angst vor dieser monumentalen Veränderung, bei der wir nicht mehr miteinander reden werden.

Elon Musk: Wir werden kommunizieren.

Joe Rogan: Ja, aber es gibt eine Schönheit in der Rohheit der Sprache. Wenn sie wortgewandt ist, ist sie befriedigend, und sie trifft uns auf eine Art von viszeraler Weise. Wie: „Ah, diese Person hat es auf den Punkt gebracht. Ich liebe es, dass Sie es so getroffen haben.“ Es ist so schwer, einen wirklichen Gedanken einzufangen und ihn auf diese Art und Weise zu vermitteln, auf diese artikulierte Art. Man liest ein Zitat, ein großartiges Zitat einer weisen Person. Es begeistert dich, dass ihr Verstand etwas herausgefunden hat und die Worte auf eine richtige Art und Weise zusammengesetzt hat, die dein Gehirn zum Leuchten bringt.

Elon Musk: Es ist eine clevere Komprimierung eines Konzepts und eines Gefühls.

Joe Rogan: Aber auch die Tatsache, dass es ein Mensch getan hat.

Elon Musk: Ja, absolut.

Joe Rogan: Glaubst Du, dass es wie mit der elektronischen Musik sein wird? Dass die Leute sie nicht so schätzen werden wie eine Slide-Gitarre?

Elon Musk: Ich mag elektronische Musik.

Joe Rogan: Das tue ich auch. Nun, Du machst selbst welche. Ich weiß, dass Du sie magst.

Elon Musk: Ich hoffe, die Zukunft macht mehr Spaß und ist interessanter, und wir versuchen einfach, sie so zu gestalten.

Joe Rogan: Ich hoffe auch, dass es mehr Spaß macht und interessanter ist. Ich hoffe nur, dass wir auf dem Weg dorthin nichts verlieren.

Elon Musk: Wir könnten ein wenig verlieren, aber hoffentlich gewinnen wir mehr als wir verlieren.

Joe Rogan: Ja. Das ist die Sache, richtig? Mehr zu gewinnen, als wir verlieren. Eine Sache, die uns interessant macht, ist, dass wir so unvollkommen sind.

Elon Musk: Das stimmt. Ich meine, schau Dir die Zivilisationen im Laufe der Zeitalter an; die meisten von ihnen stiegen und fielen. Ich glaube, dass durch die Globalisierung, – so etwas wie die Memesphäre – es nicht genug Isolation zwischen Ländern oder Regionen gibt. Ein „Gehirnvirus“ sollte nicht zu viel von der Welt infizieren können. Ich sympathisiere mit den Globalisierungsgegnern, denn wir wollen ja nicht, dass überall das Gleiche passiert. Dann brauchen wir so eine Art geistige Virenimmunität. Das ist also ein bisschen beunruhigend.

Joe Rogan: Soll geistige Virenimmunität bedeuten, dass, sobald sich so etwas wie Neuralink etabliert hat, die wirkliche Sorge ist…- ich meine, Du sagst, es sei Bluetooth, richtig? Oder eine zukünftige Version davon? Du meinst, dass irgendetwas da reinkommen und es kaputt machen könnte?

Elon Musk: Nein, ich spreche von einem absurden Konzept, das aufkommt.

Joe Rogan: Nun, ich weiß, dass ein Virus in eingebetteten Chips stecken kann, richtig? Man setzt Chips ein und erwirbt dadurch dann Viren…

Elon Musk: Nun, wenn ich von einem Gedankenvirus spreche, dann meine ich ein Konzept, das die Köpfe der Menschen infiziert.

Joe Rogan: Oh, okay. Wie Kultdenken oder eine Art Fundamentalismus.

Elon Musk: Ja. Einfach eine verkehrte Idee, die viral geht.

Joe Rogan: Nun, das ist auch ein Problem, richtig, wenn jemand diese Technologie manipulieren kann, um etwas logisch oder rational erscheinen zu lassen.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Wäre das auch ein Thema? Hier geht es um Haben oder Nicht-Haben. Wenn das wirklich… – ich meine, zunächst wird es Menschen mit Verletzungen helfen, aber Du sagst, dass es letztendlich zu dieser spektakulären kognitiven Veränderung führen könnte.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Aber die Leute, die den Neuralink zuerst bekommen, werden gegenüber denen ohne Neuralink einen massiven Vorteil haben.

Elon Musk: Ihre Produktivität wird sich dramatisch verbessern, vielleicht um das zehnfache. Man könnte also auf jeden Fall einen Kredit dafür aufnehmen und das Geld sehr schnell zurückverdienen. Man ist ein Superhirn.

Joe Rogan: Nun, in einer kapitalistischen Gesellschaft könnte man so weit voraus sein, dass man nie mehr eingeholt werden kann, bevor sich alle anderen dieses Ding leisten können und sich ebenfalls vernetzen. Ist das eine Sorge?

Elon Musk: Das ist keine wirkliche Sorge. Ich meine, es gibt schon riesige Unterschiede in den kognitiven Fähigkeiten und Ressourcen. Man kann sich ein Unternehmen als eine Art kybernetisches Kollektiv vorstellen, das viel intelligenter ist als ein Individuum. Ich persönlich könnte nicht eine ganze Rakete bauen und die Triebwerke und sie starten und alles. Das ist unmöglich.

Aber wir haben 8.000 Leute bei SpaceX, und wir verteilen es auf verschiedene Leute und benutzen Computer und Maschinen und so. Wir können viele Raketen in die Umlaufbahn bringen, an die Raumstation andocken und solche Sachen. Das gibt es also schon, wobei diese Unternehmen wesentlich leistungsfähiger sind als ein Einzelner. Aber ich denke, wir sollten uns weniger Gedanken über die relativen Fähigkeiten von Menschen machen, sondern eher darüber, dass die KI weit über uns hinausgeht und vom menschlichen Willen entkoppelt ist.

Joe Rogan: Entkoppelt vom Menschen. Das ist also das „Wenn du sie nicht schlagen kannst, schließe dich ihnen an?“

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Du glaubst also, dass sowas unvermeidlich ist – dass eine empfindungsfähige KI im Grunde unvermeidlich ist?

Elon Musk: Überaus empfindungsfähige KI. Wie jenseits einer Ebene, die schwer zu verstehen, wahrscheinlich unmöglich zu verstehen ist.

Joe Rogan: Auf die eine oder andere Weise ist es also fast so, als wäre es eine Voraussetzung für das Überleben, eine Art symbiotische Existenz mit der KI zu erreichen.

Elon Musk: Es ist keine Voraussetzung. Es ist nur so: wenn man dabei sein möchte, dann muss man eine Art Symbiose eingehen. So wie ein Gehirn funktioniert. Man hat eine Art Tiergehirn, ein Reptiliengehirn, das limbische System. Und es gibt den Kortex. Nun werden die Gehirn-Puristen dieser Definition widersprechen, aber im Wesentlichen hat man das primitive Gehirn und das intelligente Gehirn bzw. das Gehirn, das in der Lage ist, zu planen und Konzepte und schwierige Dinge zu verstehen, die ein Affe nicht verstehen kann.

Nun ist Dein Kortex viel, viel (50:00) schlauer als Dein limbisches System. Nichtsdestotrotz arbeiten sie gut zusammen. Ich habe also noch niemanden getroffen, der sein limbisches System oder seinen Kortex loswerden will. Die Leute sind ziemlich glücklich, beides zu haben. Man kann sich das also wie beim Computer vorstellen; die KI ist wie eine dritte Schicht, eine tertiäre Schicht. Sie könnte also mit dem Kortex symbiotisch sein. Sie wäre viel schlauer als der Kortex, aber man hat im Grunde drei Schichten, und die hat man ja jetzt schon.

Dein Telefon und Dein Computer sind zu Dingen fähig, zu denen Dein Gehirn definitiv nicht fähig ist: Terabytes an Informationen perfekt zu speichern, unglaubliche Berechnungen durchzuführen, an die wir nicht einmal annähernd herankommen könnten. Du hast diese Fähigkeit durch Deinen Computer. Aber wie ich schon sagte, die Datenrate ist langsam, die Verbindung ist schwach.

Joe Rogan: Warum ist es so beunruhigend, oder warum fühlt es sich nicht gut an, darüber nachzudenken? Wenn ich zum Beispiel an eine symbiotische Verbindung mit einer KI denke, denke ich immer an ein kaltes, emotionsloses Ding, zu dem wir werden. Ist das eine schlechte Art, es zu betrachten?

Elon Musk: Ich glaube nicht, dass es so sein wird. Wie ich schon sagte, wir sind bereits symbiotisch mit der KI oder Computern.

Joe Rogan: Telefone, Computer, Laptops.

Elon Musk: Ja, es gibt eine ganze Reihe von KI, künstliche neuronale Netze. Neuronale Netze übernehmen mehr und mehr den Platz der regulären Programmierung. Wenn man also Google Voice oder Alexa oder eines dieser Dinge benutzt, verwendet es ein neuronales Netz, um die Sprache zu dekodieren und zu versuchen zu verstehen, was man gesagt hat.

Wenn man versucht, Bilderkennung zu betreiben oder die Qualität von Fotos zu verbessern, sind die neuronalen Netze der beste Weg, das zu tun. Wir sind also bereits eine Art kybernetischer Symbiont. Es ist es nur eine Frage der Datenrate. Die Kommunikationsgeschwindigkeit zwischen Deinem Telefon und Deinem Gehirn ist langsam.

Joe Rogan: Wann wirst Du es tun? Wie lange wirst Du warten? Sobald es verfügbar ist?

Elon Musk: Ja, wenn es funktioniert, werde ich es tun. Klar.

Joe Rogan: Auf Anhieb.

Elon Musk: Ich meine, wir sollten sicherstellen, dass es funktioniert.

Joe Rogan: Wie stellen wir sicher, dass es funktioniert? Probieren wir es an Gefangenen aus? Wie macht Ihr das? Vergewaltiger nehmen? Ihnen Löcher in den Kopf schneiden?

Elon Musk: Nein, wie ich sagte, bei Menschen mit sehr schwere Hirnverletzungen können wir diese Hirnverletzungen damit beheben. Dann kann man beweisen, dass es funktioniert, es weiter entwickeln und mehr und mehr Hirnverletzungen behandeln. In einem bestimmten Alter werden wir alle Alzheimer bekommen oder wir werden alle senil. Dann vergessen Mütter die Namen ihrer Kinder und so weiter. Das würde ermöglichen, sich an die Namen der Kinder wieder zu erinnern und ein normales, ein viel normaleres Leben zu führen, in dem man in der Lage wäre, im hohen Alter fit zu bleiben.

Im Grunde genommen würde fast jeder irgendwann einen Bedarf finden, eine neuronale Verbindung zu nutzen, wenn man ein gewisses Alter erreicht. Dann heißt es, okay, wir können also die Funktionalität verbessern und die Kommunikationsgeschwindigkeit erhöhen. Dann muss man also nicht mehr seine Daumen benutzen, um mit dem Computer zu kommunizieren.

Joe Rogan: Hast Du Dich jemals hingesetzt und das extrapoliert? Hast Du Dich jemals hingesetzt und über all die verschiedenen Iterationen nachgedacht und wohin das letztendlich führt?

Elon Musk: Ja, sicher. Ich denke viel darüber nach. Wie ich schon sagte, das ist nicht etwas, das sich an Dich heranschleichen wird. Die FDA-Zulassung dafür zu bekommen, geht nicht über Nacht. Ich weiß nicht; wir müssen wahrscheinlich bei Version 10 oder so sein, bevor eine Mensch-KI-Symbionten-Situation realistisch wäre. Du wirst es kommen sehen.

Joe Rogan: Wir sehen es kommen, aber was wird es sein? Wenn Du alleine bist, wenn Du mal freie Zeit hast – ich weiß nicht, ob Du freie Zeit hast – (55:00) aber wenn Du über diese Iteration nachdenkst, die nächste, weiter, immer weiter, und über die Verbesserungen auf dem Weg und Sprünge und technologischen Innovationen: Wo führt uns das hin? Was werden wir sein?

Elon Musk: Wann?

Joe Rogan: In 20, 25 Jahren? Was werden wir dann sein?

Elon Musk: Nun, vorausgesetzt, die Zivilisation ist noch da; sie sieht im Moment zerbrechlich aus. Ich denke, wir könnten … – in 25 Jahren könnte es wahrscheinlich eine Schnittstelle für das gesamte Gehirn geben.

Joe Rogan: Eine Schnittstelle für das ganze Gehirn?

Elon Musk: Etwas, das dem ziemlich nahe kommt. Ja.

Joe Rogan: Was meinst Du mit „Schnittstelle für das gesamte Gehirn“?

Elon Musk: Fast alle Neuronen sind mit einer Art KI-Erweiterung von Dir selbst verbunden. Falls Du das möchtest.

Joe Rogan: Eine KI-Erweiterung von mir selbst.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Was meinst Du mit einer KI-Erweiterung von einem selbst?

Elon Musk: Nun, wie ich schon sagte, hast Du bereits eine Rechnererweiterung von Dir selbst mit Deinem Telefon und Computern und so. Und seitdem das online ist – wenn zum Beispiel jemand stirbt, gibt es so etwas wie einen Online-Geist; derjenige ist immer noch da, das Online-Profil ist immer noch lebendig.

Joe Rogan: Das ist eine gute Art, es auszudrücken. Es ist seltsam, wenn man die Tweets von jemandem liest, nachdem er tot ist.

Elon Musk: Instagram und ihre Stories und was auch immer, Facebook und so, die E-Mails…

Joe Rogan: Das ist eine tolle Art, es auszudrücken. Es ist wie ein Online-Geist. Das ist sehr treffend.

Elon Musk: Ja. Es wäre also nur so, dass sich mehr von Dir in der Cloud befinden würde als in Deinem Körper, schätze ich.

Joe Rogan: Wow. Wenn Du sagst, dass die Zivilisation zerbrechlich ist, meinst Du dann, wegen dieser COVID-19-Scheiße, die jetzt gerade läuft?

Elon Musk: Was ist das? Ich habe noch nie davon gehört.

Joe Rogan: Es ist diese Sache, bei der manche Leute einfach einen Husten bekommen.

Elon Musk: Ich habe keine Ahnung, wovon Du sprichst.

Joe Rogan: Bei anderen Leuten ist es schlimmer.

Elon Musk: Sicher. Nun, ja. Ich meine, das hat sicherlich die geistige Kapazität der Welt in einem Ausmaß eingenommen, das ziemlich schockierend ist.

Joe Rogan: Ja. Nun, aus dem Nichts. Das ist ja das Verrückte. Wenn man zurück in den November geht, war nichts. Und jetzt sind wir hier, Dezember, Januar, Februar, März, April, Mai, sechs Monate. Eine völlig andere Welt. Also von ‚nichts‘ zu‘ alles ist abgesperrt‘. Es gibt so viele widersprüchliche Informationen und widersprüchliche Meinungen darüber, wie es weitergehen soll. Was ist passiert? Man findet Dinge, wie z.B. eine Fleischfabrik, ich glaube in Missouri, wo mehr als 300 Menschen asymptomatisch waren, aber positiv getestet wurden.

Und an anderen Orten verwüstet es ganze Gemeinden und tötet Menschen, und das ist so seltsam. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, dass es einen Haufen verschiedener Viren gibt. Es scheint entweder nicht dasselbe zu sein oder es gibt einen Haufen verschiedener Reaktionen auf die biologische Vielfalt der Menschen.

Elon Musk: Ich habe die ganze Sache in China gesehen, bevor sie sich in den USA abgespielt hat. Es ist also ein bisschen so, als würde man denselben Film noch einmal sehen, aber auf Englisch. Ich glaube, die Sterblichkeitsrate ist viel geringer, als es die Weltgesundheitsorganisation angibt. Sehr viel geringer. Wahrscheinlich weniger als die Hälfte.

Joe Rogan: Für manche Menschen und Menschen mit bestimmten Problemen scheint es sehr tödlich zu sein.

Elon Musk: Ja. Man kann sich die Sterblichkeitsstatistiken nach Alter anschauen und ob Vorerkrankungen vorliegen, also ob es grundsätzlich bestehende Erkrankungen gibt und nach Alter. Wenn man unter 60 ist und keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme hat, ist die Wahrscheinlichkeit des Todes extrem niedrig. Sie ist nicht null, aber sie ist extrem niedrig. (1:00:00)

Joe Rogan: Sie dachten aber nicht, dass dies der Fall sei, als sie anfingen, das Land abzuriegeln. Glauben Du, dass es sehr schwierig ist, den Kurs zu korrigieren, wenn sie einmal auf eine bestimmte Weise vorgegangen sind?

Elon Musk: Es ist fast so, als wollten die Leute eine Panik. Es ist ziemlich absurd.

Joe Rogan: Aber an manchen Orten ist eine Panik berechtigt, richtig? Zum Beispiel, wenn man auf der Intensivstation in Manhattan ist und die Leute links und rechts sterben und alle an Intubatoren hängen. Wenn man all diese Menschen an den Beatmungsgeräten sieht, und so viele von ihnen sterben, und man sieht, dass diese Krankenschwestern sterben und die Ärzte krank werden. An manchen Orten ist diese Angst berechtigt, aber an anderen Orten liest man diese Geschichten über Krankenhäuser, die im Grunde halb leer sind. Sie müssen Ärzte und Krankenschwestern beurlauben, weil es keine Arbeit für sie gibt.

Elon Musk: Die meisten Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten sind im Moment halb leer. In einigen Fällen sind sie nur zu 30 % ausgelastet.

Joe Rogan: Liegt das daran, dass sie sich entschieden haben, auf elektive Eingriffe und normale Dinge zu verzichten, für die die Leute ins Krankenhaus gehen müssten?

Elon Musk: Ja. Ich meine, wir reden hier nicht nur über… – einige dieser elektiven Eingriffe sind ziemlich wichtig. Zum Beispiel, wenn man ein krankes Herz hat.

Joe Rogan: Gallenblasenerkrankung, ja, sicher.

Elon Musk: Man braucht einen dreifachen Bypass. Es ist eine Art Wahlleistung, aber wenn man es nicht rechtzeitig machen lässt, wird man sterben.

Joe Rogan: Ja, elektiv ist ein komisches Wort.

Elon Musk: Wahlweise. Das ist nicht wie … – das ist nicht wie plastische Chirurgie.

Joe Rogan: Stimmt.

Elon Musk: Es ist eher so, dass meine Hüfte…- ich habe extreme Schmerzen, weil meine Hüfte kaputt ist oder mein Knie, und ich will nicht ins Krankenhaus gehen. Ich kann nicht ins Krankenhaus gehen. Es gibt Menschen mit extremen Schmerzen, Menschen, die eine Niere brauchen, Menschen, die sehr ernste Probleme haben, die aus Angst nicht gehen wollen. Ich denke also, das ist ein Problem; das ist nicht gut.

Joe Rogan: Es scheint, dass sich die öffentliche Wahrnehmung verschiebt.Die Leute atmen tief durch und entspannen sich, und aufgrund der Statistiken, im Wesentlichen auf der ganzen Linie, wird erkannt, dass es nicht so tödlich ist, wie wir dachten, dass es das ist. Immer noch gefährlich, immer noch schlimmer als eine Grippe, aber nicht so schlimm, wie wir dachten oder befürchteten, dass es sein könnte.

Elon Musk: Objektiv gesehen ist die Sterblichkeit viel geringer. Mindestens um den Faktor 10, vielleicht sogar um den Faktor 50 niedriger als ursprünglich angenommen.

Joe Rogan: Denkst Du, dass die derzeitige Art und Weise, wie wir damit umgehen, die soziale Distanzierung, die Masken, das Abschotten, sinnvoll ist? Ist das angemessen? Oder denkst Du, dass wir näher zu dem zurückkehren sollten, wo wir früher waren?

Elon Musk: Nun, richtige Hygiene ist eine gute Sache, egal was los ist.

Joe Rogan: Ja.

Elon Musk: Hände Waschen und wenn man hustet, bleibt man zu Hause oder trägt eine Maske. Das machen sie in Japan. Das ist ganz normal. Wenn man krank ist, trägt man eine Gesichtsmaske und hustet die Leute nicht an. Ich denke, das wäre eine großartige Sache, die man allgemein auf der ganzen Welt übernehmen könnte. Händewaschen ist auch gut.

Joe Rogan: Nun, es gibt eine Spekulation, warum Männer mehr betroffen sind als Frauen; weil Männer eklig sind. Wir waschen uns nicht so oft die Hände.

Elon Musk: Männer sind ekelhaft, es ist wahr. Es ist schlimm.

Joe Rogan: Es ist wahr, ich gebe es zu, wir sind alle Männer in diesem Raum. Wir sind alle ekelhaft.

Elon Musk: Ja. Geh einfach auf die Toilette; Dann kannst Du sehen, dass es schrecklich ist.

Joe Rogan: Ja, wir sind ekelhaft. Meine neunjährige Tochter schreit mich an; sie fragt: „Hast du dir die Hände gewaschen?“ Sie bringt mich dazu, zurückzugehen und meine Hände zu waschen. Da hat sie recht. Neun Jahre alt. Wenn ich einen neunjährigen Jungen hätte, denkst du, es würde ihn interessieren? Es wäre ihm scheißegal, ob ich mir die Hände wasche.

Elon Musk: Stimmt. Und ich denke, dass es hier definitiv einiges Positives in verbesserter Hygiene und…

Joe Rogan: Und das Bewusstsein für das Potenzial.

Elon Musk: Ja, das hat das System aufgerüttelt. Das System ist ziemlich am Ende mit vielen Schichten der Bürokratie, und ich denke, dass einige dieser Bürokratieschichten zerschnitten wurden. Und irgendwann wird es wahrscheinlich eine Pandemie mit einer hohen Sterblichkeitsrate geben. Man kann darüber debattieren, was hoch ist, aber ich meine etwas, das viele 20-Jährige tötet. Wenn man eine Sterblichkeitsrate wie bei Ebola hätte. (1:04:35)

Joe Rogan: (1:04:35) Spanische Grippe, etwas, das das Immunsystem von gesunden Menschen angreift.

Elon Musk: Ja. Etwas, das eine große Anzahl junger, gesunder Menschen dahinrafft; definiere das als eine hohe Sterblichkeit. Das ist zumindest die Praxis für so etwas. Und es ist nur eine Frage der Zeit, dass es irgendwann eine solche Pandemie geben wird.

Joe Rogan: Glaubst Du, wir könnten als positiven Nebeneffekt die Erkenntnis gewinnen, dass dies im Bereich des Möglichen liegt? Dass wir in dem Sinne Glück hatten? Natürlich gibt es Menschen, die kein Glück hatten und gestorben sind; ich will ihren Tod und ihren Verlust nicht kleinreden. Aber ich sage, insgesamt, als Kultur, als menschliche Rasse, als Gemeinschaft, ist es nicht so schlimm, wie es hätte sein können. Dies ist ein guter Probelauf für uns, um zu erkennen, dass wir viel mehr Ressourcen brauchen, um diese Krankheiten zu verstehen, zu wissen, was im Falle einer Pandemie zu tun ist, und viel mehr Geld, das in die Finanzierung, die Behandlung und einige Präventivmaßnahmen fließt.

Elon Musk: Ja, absolut. Und ich denke, das ist eine gute Chance; es ist sehr wahrscheinlich, dass wir daraus Impfstoffe entwickeln werden, die wir vorher für Coronaviren und andere Viren nicht hatten, und möglicherweise Heilmittel für diese. Und unser Verständnis von Viren dieser Art hat sich aufgrund der Aufmerksamkeit, die sie erhalten haben, dramatisch verbessert. Es hat also auch gute Seiten.

Joe Rogan: Potentiell, wenn wir uns richtig verhalten.

Elon Musk: Ja. Ich denke, es wird hier einige Lichtblicke geben, egal was passiert. Hoffentlich entsteht mehr Gutes als weniger. Das ist also eine Art Probelauf für etwas, das in der Zukunft eine ernsthafte, wirklich hohe Sterblichkeitsrate haben könnte, und wir sollten das irgendwie durchstehen, ohne dass es eine große Anzahl junger, gesunder Menschen tötet.

Joe Rogan: Ja. Du hast vor kurzem eine Reihe von Tweets gemacht. Ich erinnere mich nicht an den genauen Wortlaut, aber im Wesentlichen hast Du gesagt, „Befreie America jetzt.“ So in der Art, „Lasst uns wieder öffnen…“

Elon Musk: Das ist der genaue Wortlaut.

Joe Rogan: Das war er? Danke. Wie viel Aufmerksamkeit schenkst Du den Reaktionen auf so etwas, und wie waren die Reaktionen? Hat jemand gesagt: „Hey Mann, was zum Teufel machst du da?“ Hat Dich jemand zur Seite genommen?

Elon Musk: Ja, natürlich.

Joe Rogan: Wer macht das? Wer kommt dazu, das mit Dir zu machen?

Elon Musk: Nun, ich kriege das natürlich mit. Es gibt keinen Mangel an negativem Feedback auf Twitter. Es ist ein Kriegsgebiet.

Joe Rogan: Oh ja. Twitter. Ja, aber ich lese das nicht. Liest Du es? Doch, manchmal schon. Oder? Du liest es doch?

Elon Musk: Ja. Ich meine, ich scrolle durch die Kommentare. Wie ich schon sagte, es ist ein Meme-Kriegsgebiet. Die Leute nehmen einen gut und gründlich auseinander.

Joe Rogan: Das ist etwas, was ich daran mag. Ein bisschen diese Freiheit des Ausdrucks, die von all diesen Leuten kommt, die dich angreifen. Wenn es nicht so etwas wie eine Verletzlichkeit gäbe, würden sie Dich nicht angreifen. Und man muss eigentlich etwas an diesen Millionen und Abermillionen Meinungen schätzen, selbst, wenn es einen selbst betrifft, selbst wenn der Shitstorm einem ins Gesicht schlägt.

Man muss zu schätzen wissen: „Wow. Wie erstaunlich ist es, dass all diese Leute die Möglichkeit haben, sich auszudrücken?“ Ich meine, man will nicht unbedingt dabei sein, wenn die Kacke am Dampfen ist. Man möchte vielleicht in Erwartung des Shitstorms aus dem Weg gehen. Aber die Tatsache, dass so viele Menschen die Möglichkeit haben, sich zu äußern… – Und ich denke, es ist in vielerlei Hinsicht eine – ich will nicht sagen, eine missbrauchte Ressource – aber es ist, als würde man Affen Gewehre geben.

Sie fangen einfach an, „Da, da, da“. Sie fangen an, Dinge abzuschießen, die sich vor ihnen befinden, ohne zu wissen, was sie tun. Sie haben einen Stein, sie sehen ein Fenster, sie werfen ihn. „Whoo, schau dir das an. Ich habe Elon wütend gemacht. Schaut euch das an. Der Kerl wurde wütend auf mich. Ich habe diese Person auf Twitter zu Fall gebracht. Ich habe diese Frau gefeuert. Oh, das verdammte Unternehmen geht unter wegen der Twitter-Kriege.“ Ich will nicht sagen, dass es ein Missbrauch ist, aber es ist fast so, als ob man den Knopf drückt und die Dinge explodieren. Du denkst dir: „Wow, was können wir noch alles in die Luft jagen?“

Elon Musk: Sicher. Ich meine, ich bin hier schon eine Weile im Twitter-Kriegsgebiet unterwegs. Es bedarf einiges, um mich dort zu verunsichern.

Joe Rogan: Ja, das ist auch gut, oder? Man legt sich ein dickes Fell zu.

Elon Musk: Ja. Man darf es nicht persönlich nehmen. Viele dieser Leute kennen dich nicht wirklich. Es ist wie im Krieg, wenn ein gegnerischer Soldat auf dich schießt. Es ist ja nicht so, dass sie dich hassen. Sie kennen dich nicht einmal. (1:10:00) Also betrachtet man es einfach als solches. Als ob sie Feuer und Kugeln haben, was auch immer. Aber sie kennen dich nicht; also nimm es nicht persönlich.

Joe Rogan: Da ist auch etwas Interessantes dabei. Wenn man etwas in 280 Zeichen schreibt, ist das so eine krude Art. Es ist, als würde jemand gegnerische Rauchsignale senden. Sie widerlegen deine Rauchsignale. Es ist so ungehobelt. Und besonders, wenn man über etwas wie Neuralink spricht. Man spricht über ein zukünftiges Potenzial, bei dem man in der Lage sein wird, reine Gedanken auszudrücken, die durch eine Art universelle Sprache ohne jegliche Zweideutigkeit im Vergleich zu Tweets übermittelt werden.

Elon Musk: Nun, es wird immer eine gewisse Zweideutigkeit geben, aber Tweets – das ist schwierig. Vielleicht sollte es eine Sarkasmus-Flagge oder so etwas geben. Oder ein „ War nur ein Scherz“ oder…

Joe Rogan: Aber es könnte den Leuten, die wissen, dass es Sarkasmus ist, etwas von ihrem Spaß nehmen. Wenn zum Beispiel jeder wüsste, dass ‚The Onion‘ nicht… – Wenn man jemandem einen Artikel schickt, dann, wenn sich dieser jemand über den Onion-Artikel aufregen wird.Du weißt, was ich meine? Wo sie nicht merken, was es ist. Das hat für alle anderen etwas Lustiges an sich.

Elon Musk: Ja, ich denke, The Onion ist ziemlich großartig. Es könnte die beste Nachrichtenquelle sein.

Joe Rogan: Weißt Du, wer Titania McGrath ist? Echt witzig – das ist Andrew Boyle. Er ist ein britischer Kollege. Ein brillanter Typ, der schon einmal im Podcast war, und er hat diese fiktive Figur, dieses Pseudonym Titania McGrath, die wie die ultimative Kriegerin der sozialen Gerechtigkeit daherkommt.

Elon Musk: Ist das etwa ein weiblicher Avatar?

Joe Rogan: Ja.

Elon Musk: Oh, okay.

Joe Rogan: Ein weiblicher Avatar, der eigentlich ein Computer-Konglomerat aus einer Reihe von Gesichtern ist. Es ist nicht wirklich eine Person. Also, eine Person kann nicht ein Opfer und wütend sein, aber er hat diese Gesichter irgendwie kombiniert, um diese eine perfekte Kriegerin der sozialen Gerechtigkeit zu machen. Ich habe schon früh erkannt, bevor ich ihn traf, dass das eine Parodie sein muss. Es ist einfach nur Spaß. Ich liebe es, die Kommentare der Leute zu lesen, die das nicht erkennen. Sie werden wütend. Und es gibt eine Menge Leute, die richtig wütend werden. Das ist auch lustig. Es ist lustig, wenn sie die wahre Natur der Nachricht nicht erkennen.

Elon Musk: Ich finde Twitter ziemlich einnehmend.

Joe Rogan: Woher hast Du die Zeit?

Elon Musk: Na ja, ich meine, es ist so eine Art Fünf-Minuten-Ding alle paar Stunden. Es ist ja nicht so, dass ich den ganzen Tag daran sitze.

Joe Rogan: Aber selbst fünf Minuten alle paar Stunden; wenn das schlechte fünf Minuten sind, könnten sie Dir die nächsten 30 Minuten im Kopf herumschwirren.

Elon Musk: Ja, man muss, wie ich schon sagte, eine gewisse Distanz zu… Man liest das und denkt sich: „Okay, das sind Kugeln, die von einer gegnerischen Armee abgefeuert werden.“ Wie ich schon sagte, es ist nicht so, dass sie dich kennen. Man kann das nicht persönlich nehmen.

Joe Rogan: Ging es Dir auch so, als CNN diesen blöden Scheiß mit den Beatmungsgeräten gebracht hat? Ich fand das sowohl verwirrend als auch…

Elon Musk: Ja. Das war ärgerlich.

Joe Rogan: Es war nervig.

Elon Musk: Es war falsch.

Joe Rogan: Aber es ist auch ärgerlich für jemanden, der CNN Nachrichten liest und dies für eine glaubwürdige Quelle hält. Ich würde das gerne von CNN denken.

Elon Musk: Nun, ja. Ich glaube nicht, dass CNN das ist.

Joe Rogan: Ich glaube, das war einmal.

Elon Musk: Das war einmal, ja. Was glaubst Du, ist die beste Quelle für gute Informationen da draußen?

Joe Rogan: Das ist eine gute Frage.

Elon Musk: Sagen wir mal, man sei nur ein Durchschnittsbürger, der versucht, einfach die Fakten zu erfahren und herauszufinden, was vor sich geht. Wie man sein Leben leben sollte und der sich informieren möchte, was in der Welt vor sich geht. Es ist schwer, eine gute Nachrichtenquelle zu finden, die nicht versucht, irgendeinen parteiischen Blickwinkel zu pushen, die keine schlampige Berichterstattung macht und die nicht nur auf die meisten Klicks aus ist, um die Werbeeinnahmen zu maximieren und so weiter. Man möchte einfach nur wissen, was vor sich geht. Es ist wirklich schwierig herauszufinden, wem man glauben kann.

Joe Rogan: Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht, dass es eine reine Form gibt. Meine Lieblingszeitungen sind die New York Times und die LA Times, und auch denen traue ich nicht hundertprozentig. Denn es sind Individuen, die diese Geschichten schreiben. Und das scheint das Problem zu sein: diese individuelle Voreingenommenheit, und diese Individuen… es gibt absichtlich verzerrte Wahrnehmungen und Fakten, die falsch berichtet werden; es gibt so viele Variablen. Und man muss alles durch diesen Filter schicken: „Woher kommt diese Person? Hat sie politische Vorurteile? Hat sie soziale Vorurteile? Ist sie womöglich verärgert (1:15:00) aufgrund ihrer eigenen Unzulänglichkeiten? Und projiziert sie das in die Geschichte?“ Das ist wirklich schwierig.

Elon Musk: Ja. Ich denke, man sollte einfach versuchen, einzelne Reporter zu finden, die man für gut hält, und ihnen irgendwie folgen, anstatt Veröffentlichungen.

Joe Rogan: Ich höre auf das, was Matt Taibbi sagt. Ich vertraue ihm mehr als jedem anderen. Matt Taibbi hat was. Was investigative Reporter im Besonderen angeht, die Art, wie er über die Spar- und Darlehenskrise berichtet hat, die Art, wie er über alles berichtet. Ich habe ihm einfach mehr zugehört als den meisten anderen. Er ist meine erste Anlaufstelle.

Elon Musk: Gut. Das werde ich mir mal ansehen.

Joe Rogan: Oh, seine Rolling Stone-Artikel sind erstaunlich. Sein Zeug über die Spar- und Darlehenskrise ist einfach unglaublich. Und er ist beim besten Willen kein Wirtschaftswissenschaftler. Er musste sich also wirklich tief in diese Welt hineinversetzen, um sie zu verstehen und darüber berichten zu können. Und das auch noch mit einem humorvollen Flair. Von solchen Leuten gibt es nicht so viele. Schade. Und es ist nicht sowas wie: „Das ist, was wir wissen, das ist, was wir nicht wissen. Das ist, was wir denken.“ Nicht: „Diese Person liegt falsch, und das hier ist der Grund.“ Es gibt eine Menge Dinge, die offen für Interpretationen sind.

Dieses spezielle Coronavirus-Problem, mit dem wir uns gerade beschäftigen, scheint genau das zu verdeutlichen. Dass es so viele Daten gibt. Und es gibt so viele, die man interpretieren kann. Es gibt so viele Dinge… denn es passiert alles in Echtzeit. Richtig? Und besonders jetzt in Kalifornien sind wir in zwei Tagen in Phase 2. Einzelhandelsgeschäfte machen auf. Die Dinge ändern sich. Keiner kennt den richtigen Prozess, der stattfinden muss, um möglichst viele Leben zu retten, aber auch um sicherzustellen, dass unsere Kultur und unsere Wirtschaft überleben. Es ist eine Menge Spekulation und Rätselraten. Aber dennoch behaupten manche: „Wir wissen warum, und wir wissen dies, und wir wissen das…“ Das ist wirklich heftig.

Elon Musk: Ja. im Allgemeinen sollten wir über alles besorgt sein, was einen massiven Eingriff in unsere bürgerlichen Freiheiten darstellt. Das muss man wirklich ernst nehmen. Viele Menschen sind gestorben, um die Unabhängigkeit des Landes zu gewinnen und für die Demokratie zu kämpfen, die wir haben. Und wir sollten das wertschätzen und unsere Freiheiten nicht zu leicht aufgeben. Doch das haben wir wahrscheinlich bereits getan.

Joe Rogan: Nun, mir hat es gefallen, als Du meintest, wir sollten den Menschen die Wahl lassen, und nicht von ihnen verlangen, zu Hause zu bleiben und nicht zur Arbeit zu gehen. Und nicht diese zu verhaften, die versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das alles scheint falsch zu sein. Und ich denke, es ist der falsche Ansatz. Es ist eine Infantilisierung der Gesellschaft. Daddy sagt dir, was du tun sollst.

Elon Musk: Grundsätzlich ist dies ein Verstoß gegen die Verfassung. Versammlungsfreiheit und all das; ich glaube nicht, dass sowas vor Gericht standhalten kann.

Joe Rogan: Sie verhaften Leute, weil sie protestieren und gegen die soziale Distanzierung und diese Anordnungen verstoßen, die besagen, dass die Menschen zu Hause bleiben müssen.

Elon Musk: Ja. Das würde definitiv nicht vor dem Obersten Gerichtshof standhalten… Das ist eine komplette Verletzung der Rechte.

Joe Rogan: Und ich wiederhole nochmal: das ist in keiner Weise respektlos gegenüber den Menschen gemeint, die an dieser Krankheit gestorben sind. Das ist eine ernste Sache, die man im Kopf behalten muss.

Elon Musk: Ja. Ich meine, es sollte einfach so sein, dass man, wenn man in Gefahr ist, nicht gezwungen werden sollte, sein Haus zu verlassen oder einen sicheren Ort zu verlassen; aber wenn man nicht in Gefahr ist, oder wenn man in Gefahr ist und das Risiko eingehen möchte, sollte man das Recht haben, das zu tun.

Joe Rogan: Es scheint, dass unsere Ressourcen zu diesem Zeitpunkt am besten dem Schutz der gefährdeten Menschen zukommen sollten, anstatt die Menschen, die nicht gefährdet sind, dafür zu bestrafen, dass sie ihr Leben so leben, wie sie es zuvor getan haben, insbesondere, wenn sie eine Karriere haben und ihren Lebensunterhalt verdienen und ihre Familie ernähren, ihre Rechnungen bezahlen, ihren Laden offen halten, ihr Restaurant offen halten.

Elon Musk: Ja. Das ist ein großes Problem. Ich glaube einfach, dass dies ein freies Land ist. Man sollte tun dürfen, was man will, solange es andere nicht gefährdet.

Joe Rogan: Aber das ist doch die Sache, oder? Das ist das Argument, das sie vorbringen werden. Du bringst andere in Gefahr. Du solltest für die anderen Menschen zu Hause bleiben. Auch wenn es Dir selbst gut geht, auch wenn Du weißt, dass es Dir gut gehen wird – es gibt Leute, denen es aufgrund Deiner Handlungen nicht gut gehen wird. (1:20:00) Sie könnten dieser Sache ausgesetzt werden, für die wir keinen Impfstoff haben, für die wir bisher keine richtige Behandlung haben, und dann müssen wir… Es gibt zwei Argumente, richtig?

Das eine Argument ist, wir müssen weitermachen, die Schwachen und Kranken schützen, aber lasst uns die Wirtschaft öffnen. Das andere Argument ist, dass wir aufhören sollten, Geld über Menschenleben zu stellen, und dass wir an Ort und Stelle bleiben sollten, bis wir eine Entscheidung getroffen haben, und dass wir einen Weg finden sollten, eine Art universelles Einkommen zu entwickeln, einen Plan für ein universelles Grundeinkommen oder etwas Ähnliches, um die Menschen in dieser Zeit zu ernähren, während wir diesen Übergang machen.

Elon Musk: Wenn jemand zu Hause bleiben will, sollte er zu Hause bleiben. Wenn jemand nicht zu Hause bleiben will, sollte er nicht gezwungen werden, zu Hause zu bleiben. Das ist meine Meinung. Wenn das jemandem nicht gefällt, dann bleibt das immer noch meine Meinung. Aber die Vorstellung, dass man einfach jedem einen Scheck schicken kann und alles wird gut, ist natürlich nicht wahr. Manche Leute haben diese absurde Ansicht, dass die Wirtschaft wie ein magisches Füllhorn ist. Als ob sie einfach alles herstellt. Es gibt einfach ein magisches Füllhorn, und die Waren und Dienstleistungen kommen einfach aus diesem magischen Füllhorn. Und wenn dann jemand mehr Zeug hat als ein anderer, dann weil er mehr aus diesem magischen Füllhorn genommen hat. Jetzt lass es mich den Dummköpfen da draußen mal erklären.

Wenn man keine Sachen herstellt, gibt es keine Sachen. Ja. Also, wenn man das Essen nicht macht, wenn man das Essen nicht verarbeitet, wenn man das Essen nicht transportiert,… medizinische Behandlung, Zähne reparieren lassen – wenn man nichts macht, gibt es nichts. Manche haben sich von der Realität abgekoppelt. Man kann nicht einfach Geld per Gesetz regeln und diese Dinge lösen. Wenn man keine Sachen herstellt, gibt es keine Sachen, ganz klar. Dann gehen uns die Läden aus, gehen uns die… – die Maschinerie kommt einfach zum Stillstand.

Joe Rogan: Aber der anfängliche Gedanke zu diesem Virus, die wirkliche Angst war, dass dies Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Menschen töten würde – sofort, in diesem Land. Das Virus würde es sehr schnell tun, wenn wir uns nicht zusammenkauern, wenn wir uns nicht in Sicherheit bringen, wenn wir uns nicht unter Quarantäne stellen oder abriegeln. Denkst Du, dass die anfängliche Strategie eine gute Idee war, basierend auf der Wahrnehmung, dass dies viel tödlicher sein würde, als es sich später herausstellte?

Elon Musk: Vielleicht. Kurz. Aber ich denke, dass jede Art von vernünftiger Untersuchung dessen, was in China passiert ist, zu dem Schluss führen würde, dass das offensichtlich nicht der Fall sein wird. Dieser Virus hat seinen Ursprung in Wuhan. Es gibt etwa, ich weiß nicht, hunderttausend Menschen pro Tag, die Wuhan verlassen. Es verbreitete sich also sehr schnell in ganz China, im Rest der Welt, und die Sterblichkeitsrate war gering.

Joe Rogan: Denkst Du nicht, dass es schwierig ist, die Informationen aus China so zu filtern, dass man eine wirklich wahrheitsgetreue Darstellung dessen bekommt, was passiert ist. Die Propagandamaschine ist sehr stark. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) scheint mit einer Menge ihrer Propaganda mitschuldig gewesen zu sein.

Elon Musk: Die Sache ist die, dass amerikanische Unternehmen massive Lieferketten in China haben. Wie Tesla zum Beispiel. Wir haben Hunderte von Zulieferern, Lieferanten in allen Herstellungsebenen in ganz China. Wir wissen also, ob sie in der Lage sind, etwas zu produzieren oder nicht. Wir wissen, ob sie Probleme haben oder nicht. China ist wieder in vollem Gange, und so ziemlich jedes US-Unternehmen hat eine beträchtliche Anzahl von Zulieferern in China. Man weiß also, ob sie in der Lage sind, Dinge zu liefern oder nicht, oder ob es eine hohe Sterblichkeitsrate gibt. Tesla hat etwa 7.000 Leute in China. Keiner von ihnen ist gestorben.

Joe Rogan: Okay. Das ist also eine echte Statistik, die von…

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Du kennst diese Leute.

Elon Musk: Ja. Wir führen buchstäblich eine Gehaltsliste. Sie sind alle immer noch da. (1:25:00)

Joe Rogan: Glaubst Du, dass die Gefahr besteht, dies zu politisieren? Falls also die Öffnung des Landes Donald Trumps Ziel ist, und bei allem, was er tut, gibt es Leute, die dagegen sind und mit Gründen kommen, warum er falsch liegt. Besonders vor dem Hintergrund, dass wir uns den Wahlen 2020 nähern. Glaubst Du, dass dies eine echte Gefahr in Bezug auf die Wahrnehmung der Öffentlichkeit ist, dass Trump jetzt öffnen will, und somit viele dagegen sind, weil sie gegen Trump sind?

Elon Musk: Ich denke, das Thema wurde in beide Richtungen politisiert, auf jeden Fall. Was nicht gut ist. Aber wie ich schon sagte (…1:25:54), es bleibt offen, wie die bürgerlichen Freiheiten in dieses Bild passen? Was kann die Regierung von einem verlangen, was kann sie einem verbieten, und was ist in Ordnung? Und ich denke, wir sind zu weit gegangen.

Joe Rogan: Glaubst Du, dass es schwierig wird, eine Korrektur vorzunehmen, wenn man einmal in diese bestimmte Richtung gegangen ist? Eine Anpassung vorzunehmen, weil man erkennt, dass man aus falschen Befürchtungen gehandelt hat.. Es ist nicht das, was wir befürchtet haben, also lasst uns zurückgehen und neu überlegen, und lasst uns das öffentlich machen und sagen, wir haben auf der Grundlage der Informationen gehandelt, die wir anfangs hatten. Diese Informationen scheinen fehlerhaft zu sein, und so werden wir nun weiter vorgehen, während wir die bürgerlichen Freiheiten schützen; während wir das schützen, auf was im Wesentlichen dieses Land gegründet ist: einen miteinander vereinbarten Freiheitsgrad, den wir respektieren und schätzen.

Elon Musk: Auf jeden Fall. Nun, ich denke, wir bewegen uns schnell auf die Öffnung des Landes zu. Es wird in den nächsten Wochen extrem schnell gehen. Es wäre hilfreich, bei der Meldung von Covid-Fällen zu unterscheiden, ob eine Covid-Diagnose oder Covid-ähnliche Symptome vorlagen. Denn die Liste der Symptome, die auf Covid hindeuten, ist mittlerweile ellenlang. Es ist also schwer… bei jeglicher Erkrankung trifft etwas zu. Also, gebt bessere Informationen heraus. Definitiv ‚mit Covid diagnostiziert‘ oder hatte ‚Covid-ähnliche Symptome‘. Wir vermischen diese beiden, damit es größer aussieht, als es ist. Wenn dann jemand stirbt, war Covid eine Hauptursache für den Tod oder nicht? Ich meine, wenn jemand Covid hat, von einem Hai gefressen wird, wir seinen Arm finden, sein Arm Covid hat, wird es als Covid-Tod aufgezeichnet werden.

Joe Rogan: Wirklich?

Elon Musk: Im Grunde genommen schon.

Joe Rogan: Also nicht in diesem Ausmaß, aber Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krebs…

Elon Musk: Man wird von einem Bus angefahren. Wenn man von einem Bus angefahren wird, ins Krankenhaus kommt und stirbt, und Covid festgestellt wird, wird man als Covid-Todesfall registriert.

Joe Rogan: Aber warum sollte man das tun?

Elon Musk: Nun, im Moment ist der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert. Ich meine, er ist größtenteils mit schlechten Absichten gepflastert, aber es sind auch einige gute Absichten (…1:28:36) dabei. Und das Konjunkturprogramm, das den Krankenhäusern helfen sollte, die von Covid-Patienten überrannt wurden, schuf einen Anreiz, etwas als Covid aufzunehmen, zu dem man nur schwer nein sagen kann; vor allem, wenn das Krankenhaus mangels anderer Patienten bankrott geht. Also, die Krankenhäuser sind jetzt in einer Zwickmühle. Es gibt eine Reihe von Krankenhäusern, die Ärzte entlassen, wie schon erwähnt. Wenn das Krankenhaus halb voll ist, ist es schwer, über die Runden zu kommen. Jetzt heißt es also: „Wenn ich das ankreuze, bekomme ich $8.000. Wenn ich Sie für fünf Minuten an ein Beatmungsgerät hänge, bekomme ich 39.000 Dollar zurück. Oder ich muss ein paar Ärzte feuern.“ Das ist also eine schwierige moralische Zwickmühle. Was soll man also tun? Das ist die Situation, die wir haben.

Joe Rogan: Was ist der Ausweg aus dieser Sache? Wenn Dir der Präsident oder ganz einfach die Leute zuhören wollten, welchen Ausweg würdest Du vorschlagen?

Elon Musk: Lasst uns die Daten aufräumen. Klärt die Datenlage. Wie ich schon sagte, es sollten nur die Fälle mit einem positiven Covid-Test erfasst werden. Nicht, wenn einfach nur Symptome vorlagen, (1:30:00) eines von etwa hundert Symptomen. Und dann, wenn es ein Covid-Todesfall ist, muss unterschieden werden: War Covid der primäre Grund für den Tod, oder lag auch Krebs im dritten Stadium vor, oder eine Herzerkrankung, ein Emphysem, oder wurde jemand, der Covid hat, von einem Bus angefahren?

Joe Rogan: Ja. Ich habe all dieses Zeug darüber gelesen, dass sie Leute trotz anderer Variablen als Covid-Tote diagnostizieren.

Elon Musk: Das ist keine Frage. Das ist das, was passiert.

Joe Rogan: Wo hast Du das gelesen? Woher weißt Du das?

Elon Musk: Die Gesundheitsbehörden haben dies wörtlich gesagt. Das ist kein Fragezeichen.

Joe Rogan: Richtig. Aber so wurde das noch nie gehandhabt, richtig? Wenn jemand die Grippe hatte, aber auch einen Herzinfarkt, würde man annehmen, dass diese Person an einem Herzinfarkt gestorben ist.

Elon Musk: Ja.

Joe Rogan: Ja. Also ist das beispiellos. Liegt das daran, dass dies ein so populäres – ich will das Wort nicht falsch verwenden, aber das ist es, was ich meine – populäres Thema ist? Und finanzielle Anreize hat?

Elon Musk: Ja. Und wie ich schon sagte, ist das keine moralische Anklage gegen die Krankenhausverwalter. Es ist nur so, dass sie hier in einer schwierigen Lage sind. Sie haben nicht genug Patienten, um alle zu bezahlen, ohne Ärzte und Personal zu entlassen. Sie laufen Gefahr, bankrott zu gehen. Und dann sagen sie: „Im Konjunkturprogramm steht, dass wir das ganze Geld bekommen, wenn es ein Covid-Todesfall ist. Okay. Sie husteten, bevor sie starben.“ In Wirklichkeit wurde bei ihnen nicht mal Covid diagnostiziert. Sie waren einfach schwach, husteten oder litten unter Kurzatmigkeit. Offen gesagt, ich bin mir nicht sicher, wie man ohne diese Dinge sterben kann.

Joe Rogan: Genau. Es gibt so viele verschiedene Dinge, die man auch auf Covid zurückführen kann. Es gibt so viele Symptome. Es gibt Durchfall, Kopfschmerzen, Dehydrierung, Husten.

Elon Musk: Ja. Aber um das klarzustellen: man muss nicht einmal eine Covid-Diagnose bekommen haben. Man muss einfach eines von vielen Symptomen gehabt haben und dann aus irgendeinem Grund gestorben sein, und es ist Covid. Dann sieht die Zahl der Todesfälle sehr hoch aus, und wir stecken dann in einem Dilemma, weil es so aussieht, als ob die Zahl der Todesfälle super hoch ist und nicht abnimmt, wie es sein sollte. Also sollten wir das, was auch immer, beibehalten, den Schutz vor Ort beibehalten und die Leute in ihren Häusern behalten, die Leute in ihren Häusern einsperren. Wir müssen also aus dieser Sache ausbrechen. Wir sind in einem Teufelskreis gefangen. Und ich denke, der Weg aus diesem Teufelskreis hinaus führt über korrekte Informationen.

Joe Rogan: Die Klarheit der Informationen wird sicherlich helfen, aber wie steht es um eine Veränderung der Wahrnehmung, der öffentlichen Wahrnehmung, von Menschen, die im Grunde in Panik sind. Nun, zumindest noch vor einem Monat waren wir eindeutig in Panik. Ich meine, wenn man sich den 5. und 6. April ansieht, da sind die Leute wirklich ausgeflippt. Aber jetzt haben wir Mai, und die Leute entspannen sich ein wenig. Sie stellen fest: „Hey, ich kenne ein paar Leute, die es erwischt hat. Es war nur ein Husten“, und ich kenne ein paar Leute, die es erwischt hat, wo nichts passiert ist.

Elon Musk: Ich kenne eine Menge Leute, die es erwischt hat. Ich kenne niemanden, der daran gestorben ist, aber ich kenne eine Menge Leute, die es erwischt hat.

Joe Rogan: Es ist nicht das, was wir befürchtet haben. Wir haben etwas viel Schlimmeres befürchtet.

Elon Musk: Das ist korrekt.

Joe Rogan: Die Anpassung wird also schwer. Wir brauchen zunächst einmal echte Daten. Wir brauchen…

Elon Musk: Analysiere einfach die Daten. Wirf nicht alles in einen Topf. Gebt den Leuten klarere Informationen, die richtigen Daten darüber, ob es sich tatsächlich um Covid gehandelt hat. Sind sie getestet worden und war dieser Test positiv, oder hatten sie nur ein paar Symptome? Unterscheidet einfach diese beiden Sachen, und dann unterscheidet im Todesfall, ob auf Covid getestet wurde, oder ob nur eines von vielen Symptomen vorlag. Wie kann man ohne Schwäche sterben? Das weiß ich nicht. Im Grunde ist es unmöglich.

Joe Rogan: Natürlich. Ja, das ist ein guter Punkt.

Elon Musk: Wenn man stirbt, wird man sicherlich unter Kurzatmigkeit und Schwäche leiden, und man wird vielleicht ein wenig husten.

Joe Rogan: Wurde es also quantifiziert? Wurde es das?

Elon Musk: Ja, hat diese Person tatsächlich einen Covid-Test gemacht, und der Test kam positiv zurück? Und wenn sie dann gestorben sind, sind sie gestorben, wo Covid… Es muss nicht die Hauptursache sein, aber war es ein signifikanter Beitrag zum Tod, oder war es kein signifikanter Beitrag?

Joe Rogan: Richtig. Wenn jemand Covid hatte, bedeutet das keinesfalls, dass er auch an Covid starb..

Elon Musk: Definitiv nicht. Ich meine, Menschen sterben die ganze Zeit; (1:35:00) sie haben die Grippe oder Erkältungen, und wir sagen dennoch nicht, dass sie an dieser Grippe oder Erkältung gestorben sind. Das ist absurd.

Joe Rogan: Nun, das ist ja das Seltsame daran. Es ist so populär – und ich weiß, ich benutze dieses Wort in einem seltsamen Zusammenhang – aber es ist so populär, dass wir irgendwie vergessen haben, dass jeden Tag Menschen an Lungenentzündung sterben. Menschen sterben an… – Die Grippe hat keine Pause gemacht. „Oh, Covid hat das übernommen. Ich werde das aussitzen. Ich werde auf der Bank sitzen. Ich warte, bis Covid fertig ist, bevor ich wieder Leute umbringe.“ Nein, die Grippe ist immer noch hier und tötet Menschen.

Elon Musk: Ich meine, jedes Jahr sterben auf der Welt mehrere hunderttausend Menschen direkt an der Grippe. Nicht tangential.

Joe Rogan: 61.000 in diesem Land im letzten Jahr.

Elon Musk: Ja. Und wir sind nur 5 % der Welt.

Joe Rogan: Und dann sind da noch Zigaretten.

Elon Musk: Also, oh Mann, Zigaretten. Zigaretten bringen einen wirklich um.

Joe Rogan: Das ist eine seltsame Sache, oder? Wir haben Angst vor dieser Krankheit, von der prognostiziert wurde, dass sie in diesem Jahr 100.000, wenn nicht 200.000 Amerikaner töten könnte. Aber Zigaretten töten 500.000, und man hört keinen Pieps von irgendeinem Politiker. Es gibt niemanden, der für den Kongress kandidiert und versucht, Zigaretten zu verbieten. Es gibt niemanden, der für den Senat kandidiert, der eine Aufklärungskampagne starten möchte, die den Zigarettenkonsum im weiteren Verlauf stoppen wird.

Elon Musk: Ja. Ich meine, vor einigen Jahren, oder vielleicht länger, vor zehn Jahren, habe ich geholfen, einen Film mit dem Titel „Thank You for Smoking“ (Vielen Dank fürs Rauchen) zu drehen.

Joe Rogan: Oh, den habe ich gesehen.

Elon Musk: Ja. Es ist verrückt. Die Lunge zu räuchern ist einfach schlecht. Das kann nicht gut sein. Die Lunge in geräuchertes Stück Fleisch zu verwandeln, ist nicht gut. Tylenol tötet übrigens auch eine Menge Leute.

Joe Rogan: Wie hoch ist die Zahl für Tylenol pro Jahr?

Elon Musk: Ich bin mir bei der genauen Zahl nicht sicher. Aber ich glaube, bis zur Opium-Krise war Tylenol die Nummer eins unter den tödlichen Medikamenten. Denn wenn man sich betrinkt und eine Menge Tylenol, Paracetamol, einnimmt, verursacht es im Wesentlichen Leberversagen. Also wenn man gerne einen über den Durst trinkt, dann Kopfschmerzen bekommt und eine Tonne Tylenol einwirft, fällt der Vorhang.

Joe Rogan: „Fällt der Vorhang“ ist ein lustiger Ausdruck.

Elon Musk: Aber niemand wettert gegen Tylenol.

Joe Rogan: Ja. Es ist seltsam. Akzeptable Todesfälle sind seltsam. Und das ist das Schlüpfrige an diesen Leuten, die andere Leute verurteilen, weil sie zurück zur Arbeit gehen wollen. „Andere Menschen werden sterben.“ Nun, wenn man Auto fährt… „Fahren Sie Auto? Ich stimme zu, dass Sie aufhören sollten, Auto zu fahren, weil Menschen beim Fahren sterben.“ Also sollte man auf jeden Fall alle Schwimmbäder ablassen, denn jeden Tag sterben in diesem Land etwa 50 Menschen beim Schwimmen. Also lasst uns nicht mehr schwimmen.

Elon Musk: Ja, Wasser ist wirklich gefährlich. Wir solltenWasser abschaffen

Joe Rogan: Wir müssen alle Kokosnussbäume fällen. Kokosnüsse töten jedes Jahr 150 Menschen. Fällt alle Kokosnussbäume. Wir brauchen diese Menschen. Ja, wir sind verletzlich. Und auch: wir haben eine endliche Existenz, egal was passiert.

Elon Musk: Stimmt. Niemand lebt ewig.

Joe Rogan: Richtig.

Elon Musk: (1:38:15) Man sollte Todesfälle betrachten, indem man sagt: „Ohne diese Krankheit, oder was auch immer, hätten sie X Jahre gelebt.“ Wenn also jemand mit 20 Jahren stirbt und 80 hätte werden können, hat er 60 Jahre verloren. Aber wenn jemand mit 80 Jahren stirbt und vielleicht noch 81 hätte werden können, hat er ein Jahr verloren. „Wie viele Lebensjahre gingen verloren?“ ist also wahrscheinlich die richtige Metrik, die man verwenden sollte.

Joe Rogan: Ich lese nicht Kommentare, die ich selbst bekomme, aber ich lese die Kommentare anderer Leute. Und ich habe diesen kleinen Twitter-Streit gelesen, in dem jemand sagte, dass Covid das Leben der Menschen im Durchschnitt um zehn Jahre verkürzt, und dass wir diese zehn Jahre schätzen sollten. Und dann sagte jemand anderes…

Elon Musk: Das ist nicht wahr.

Joe Rogan: Ich bin sicher, dass das nicht stimmt.Aber jemand anderes sagte: „Das Durchschnittsalter der Menschen, die an Covid sterben, ist älter als das Durchschnittsalter der Menschen, die sterben.“

Elon Musk: Sagen wir einfach, es ist ungefähr dasselbe.

Joe Rogan: Das ist eine schöne Art, es zu betrachten. Ich meine, es ist tragisch. Es ist mies, aber es ist auch mies, wenn Opa an Alzheimer oder einem Emphysem oder Leukämie stirbt. Es ist scheiße. Es ist scheiße, wenn jemand stirbt, den man liebt.

Elon Musk: Ja. Ich meine, eine Lektion, die man hier mitnehmen sollte und die ich für ziemlich wichtig halte, ist, dass man bei den Großeltern und Menschen im Alter wirklich vorsichtig sein sollte mit jeder Art von Grippe oder Erkältung oder etwas, das für Kinder oder junge Erwachsene nicht gefährlich ist, aber für ältere Menschen. (1:40:00) Eigentlich sollte sich ein Kind mit einer laufenden Nase von den Großeltern fernhalten, egal was es ist. Es gibt Dinge, wo ein junges Immunsystem kein Problem hat, ein älteres aber schon. Tatsächlich sind tragischerweise viele der Todesfälle innerhalb der Familie verursacht worden. Das kleine Kind hatte eine Erkältung oder Grippe und hat…

Joe Rogan: …die Opa mitgegeben.

Elon Musk: Ja. Sie hatten ein Familientreffen. Und sie wissen nicht, dass das eine große Sache ist. Aber es ist einfach wichtig, daran zu denken. Wenn man alt wird, ist das Immunsystem nicht mehr so stark. Seien Sie also vorsichtig mit Ihren Lieben, die älter sind.

Joe Rogan: Und ich denke, es gibt ein wirklich objektives Verständnis des Immunsystems und der Möglichkeiten, das Immunsystem zu stärken. Ich bin überzeugt, dass diese Informationen auf eine Art und Weise verbreitet werden sollten, die nicht wertend ist, sondern wie: „Schau, das ist ein wissenschaftlich bewiesener Weg, wie wir unser Immunsystem stärken können und es könnte dein Leben retten und das Leben deiner Lieben.“ Und vielleicht könnten wir das unseren Großeltern und unseren Eltern beibringen und Menschen, die anfällig sind. Vitamin C, Hitzeschockproteine, all diese verschiedenen Variablen, von denen wir wissen, dass sie zu einem stärkeren Immunsystem beitragen.

Elon Musk: Ja. Etwas, was tatsächlich schwierig ist: Wenn man älter wird, neigt man dazu, an Gewicht zuzulegen; das passiert jedenfalls bei mir. Je älter ich werde, desto schwerer fällt es mir, schlank zu bleiben. Und deshalb ist Übergewicht eine große Sache. Das ist eine Tatsache.

Joe Rogan: Das New Yorker Krankenhaus sagte, dass der Faktor Nummer eins für schwere Covid-Symptome Fettleibigkeit war. Das war der Faktor Nummer eins.

Elon Musk: Das ist korrekt. Das ist es, ja.

Joe Rogan: Aber es ist auch so, dass wir in einer Welt leben, in der die Menschen sensibel für die Gefühle anderer sein wollen.

Elon Musk: Ja, absolut.

Joe Rogan: Sie wollen also nicht die Tatsache erwähnen, dass es schlecht für Sie ist, fett zu sein. Es ist ein Urteil über Ihre…

Elon Musk: Essen ist großartig.

Joe Rogan: Ich liebe Essen.

Elon Musk: Ja. Um ganz offen zu sein – ich meine, ich spreche für mich selbst – ich esse lieber gut und lebe dafür kürzer.

Joe Rogan: Ja. Diese Momente, in denen man ein tolles Essen genießt. Und dann auch darüber redet; das ist wertvoll. Das ist viel wert. Wir wollen nicht Soylent Green essen und 160 Jahre alt werden.

Elon Musk: Nein. Gutes Essen ist großartig; es ist eines der besten Dinge im Leben.

Joe Rogan: Das ist es wirklich. Ja. Es ist auch eine Kunstform. Feines Essen ist wie eine köstliche Sandburg. Es ist vergänglich. Es hält nicht sehr lange an. Aber es hat etwas an sich, das sehr erfreulich ist.

Elon Musk: Ja. Ich weiß nicht, welchen Rat ich hier geben könnte. Vielleicht nicht auf leckeres Essen zu verzichten, aber kleinere Mengen davon zu genießen.

Joe Rogan: Ja. Ich glaube, dass festgelegte Zeiträume, in denen man isst, wirklich der richtige Weg sind; eine Art von intermittierendem Fasten. Als ich anfing, das zu tun, hat mich das etwas gesünder werden lassen. Sobald ich davon abweiche, nehme ich wieder zu.

Elon Musk: Also, was…

Joe Rogan: 16 Stunden. Ich esse 16 Stunden nichts.

Elon Musk: Also nachts oder zu einem bestimmten…

Joe Rogan: Ja. Ab einem bestimmten Zeitpunkt läuft sozusagen die Uhr. Ich drücke normalerweise die Stoppuhr auf meinem Handy, und dann schaue ich nach und da steht zum Beispiel ‚15 Stunden‘, und ich denke: „Oh, okay. Ich habe noch eine Stunde, bevor ich essen kann.“ Dazwischen gibt es nur Wasser oder Kaffee.

Elon Musk: Das ein guter Ratschlag. Vor dem Schlafengehen zu essen ist auch eine wirklich schlechte Idee und wirkt sich tatsächlich negativ auf den Schlaf aus. Es kann Sodbrennen verursachen, von dem man nicht einmal weiß, dass man es hat, und dieses Sodbrennen beeinträchtigt den Schlaf, weil man in der Horizontalen ist und verdaut. Wenn man also die Qualität des Schlafes verbessern und gesünder sein möchte, dann sollte man nicht direkt vor dem Schlafengehen essen. Das ist eines der schlimmsten Dinge, die man tun kann.

Joe Rogan: Einer der größten Fehler, die ich gemacht habe. Ich habe das gemacht, besonders nach Comedy-Shows; ich war hungrig, kam nach Hause und aß. Und dann ging ich ins Bett und fühlte mich einfach scheiße und wachte mitten in der Nacht auf.

Elon Musk: Es verhindert einen guten Schlaf und beschädigt den Magenpförtner und die Speiseröhre. Aber auch trinken und dann schlafen gehen – auch das ist eines der schlimmsten Dinge, die man tun kann. Also sollte es man einfach vermeiden, zu trinken (1:45:00) und zu essen…

Joe Rogan: Alkohol.

Elon Musk: Ja, genau. Kleine Mengen Alkohol haben nachweislich keine negativen Auswirkungen auf…

Joe Rogan: Ich ordne das derselben Kategorie wie leckeres Essen zu. Er macht das Leben irgendwie ein bisschen schöner. Ich mag das.

Elon Musk: Ja. Ich meine, einige der Menschen, die am längsten gelebt haben – es gab eine Frau in Frankreich, die, glaube ich, den Rekord hält oder nahe dran ist; und sie trank jeden Tag ein Glas Wein. Kleine Mengen sind in Ordnung. Aber ja, ich habe das ziemlich spät im Leben gelernt. Es ist so: Vermeide einfach Alkohol und später als zwei oder drei Stunden vor dem Schlafengehen zu essen, und die Schlafqualität und allgemeine Gesundheit wird sich sehr verbessern.Das macht eine Menge aus, und ich denke, das ist nicht allgemein bekannt.

Joe Rogan: Hast Du Zeit zum Trainieren?

Elon Musk: Ein kleines bisschen.

Joe Rogan: Hast Du einen Trainer oder so?

Elon Musk: Habe ich, obwohl ich ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen habe. Aber ja, ich trainiere, vor allem, wenn ich unterwegs bin; zum Beispiel, wenn wir an Starship arbeiten oder so, in Südtexas, und ich wohne in meinem… – ich habe dort ein kleines Haus im Dorf Boca Chica – und ich habe nicht viel anderes zu tun. Oder ich arbeite, und hebe einfach ein paar Gewichte oder so. Manche Leute laufen gerne; ich nicht.

Joe Rogan: Was trainierst Du denn gerne?

Elon Musk: Um ganz offen zu sein, würde ich überhaupt keinen Sport treiben, wenn ich könnte. Ich ziehe es vor, nicht zu trainieren. Aber wenn ich trainiere, dann hebe ich ein paar Gewichte und laufe dann irgendwie auf dem Laufband und schaue vielleicht eine Sendung, wenn es eine fesselnde Sendung gibt, die einen in den Bann zieht.

Joe Rogan: Das ist eine gute Sache, die man tun sollte. Einen guten Film oder eine Episode von Black Mirror oder etwas in der Art anschauen – das ist toll.

Elon Musk: Leute, schaut auch nicht Black Mirror vor dem Schlafengehen.

Joe Rogan: Okay, schaut Euch Black Mirror nicht dieser Tage an. Es entspricht viel zu sehr der Realität.

Elon Musk: Ja, genau. Man denkt: „Warte, das ist bereits im echten Leben passiert.“

Joe Rogan: Nun, sogar… Jamie, hast du nicht gesagt, dass der Typ, der Black Mirror macht…

Jamie: … Oh, mein Mikro ist aus. Ja, er sagte, es ist kein guter Zeitpunkt, um mit Staffel 6 zu beginnen.

Joe Rogan: Ja, er will sich zurückhalten, weil die Realität…

Elon Musk: Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen?

Joe Rogan: …ist Black Mirror.Es ist, als ob er es neu bewerten und aus einem anderen Blickwinkel aufgreifen müsste.

Du solltest etwas ausprobieren, das Dir Spaß macht. Das nicht nur… – wie zum Beispiel eine Kampfsportart lernen oder etwas in der Art.

Elon Musk: Ich habe als Kind Kampfsport gemacht. Ich mochte es.

Joe Rogan: Hast du? Was denn?

Elon Musk: Ich habe Taekwondo gemacht. Ich habe Karate gemacht, (…1:47:51)…

Joe Rogan: Oh, na gut, cool.

Elon Musk: Und Judo.

Joe Rogan: Oh, da warst Du wirklich vielseitig.

Elon Musk: Ja. Und kurzzeitig machte ich brasilianisches Jiu-Jitsu.

Joe Rogan: Echt? Wo?

Elon Musk: In Palo Alto.

Joe Rogan: Das wollte ich auch gerade vorschlagen. Das ist eine tolle Sache. Die Sache beim Jiu-Jitsu ist: wenn man es von außen betrachtet, denkt man: „Oh, ein Haufen Dummköpfe, die sich gegenseitig würgen.“Aber einige der klügsten Leute, die ich kenne, sind Jiu-Jitsu-Fans. Zuerst wollten sie normalerweise einfach entweder trainieren oder etwas über Selbstverteidigung lernen, aber dann erkannten sie, dass Jiu-Jitsu im Wesentlichen wie eine Sprache mit deinem Körper ist. Als ob man mit jemandem eine Auseinandersetzung mit einer Art Körpersprache führt. Und die ist wirklich komplex, und je größer das beherrschte Vokabular und je schärfer die Worte sind, desto mehr Erfolg hat man. Das ist wirklich eine genaue Analogie dessen, was Jiu-Jitsu ist.

Elon Musk: Ja. Ich habe, wahrscheinlich wie viele Leute, in diesen frühen Tagen der ersten MMA-Kämpfe und Royce Gracie Interesse daran bekommen. Er war einfach unglaublich. Es war wie…

Joe Rogan: Die Technik.

Elon Musk: Ja. Er hat gegen Leute gewonnen, die viel größer waren und sowas. Das war einfach so cool.

Joe Rogan: So hatten wir uns den Kampfsport vorgestellt, als wir Kinder waren. Als wir gesehen haben, wie Bruce Lee all diese großen, riesigen Typen vermöbelt hat. So nach dem Motto: „Wow, mit Kampfsport kannst du jemanden besiegen, der viel größer und stärker ist als du.“ Meistens aber trifft das nicht zu.

Elon Musk: Vor allem, wenn der Gegner auch Kampfsportarten beherrschen. Das ist dann dumm gelaufen.

Joe Rogan: Ja. Aber beim UFC (Ultimate Fighting Championship), als Royce Gracie auf seinem Rücken liegend Dan Severn mit seinen Beinen würgte. Du denkst dir: „Heilige Scheiße, dieser Typ wird von diesem großen, riesigen Ringer gepinnt, und er schlingt seine Beine um seinen Hals und würgt ihn so, dass der Typ aufgeben muss.“ Erstaunlich.

Elon Musk: Ja, es war erstaunlich. Allerdings wurde Royce in einigen von diesen Kämpfen ziemlich übel verprügelt.

Joe Rogan: Nun, er hatte definitiv einige harte Kämpfe.

Elon Musk: Aber er hat gewonnen.

Joe Rogan: Er hat gewonnen. Ja. Er ist eine Legende. (1:50:00) Aber was es gezeigt hat – ich meine, ich bin ein großer Liebhaber von Jiu-Jitsu – was es gezeigt hat, ist, dass es eine Methode gibt, diese Situationen mit Technik und Wissen zu entschärfen. Und ich denke, es ist auch eine großartige Art zu trainieren, weil es fast so ist, als ob das körperliche Training zweitrangig ist gegenüber dem Erlernen der Sache. Das Training dient nur der Entwicklung von Kraft und Kondition, um in der Sache besser zu werden. Man könnte sich auch vorstellen, man hätte ein Rennauto und man könnte dem Rennauto allein durch die eigene Konzentration und Anstrengung ein besseres Fahrverhalten und mehr Pferdestärken verleihen. So ist es wirklich.

Elon Musk: Ja, total. Meine Kinder… Ich sollte sagen, ich habe meine Kinder zum Jiu-Jitsu geschickt, seit sie etwa, ich weiß nicht, sechs waren.

Joe Rogan: Oh, wirklich? Das ist großartig. Es ist eine tolle Sache, die man lernen kann. Das ist es wirklich.

Elon Musk: Ja, scheint eine gute Sache zu sein.

Joe Rogan: Ja. Vielleicht so etwas wie… ich meine, selbst wenn Du nur jemanden hättest, der die Pratzen für Dich hält – dann könntest Du trainieren, und es würde Spaß machen.

Elon Musk: Sicher.

Joe Rogan: Wann werde ich mir einen dieser Roadster kaufen können? Wann wird das sein?

Elon Musk: Nun, ich kann nicht genau sagen, wann, aber wir sollten es hinbekommen – … Diese Covid-Sache hat uns irgendwie aus der Bahn geworfen.

Joe Rogan: Da bin ich mir sicher.

Elon Musk: Also, ich will nicht alles auf Covid schieben, aber es hat uns sicherlich für einige Monate zurückgeworfen. Allerdings gibt es noch Dinge, die wir vor dem Roadster erledigen werden: die Produktion des Model Y hochzfahren; das wird ein großartiges Auto bzw. es ist ein großartiges Auto. Der Bau der Berliner Giga-Fabrik und auch der Bau des Model Y. Die Erweiterung der Fabrik in Shanghai, die großartig läuft, und der Bau des Cybertrucks, des Semi-Trucks, des Roadsters,… – der Roadster ist so etwas wie das Dessert. Wir müssen zuerst das Fleisch und die Kartoffeln und das Grünzeug und so zubereiten.

Joe Rogan: Aber Roadster kommt vor Cybertruck?

Elon Musk: Eigentlich sollten wir zuerst den Cybertruck machen, vor dem Roadster.

Joe Rogan: Interessant. Ich bin nicht böse darüber.

Elon Musk: Einige der Dinge für den Roadster, der Tri-Motor, der ‚Plaid‘-Antriebsstrang, wird auch das Model S bieten. Das ist also ein Teil der Zutaten, die für den Roadster benötigt werden: der Plaid-Antriebsstrang, das fortschrittlichere Batteriepaket. So etwas in der Art.

Joe Rogan: Ich wollte Dich das fragen, bevor ich es vergesse. Es gibt eine Firma, die sich Apex nennt; die nehmen Teslas und verpassen ihnen eine breitere Basis und breitere Reifen und eine etwas fortschrittlichere Aufhängung. Was hälst Du davon?

Elon Musk: Klingt gut.

Joe Rogan: Arbeitest Du mit denen zusammen? Bist Du mit diesen Leuten einverstanden?

Elon Musk: Ja, ich meine, nur zu.

Joe Rogan: Sie peppen die Autos mit Kohlefaser auf und machen einen Haufen Innenausstattungen. Das ist für Dich okay… Du kannst da nicht mitmachen. Du hast keine Zeit. Ist es also gut, dass jemand diese Art von Spezialbereich übernimmt?

Elon Musk: Ja, ich habe kein Problem damit.

Joe Rogan: So heißt es doch, oder? Jamie, heißt es Apex?

Jamie: Ja. Ich habe einen Unplugged Performance S-APEX.

Joe Rogan: Richtig. Unplugged Performance.

Elon Musk: Ja. Man könnte sicher das Auto leichter machen und die Traktion der Reifen verbessern und…

Joe Rogan: Hast Du die Sachen von dieser Firma gesehen? Was die machen?

Elon Musk: Ich weiß nicht genau, aber es gibt…

Joe Rogan: Es ist ziemlich dope. Sie machen es ziemlich dope… Sie nehmen das Model S, verbreitern es und fügen ihm einen Haufen Kohlefaser zu. Das ist es, genau da.

Elon Musk: Cool.

Joe Rogan: Ooh-la-la, sieh Dir das an.

Elon Musk: Das sieht ziemlich gut aus.

Joe Rogan: Ja, das tut es. Also, die Plaid-Version des Model S, werdet ihr die Spur verbreitern und einen Haufen verschiedener…? Ich weiß, dass ihr auf dem Nürburgring testet. Kannst Du darüber sprechen?

Elon Musk: Nun, ich denke, das müssen wir für die Produktenthüllung aufheben.

Joe Rogan: Ich verstehe. Das letzte Mal, als Du hier warst, hast Du mich überzeugt, einen Tesla zu kaufen. Ich habe ihn gekauft, und er ist verdammt unglaublich.

Elon Musk: Oh, großartig. Schön, dass er Dir gefällt. Der macht ziemlich viel Spaß.

Joe Rogan: Ich weiß nicht… Es ist nicht nur der Spaß. Ich würde eher sagen, er lässt andere Autos dumm erscheinen. Sie wirken einfach zurückgeblieben. Und ich liebe dumme Dinge. Ich liebe dumme Autos. So wie ich Lagerfeuer liebe. Ich liebe Lagerfeuer. Ich habe einen 1993er Porsche, der luftgekühlt ist. Er ist nicht so schnell. Er ist wirklich langsam, verglichen mit dem Tesla, wirklich.

Elon Musk: Ja, eigentlich ist der wirklich ziemlich langsam. Aber, okay, sicher.

Joe Rogan: Aber das Mechanische hat etwas Einnehmendes, so wie die Zahnräder, und er ist sehr analog. Aber er ist so dumm im Vergleich zum Tesla. Wenn ich zum Beispiel mit dem Model S irgendwo hinfahren will, gebe ich Gas und es geht einfach los. Es ist, als würde es die Zeit nicht ernstnehmen. (1:55:00)

Elon Musk: Hast Du es ausprobiert? ‚Ludicrous Plus‘ und solche Sachen?

Joe Rogan: Oh ja.

Elon Musk: Wir haben gerade ein Software-Update gemacht, bei dem das Model S so etwas wie einen Geparden-Start macht. Es hat eine dynamische Luftfederung, mit der man das Heck absenken kann.

Joe Rogan: Oh Gott.

Elon Musk: Im Grunde wie ein Sprinter. Was macht man als Sprinter? Man kauert sich hin und dann los. Man spart damit etwa eine Zehntelsekunde von 0 auf 60. Das macht richtig Spaß.

Joe Rogan: Ich habe schon so viele Leute einen „Ach-Du-heilige-Scheiße“-Moment beschert. Ich sage: „Bist du bereit?“, und dann trete ich aufs Gas…

Elon Musk: Und so etwas haben sie noch nie erlebt.

Joe Rogan: Es ist verwirrend. Das ist es wirklich. Das sofortige Drehmoment und die schiere Beschleunigung ist verblüffend.

Elon Musk: Sowas haben sie noch nie gespürt. Das ist schneller als Fallen.

Joe Rogan: Es ist verrückt. Es ist so schnell. Es ist eine Achterbahn. Und meine Familie schreit mich an, wenn ich das Gaspedal durchdrücke. Ich sage zu meinen Kindern: „Wollt ihr es fühlen? Willst du es fühlen?“ Und sie rufen: „Tu es, tu es, tu es.“ Meine Frau sagt: „Tu es nicht.“ Bumm. Und selbst wenn ich es nur ein paar Sekunden auf dem Highway mache, ist es großartig.

Elon Musk: Ja. Es ist, als hätte man seine eigene Achterbahn.

Joe Rogan: Es ist wirklich wie eine Achterbahn bei Tritt auf das Pedal. Ohne die Loopings. Aber es drückt einen in den Sitz. Man sollte annehmen, dass so etwas nicht mit einem Fahrzeug möglich ist, das eine normale Person kaufen kann, wenn sie das Geld dafür hat. Das scheint absurd zu sein. Und dann die Vorstellung, dass dieser Roadster nochmal eine halbe Sekunde schneller ist als das? Das ist Wahnsinn.

Elon Musk: Nun, mit einem Roadster werden wir einige Dinge tun, die irgendwie schon unfair sind. Wir werden also einige Dinge aus der ‚Cadillac Rocket World‘ nehmen und sie auf ein Auto übertragen.

Joe Rogan: Oh, darüber habe ich gelesen. Erzähl mal. Was zum Beispiel?

Elon Musk: Nun, wie ich schon sagte, können wir die Produktenthüllung nicht direkt hier machen. Aber der Roadster wird einige Dinge tun, die unfair sind. Wenn wir den Roadster enthüllen – lass mich nur sagen, dass Warten wird sich gelohnt haben. Ihr werdet es nicht bereuen.

Joe Rogan: Oh, aber sicher. Nun, von 0 auf 60 beschleunigt er in 1,9? War das von 0 auf 60?

Elon Musk: Das ist das Basismodell.

Joe Rogan: Und das Modell für die Spitze der Nahrungskette?  Noch schneller? Sagen wir einfach, noch schneller.

Elon Musk: Schneller als das, ja.

Joe Rogan: Das ist Irrsinn.

Wie war das, als der Typ die Stahlkugeln gegen die Autoscheibe des Cybertrucks geworfen hat, und sie sollte nicht zerbrechen, aber zerbrach dennoch? Ich weiß, mildernde Umstände.

Elon Musk: Nun, ja. Ich meine, zumindest weiß man jetzt, dass unsere Demos authentisch sind, denn das hatte ich nicht erwartet; und dann habe ich, glaube ich, so etwas wie „Heilige Scheiße“ gemurmelt.

Joe Rogan: Ja. Du bist aber nicht wütend geworden. Du hast nicht einen auf Steve Jobs gemacht.

Elon Musk: Nein, aber ich habe definitiv geflucht; ich dachte nicht, dass das Mikro es aufnimmt, aber es tat es. Als wir das geübt haben, hinter den Kulissen… – Bei Tesla üben wir nicht stundenlang für unsere Demos, weil wir an den Autos arbeiten. Wir entwickeln neue Technologien und verbessern das grundlegende Produkt. Wir verbringen also nicht viel Zeit damit, Hunderte von Proben durchzuführen oder so etwas. Dafür haben wir keine Zeit. Aber wenige Stunden vor der Demo waren sowohl Franz, der Kopf unserer Designabteilung, als auch ich im Studio und haben Stahlkugeln gegen die Scheibe geworfen – und sie prallten direkt ab. Also dachten wir: „Okay, das sieht ziemlich gut aus. Es scheint, als hätten wir es.“

Und dann, als Franz mit dem Vorschlaghammer auf die Tür schlug, um zu zeigen, dass es sich um ein Exoskelett aus hochfestem, gehärtetem Stahl handelt… – Man kann buchstäblich mit einem Vorschlaghammer auf die Tür einschlagen und es gibt nicht einmal eine Delle. Das ist cool. Aber wir denken, dass das eine Ecke des Glases unten zerbrochen hat, und sobald das passiert, ist das Spiel vorbei. Also, als Franz dann die Kugel geworfen hat, ist dadurch das Glas zu Bruch gegangen. Die Kugel hat das Fenster aber nicht durchschlagen.

Joe Rogan: Die Kugel ist nicht durchgegangen. Das ist wahr. Sie hat die Scheibe auch nicht zersplittert, wie das bei einem normalen Fenster der Fall sein würde. Richtig? Also im Nachhinein betrachtet hättet ihr zuerst die Kugel werfen und erst danach mit dem Vorschlaghammer zuschlagen sollen.

Elon Musk: Stimmt.

Joe Rogan: Du lebst, du lernst.

Elon Musk: Richtig.

Joe Rogan: Okay, wir haben viel von Deiner Zeit in Anspruch genommen. Du hast vor kurzem ein Kind bekommen.

Elon Musk: Ja, ich sollte mal zurück.

Joe Rogan: Es ist toll, dass Du die Zeit hattest, hierher zu kommen. Und ich weiß das wirklich zu schätzen. Ich schätze alles, was du tust, Mann. Ich bin froh, dass Du da draußen bist. Und ich weiß es wirklich zu schätzen, dass Du hierher kommst und deine Ansichten teilst.

Elon Musk: Nun, ich finde, Du hast eine tolle Show. Danke, dass ich dabei sein darf.

Joe Rogan: Danke sehr. War mir ein Vergnügen.

Elon Musk: Mir auch.

Joe Rogan: Das war Elon Musk, meine Damen und Herren. Gute Nacht. (2:00:00)

Ein Kommentar zu „The Joe Rogan Experience #1470 – Elon Musk

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